Stärkere personelle Präsenz des Landes auf europäischer Ebene
Der im Jahre 2000 eingerichtete Dynamische Europapool Baden-Württemberg ist bundesweit einzigartig und mittlerweile auch europaweit renommiert. Durch ihn konnte die personelle Präsenz des Landes auf europäischer und internationaler Ebene ausgebaut werden. Hierzu werden Landesbedienstete in die Landesvertretung nach Brüssel oder in europäische Institutionen wie die Europäische Kommission, den Europäischen Gerichtshof oder internationale Organisationen wie die OECD entsendet. Durch diese Verwendungen sammeln die Landesbediensteten Erfahrungen auf europäischer und internationaler Ebene und eignen sich die für die Europafähigkeit des Landes notwendigen Kompetenzen an. Außerdem knüpfen sie wichtige Netzwerke, in denen gewonnene Erfahrungen und Kontakte ausgetauscht werden können. Dies bietet den Landesbediensteten die Möglichkeit, sich langfristig für interessante Positionen in der Landesverwaltung zu empfehlen.
Die Zahl der Poolmitglieder ist kontinuierlich auf mittlerweile mehr als 530 Mitglieder angewachsen. Abteilung VI des Staatsministeriums betreut sie in enger Abstimmung mit den jeweils zuständigen Personalstellen.
Der Pool bietet seinen Mitgliedern vielfältige Veranstaltungen an, die ihrer Weiterqualifizierung und Vernetzung untereinander dienen.
Ist der Dynamische Europapool das Richtige für Sie?
- Sie sind baden-württembergische/r Landesbedienstete/r und haben bereits erste Erfahrungen in der Landesverwaltung?
- Sie haben Interesse an europapolitischen Themen und möchten sich aktiv in diesem Bereich einbringen?
- Sie haben englische Sprachkenntnisse und gegebenenfalls auch Kenntnisse in einer weiteren Amtssprache der Europäische Union?
Haben Sie diese Fragen mit „ja“ beantwortet? Dann sind Sie beim Dynamischen Europapool genau richtig. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.
Wie bewerbe ich mich?
Ihre Bewerbungsunterlagen (vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular mit Ihrem Lichtbild, persönliches Motivationsschreiben und Lebenslauf) senden Sie bitte auf dem Dienstweg über Ihre personalführende Stelle sowie über das zuständige Fachministerium an das Staatsministerium, Referat 62. Eine Direktbewerbung beim Staatsministerium ist nicht möglich.
Nach Eingang und positiver Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen erhalten Sie ein Begrüßungsschreiben zu Ihrer Aufnahme in den Dynamischen Europapool. Bei Bewerbungen als Auswärtsspieler/in erhalten Sie zudem eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.
Das vollständig auszufüllende Bewerbungsformular für den Dynamischen Europapool finden Sie hier:
Bewerbung um die Mitgliedschaft im Dynamischen Europapool Baden-Württemberg (DOCX)
Bitte beachten Sie im Falle einer Bewerbung unsere Informationen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten beim Staatsministerium (PDF).
Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte per E-Mail an dynamischereuropapool@stm.bwl.de oder telefonisch unter 0711/2153-1931 beziehungsweise 0711/2153-1907.
Stellenausschreibungen für Nationale Experten / Expertinnen bei der Europäischen Kommission werden derzeit nicht mehr durch die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union veröffentlicht. Mitglieder des Dynamischen Europapools erhalten die monatlichen Stellenausschreibungen für Nationale Experten / Expertinnen bei der Europäischen Kommission per E-Mail.
Bitte beachten Sie, dass eine direkte Bewerbung auf diese Stellenausschreibungen nicht möglich ist. Eine Bewerbung bedarf zwingend der Abstimmung mit der jeweiligen Dienststelle, der personalverwaltenden Stelle und Referat 62 des Staatsministeriums.
Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte per E-Mail an dynamischereuropapool@stm.bwl.de oder telefonisch unter 0711/2153-1931 beziehungsweise 0711/2153-1907.
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Interessieren Sie sich für eines unserer Programme als Auswärtsspieler/in?
- Sie arbeiten bereits seit mindestens zwei Jahren in unbefristeter Stellung in der Landesverwaltung?
- Sie interessieren sich für Europapolitik und arbeiten sich gerne in Fragestellungen mit europäischem und internationalem Bezug ein?
