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Donauraumstrategie
  • 27.10.2015

Markt der Möglichkeiten für den Donauraum

Baden-Württemberg ist dieses Jahr Gastgeber des Jahresforums der Donauraumstrategie. Neben Themen wie wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Zusammenarbeit, Fachkräfteentwicklung, Bildung und Ökologie wird auch die Flüchtlingskrise eine große Rolle spielen. Europaminister Peter Friedrich erklärt im Videointerview, welche Chancen die Donauraumstrategie Baden-Württemberg und den anderen Donauländern bietet.

Die Donauraumstrategie habe zum Ziel, den gesamten Raum zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer voranzubringen und zu entwickeln, so Europaminister Peter Friedrich. Immerhin umfasst die Region 111 Millionen Menschen in 14 Ländern, darunter EU-Staaten, Beitrittskandidaten und Nicht-EU-Staaten.

Gemeinsam Arbeitsmarkt und Wirtschaft der Region entwickeln

Unter dem Motto „Smart, social, sustainable – Innovation for the Danube Region“ diskutieren auf dem Kongress in Ulm über 1.100 Gäste aus den verschiedenen Donauländern, Regierungsvertreter und Mitglieder der EU-Kommission. Dabei geht es um Themenfelder wie die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region, Verwaltungsstrukturen, Wettbewerbsfähigkeit, Bildung und Migration. „Das Jahresforum ist so etwas wie der Markt der Möglichkeiten für den ganzen Donauraum“, fasst es Friedrich zusammen.

Von diesem Engagement profitiere Baden-Württemberg. „Nur wenn wir im gesamten Donauraum für Wohlstand und für Fortschritt, auch sozialen Fortschritt, sorgen, werden wir auf Dauer gut leben können, auch als Baden-Württemberger“, so Minister Friedrich. „Wir sind davon abhängig, dass es unseren Nachbarn auch gut geht. Wir müssen auch dafür sorgen, dass unsere Nachbarn an den Chancen, an den Innovationen partizipieren, die wir bieten können.“

Fluchtursachen bekämpfen

Das Thema Flüchtlinge werde auf dem Jahresforum eine große Rolle spielen, ist sich Friedrich sicher. Schließlich würden nicht nur viele Flüchtlinge über den Balkan nach Deutschland ziehen, sondern auch viele Menschen aus dem Donauraum zu uns kommen. Und nur wenn sich die Lebensbedingungen und wirtschaftliche Perspektive in Süd- und Südosteuropa verbesserten, würden auch weniger Menschen ihre Heimat verlassen müssen, so der Minister.

Hierzu könne die Donauraumstrategie durchaus einen Teil beitragen. So könne etwa durch den Export des dualen Ausbildungssystems in den Donauraum der dortige Fachkräftemangel sowie die Jugendarbeitslosigkeit bekämpft werden. Oder Geld aus europäischen Fonds könne dafür genutzt werden, Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze, Ausbildung im Donauraum zu schaffen und damit eine Perspektive für die Menschen aus dem Donauraum zu bieten.

Friedrich warnte allerdings vor zu hohen Erwartungen: „Das Jahresforum kann nicht ersetzen, was wir in der Europäischen Union zwischen den europäischen Mitgliedsstaaten gemeinsam hinbekommen müssen, damit wir den Flüchtlingsstrom in den Griff bekommen und dass wir für Flüchtlinge, für Minderheiten und auch für sozial Schwächere im gesamten Donauraum eine Zukunft entwickeln.“

Pressemitteilung

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