- Auch fachfremde Themen sind für Sie kein Hindernis?
- Sie sind verhandlungssicher in der englischen Sprache?
- Sie möchten gern für einen gewissen Zeitraum im Ausland arbeiten?
Haben Sie diese Fragen mit „ja“ beantwortet? Dann sind Sie der/die perfekte Auswärtsspieler/in. Ansonsten freuen wir uns über Ihre Bewerbung als Heimspieler/in. Hier finden Sie den Bewerbungsbogen (DOCX) für die Mitgliedschaft im Dynamischen Europapool.
Der Dynamische Europapool ermöglicht ausgewählten Landesbediensteten für einen begrenzten Zeitraum eine Verwendung in europäischen Institutionen und internationalen Organisationen. Je nach individuellen Möglichkeiten und Qualifikationen stehen den Mitgliedern eine Vielzahl von Programmen offen.
Bei den Auslandsverwendungen des Dynamischen Europapools wird zwischen Kurzzeit- und Langzeitverwendungen unterschieden:
- Bei den Kurzzeitverwendungen werden die betreffenden Bediensteten drei bis sechs Monate abgeordnet.
- Die Langzeitverwendungen umfassen einen Zeitraum von einem Jahr bis vier Jahre.
Bei den Kurzzeitverwendungen werden die betreffenden Bediensteten drei bis sechs Monate abgeordnet.
Nationale/r Sachverständige/r in beruflicher Weiterbildung (NSBW)
Das NSBW-Programm der EU-Kommission bietet Landesbediensteten die Möglichkeit, einen zeitlich befristeten Arbeitsaufenthalt bei den Dienststellen der EU-Kommission zu absolvieren. Diese Stellen werden zwei Mal jährlich über das Auswärtige Amt ausgeschrieben. Baden-Württemberg schickt in der Regel ein bis zwei Personen pro Jahr im Rahmen dieses Programms nach Brüssel. Erfahrungsberichte finden Sie hier:
Erfahrungsbericht Matthias Häuser (1. März 2020 bis 31. Juli 2020) (PDF)
Erfahrungsbericht Franz Geberth (16. Oktober 2018 bis 15. März 2019) (PDF)
Erfahrungsbericht Andrea Blatter (1. April 2018 bis 31. August 2018) (PDF)
Europavolontariat des Landes Baden-Württemberg
Das 2009 von der Landesregierung beschlossene Europavolontariat umfasst sechs Monate. Während dieser Zeit wird ein „EU-aktuelles“ Thema, das sich die Europavolontäre und -volontärinnen in Abstimmung mit dem betreffenden Fachministerium aussuchen, bearbeitet. Hierzu verbringen sie den ersten Monat in den jeweiligen Fachministerien. Während des zweiten bis sechsten Monats wird das Projekt in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Brüssel abgeschlossen. Wahlweise und auf Eigeninitiative kann das Volontariat auch teilweise in einer europäischen Institution in Brüssel abgeleistet werden. Einen Erfahrungsbericht finden Sie hier:
Erfahrungsbericht Nina Bretz (1. März 2019 bis 31. August 2019) (PDF)
Erfahrungsbericht Anette Neubronner (1. Okober 2019 bis 31. März 2020) (PDF)
Sonstige Verwendungen
Neben den genannten Programmen können auch Verwendungen bei anderen Institutionen wie zum Beispiel beim Europäischen Gerichtshof oder beim Beobachter der Länder bei der Europäischen Union über den Dynamischen Europapool gefördert werden. Zudem besteht die Möglichkeit im Rahmen des „Hospitationsprogramms Dynamischer Europapool“ (PDF) kurzfristig in geeigneten europäischen Institutionen oder Einrichtungen zu hospitieren.
Erfahrungsbericht Martina Becker (1. Juli 2019 bis 31. Dezember 2019) (PDF)
Erfahrungsbericht Martin Hussels-Eichhorn (1. September 2020 bis 31. Januar 2021 (PDF)
Die Langzeitverwendungen umfassen einen Zeitraum von einem Jahr bis vier Jahre.
Nationale/r Sachverständige/r
Zeitlich begrenzter Arbeitseinsatz in einer Generaldirektion der Europäischen Kommission oder einer anderen europäischen Einrichtung. Ziel ist Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen über die Arbeitsweise und die inhaltlichen Zielvorstellungen der Kommission und der nationalen Verwaltungen. Man leistet einen Beitrag zur inhaltlichen Arbeit der Europäischen Union. Die Verwendung ist in der Regel zunächst auf mindestens ein Jahr begrenzt und kann auf maximal vier Jahre verlängert werden. Die Bewerbung auf Stellenausschreibungen der EU-Kommission erfolgt über die Dienststelle, das personalverwaltende Ministerium und das Staatsministerium. Eine direkte Bewerbung bei der EU-Kommission ist nicht möglich.
Erfahrungsbericht Johanna Lindner (1. November 2019 bis 30. Oktober 2023) (PDF)
Erfahrungsbericht Roland Mayer-Frei (1. November 2018 bis 31. Oktober 2020) (PDF)
Erfahrungsbericht Monika Schmitteckert (1. Februar 2020 bis 31. Januar 2022) (PDF)
Europa-Referent in beruflicher Weiterbildung
Dieses Programm für den höheren Dienst ermöglicht es, durch die referentenähnliche Tätigkeit einen umfassenden Einblick in die europapolitische Arbeit der Landesregierung zu gewinnen.
Im Rahmen des zweijährigen Programms werden in 15 Monaten die Europaabteilung des Staatsministeriums und die Landesvertretungen in Brüssel und Berlin in sechs beziehungsweise drei Monaten durchlaufen.
Erfahrungsbericht Miriam Freier (9. April 2018 bis 31. März 2020) (PDF)
Europa-Sachbearbeiter in beruflicher Weiterbildung
Dieses Programm für den gehobenen Dienst ermöglicht Landesbediensteten im Rahmen einer Abordnung Einblicke in zentrale europapolitische Themen, insbesondere in die europäische Öffentlichkeitsarbeit.
Die Abordnung an das Staatsministerium dauert ein Jahr. Sie gliedert sich hälftig in eine Verwendung in der Europaabteilung des Staatsministeriums sowie bei der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Brüssel. Die entsprechenden Berichte finden Sie hier:
Erfahrungsbericht Patricia Kammerer (1. November 2018 bis 31. Oktober 2019) (PDF)
Erfahrungsbericht Judith Hensle (1. Mai 2018 bis 14. Juli 2019) (PDF)
Sonstige Verwendungen
Neben den genannten Programmen können auch Verwendungen bei anderen Institutionen wie zum Beispiel beim Internationalen Strafgerichtshof, bei Europol, bei Eurojust oder beim Auswärtigen Amt über den Dynamischen Europapool gefördert werden.
Erfahrungsbericht Jasmin Egloff (1. Oktober 2019 bis 30. Juni 2021) (PDF)
Erfahrungsbericht Dr. Eike Fesefeldt (13. Mai 2019 bis 12. Mai 2021) (PDF)
Erfahrungsbericht Andrea Laumans (1. Dezember 2019 bis 31. November 2021) (PDF)
Erfahrungsbericht Laura Vituschek (1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022) (PDF)
Für die Pool-Mitglieder werden verschiedene Veranstaltungen sowie spezielle Seminare angeboten. Neben regelmäßigen Neumitgliedertreffen findet insbesondere einmal jährlich das Jahrestreffen statt. Hier kommen alle Mitglieder zur Netzwerkbildung zusammen. Neben jährlich wechselnden Programmpunkten steht der gegenseitige Erfahrungsaustausch im Vordergrund.
Jahrestreffen des Dynamischen Europapools am 23. Oktober 2025
Neumitgliedertreffen des Dynamischen Europapools am 24. September 2025
Institutionen und Organisationen
Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim ist eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Europas. Es analysiert empirisch fundiert aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklungen in der EU, von Digitalisierung und Arbeitsmärkten bis zu Klimapolitik und Handelsbeziehungen. Das ZEW bietet praxistaugliche Analysen, datenbasierte Prognosen und regelmäßige Veranstaltungen mit Experten. Die Policy Briefs und Studien des ZEW liefern fundierte Einblicke in die EU-Wirtschaftspolitik und können helfen, wirtschaftspolitische Entscheidungen der EU zu verstehen.
Club Alpbach Germany
Der Club Alpbach Germany ist die deutsche Sektion des internationalen European Forum Alpbach. Er bietet eine Plattform für interdisziplinären Austausch zu europäischen und globalen Zukunftsfragen und richtet sich besonders an junge Berufseinsteigende und Entscheidungstragende. Der Club schlägt Verbindungen zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis, etwa zu Themen wie EU-Integration, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit. In Deutschland organisiert er regelmäßig Paneldiskussionen, Workshops und Mentoring-Programme mit Fokus auf aktuelle EU-Herausforderungen.
Institut für Europäische Politik (IEP)
Das Institut für Europäische Politik (IEP) in Berlin ist ein unabhängiger Think Tank, der sich auf EU-Integration und Demokratie spezialisiert hat. Es verbindet Wissenschaft mit politischer Praxis und bietet kompakte Analysen zu aktuellen EU-Debatten, wie etwa der Zukunft der EU oder europäischer Sicherheit. Besonders nützlich können hier die kurzen Policy-Papers und Projekte wie „Europa verständlich“ sein.
Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI)
Das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) in Bonn ist eines der führenden Forschungsinstitute für europäische Integration in Deutschland. Es bietet fundierte Analysen zu EU-Institutionen, europäischer Politik und internationalen Beziehungen.
Ein zentrales Instrument des ZEI ist das ZEI-Monitoring, das die Arbeit der Europäischen Kommission systematisch begleitet. Im Monitoringprozess wird jeder legislative und nicht-legislative Vorschlag der Kommission in den ZEI-Monitor mitaufgenommen und bezüglich des Bearbeitungsstatus beobachtet.
European Policy Centre (EPC)
Das European Policy Centre (EPC) in Brüssel ist ein unabhängiger Think Tank, der sich auf die Analyse europäischer Politik und Institutionen spezialisiert hat. Gegründet 1997, bietet das EPC fundierte Einblicke in aktuelle EU-Themen, von der Wirtschaftspolitik über Migration bis hin zu Sicherheit und Digitalisierung. Durch seine Nähe zu den EU-Institutionen in Brüssel ist das EPC eine wichtige Stimme in der europäischen Debatte und bietet Politikempfehlungen, die auf solider Forschung basieren. Das EPC veröffentlicht regelmäßig Policy Briefs, Analysen und Podiumsdiskussionen, die aktuelle Entwicklungen in der EU verständlich aufbereiten.
Podcasts
EP-Gespräch
Der EP-Gespräch Podcast wird vom Europäischen Parlament herausgegeben und konzentriert sich auf aktuelle Debatten und Entscheidungen des EU-Parlaments. Er bietet Interviews mit Abgeordneten zu aktuellen EU-Themen. In jeder Folge werden aktuelle Themen und Entscheidungen des Parlaments beleuchtet, was einen tiefen Einblick in die politischen Prozesse der EU ermöglicht.
Europa heute – Deutschlandfunk
Europa heute vom Deutschlandfunk ist ein täglicher Podcast, der über die neuesten Entwicklungen in der EU berichtet. Er bietet kurze, prägnante Updates zu politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Entwicklungen und gesellschaftlichen Themen in Europa.
punktEU
punktEU ist ein Podcast, der sich auf die Analyse von EU-Politik und -Entscheidungen konzentriert. Er bietet tiefergehende Einblicke in die Funktionsweise der EU-Institutionen und die Hintergründe von politischen Entscheidungen. In diesem Format werden größere EU-Themen, wie Klima, KI, Außenpolitik oder Wirtschaftspolitik analysiert.
Local Solutions
Local Solutions ist ein englischsprachiger Podcast des Ausschusses der Regionen. Er stellt innovative Projekte und Lösungsansätze aus europäischen Regionen und Städten vor und zeigt, wie lokale Initiativen zur Bewältigung globaler und europäischer Herausforderungen beitragen.
Toute l’europe
Toute l’europe ist eine französische Informationsplattform zur EU. Sie bietet mehrere französischsprachige Podcasts an, welche den Hörerinnen und Hörern die Funktionsweise der EU-Institutionen und die größten Herausforderungen näherbringt.
Nebenbei bringt die Plattform dreiminütige Kurzformate heraus, die darauf abzielen europäische Themen zusammengefasst zu erklären.





















