Baumaßnahmen

Sanierung und Neubau

Baumaßnahmen im Staatsministerium

  • Eugen-Bolz-Haus

    Eugen-Bolz-Haus

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  • Holzmodell zu den Baumaßnahmen im Staatsministerium mit dem Ersatzneubau neben der Villa Reitzenstein (rechts) und dem Clay Haus (hinten links)

    Holzmodell zu den Baumaßnahmen im Staatsministerium mit dem Ersatzneubau neben der Villa Reitzenstein (rechts) und dem Clay Haus (hinten links)

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  • Abriss des asbestbelasteten Erweiterungsbaus neben der Villa Reitzenstein

    Abriss des asbestbelasteten Erweiterungsbaus neben der Villa Reitzenstein

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  • Aushub der Baugrube für den Erweiterungsneubau neben der Villa Reitzenstein

    Aushub der Baugrube für den Ersatzneubau neben der Villa Reitzenstein

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  • Baugrube für den Ersatzneubau neben der Villa Reitzenstein

    Baugrube für den Ersatzneubau neben der Villa Reitzenstein

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  • v.l.n.r.: Staatssekretär Ingo Rust, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Architekt Martin Sting und der Stuttgarter Baubürgermeister Matthias Hahn bei der Grundsteinlegung für den Ersatzneubau des Staatsministeriums

    Grundsteinlegung für den Ersatzneubau des Staatsministeriums

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  • Außenansicht der Villa Reitzenstein mit Gerüst

    Sanierung der Villa Reitzenstein

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  • KiTa Villa Reitzensteinle (Foto: Konzept-e)

    Kita Villa Reitzensteinle
    Quelle: © Konzept-e

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  • Erstellung des Rohbaus für den Ersatzneubau des Staatsministeriums

    Erstellung des Rohbaus für den Ersatzneubau des Staatsministeriums

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  • v.l.n.r.: Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Generalvikar Prälat Dr. Clemens Stroppel, Staatssekretär Klaus-Peter Murawski, Architekt Martin Sting, Ministerialdirigent Rolf Sutter, Prälat Ulrich Mack und Minister Peter Friedrich

    Weihe des Eugen-Bolz-Hauses

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Die großen Baumaßnahmen auf der Stuttgarter Gänsheide im Bereich des Staatsministeriums sind abgeschlossen. Die Villa Reitzenstein wurde wieder bezogen, ebenso der Neubau und zwei sanierte Bürogebäude in der Umgebung.

Im Mittelpunkt der Arbeiten standen die Sanierung der Villa Reitzenstein, der Abriss des asbestbelasteten Erweiterungsbaus und die Errichtung eines Neubaus sowie die energetische Sanierung weiterer vom Staatsministerium genutzter Gebäude.

Sanierung der Villa Reitzenstein

Die unter Denkmalschutz stehende Villa Reitzenstein aus dem Jahre 1913 wurde zuletzt nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus 1975 saniert. Nach mehr als 35-jähriger intensiver Nutzung bestand ein erheblicher baulicher und technischer Sanierungsbedarf. Eine wesentliche Aufgabe für die Architekten und Fachplaner war es, das Gebäude behutsam energetisch, technisch und brandschutztechnisch auf den neuesten Stand zu bringen, ohne die historische Substanz zu beeinträchtigen. Die Grundsanierung wurde im Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen. Der Wiederbezug der Villa erfolgte im August 2015.

Abriss Erweiterungsgebäude und Neubau eines Bürogebäudes

Der in den 70er Jahren erbaute Erweiterungsbau südlich der Villa Reitzenstein wurde Ende 2013 abgerissen. Aufgrund der Asbestbelastung gab es dafür keine Alternative. Nicht nur zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch, weil eine konventionelle Sanierung des Gebäudes wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen wäre.

Im Neubau, dem Eugen-Bolz-Haus, wurden wieder Büros und eine Kantine für die Beschäftigten des Staatsministeriums realisiert. Zusätzlich entstand ein Besucherzentrum für Besucher der Villa Reitzenstein. Der Neubau wahrt – im Gegensatz zu seinem Vorgängerbau – größeren Abstand zur Villa Reitzenstein. Der ursprüngliche Charakter des historischen Gebäudes als „Villa im Park“ wird dadurch wieder deutlicher gemacht. Wichtige Elemente des denkmalgeschützten Landschaftsparks, wie etwa der Rosengarten, wurden aufgewertet bzw. wiederhergestellt.

Das zurückhaltende, zweigeschossige Bürogebäude wurde an der äußersten Südspitze des Parks errichtet und erfüllt hohe Anforderungen an die Energieeffizienz. Der überwiegende Teil der Baumasse entwickelt sich entlang natürlicher Geländeversprünge und tritt im Park nur als Fassade in Erscheinung. Die begrünten Dachflächen der unterirdischen Gebäudeteile werden Teil der Parklandschaft. Der Neubau verknüpft mehrere zum Staatsministerium gehörende Gebäude und Freiflächen, ohne dass dafür störende Verbindungsgänge im Park notwendig wären. Er berücksichtigt die historischen Gegebenheiten der Parkanlage und fügt sich in diese ein. Durch die Verbindung der Gebäude können die Arbeitsabläufe im Staatsministerium beschleunigt und vereinfacht werden. Der Neubau wurde im Juni 2016 bezogen.

Energetische Sanierung und Heizzentrale

Die energetische Sanierung der Gebäude war unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ein Schwerpunkt der Baumaßnahmen. Für die Gebäude auf dem Areal Richard-Wagner-Str. 15, Gröber Str. 20 und 22 sowie das Clay-Haus wurde im Neubau eine Heizzentrale mit einem gasbetriebenen Blockheizkraftwerk errichtet. In das Gebäude Sandberger Str. 10 (Kita) wurde ebenfalls ein Blockheizkraftwerk eingebaut. Das Gebäude Sandberger Str. 2-8 wird von diesem Blockheizkraftwerk mitversorgt.

Kindertagesstätte

Eine weitere Neuerung ist die Kindertagesstätte „Villa Reitzensteinle“, die im Gebäude in der Sandberger Straße 10 entstanden ist und im April 2014 ihren Betrieb aufgenommen hat. Hier finden vorrangig Kinder der Beschäftigten des Staatsministeriums, aber auch Kinder aus der Umgebung, im Alter von null bis sechs Jahren eine kindgerechte und zeitlich flexible Betreuung. Mit diesem Angebot soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Staatsministerium weiter ausgebaut werden.

Abgeschlossene Baumaßnahmen

  • Generalsanierung Villa Reitzenstein
  • Abbruch des Erweiterungsgebäudes und Neubau
  • Sanierung Sandbergerstraße 2-8
  • Sanierung Schönleinstraße 11

Kosten/ Termine

Für die Sanierung der Villa Reitzenstein wurden 11,2 Millionen Euro, für den Abbruch des Erweiterungsbaus und den Neubau 15,55 Millionen Euro veranschlagt.

Villa Reitzenstein

Die Villa Reitzenstein wurde 1910 bis 1913 nach Plänen der Architekten Schlösser und Weirether von der Witwe Baronin Helene von Reitzenstein erbaut. Sie investierte damals 2,8 Millionen Goldmark in die Villa, die Nebengebäude und die Anlage des Parks. Das ist bis heute ablesbar in der herausragenden handwerklichen Ausführungsqualität, den großzügigen Ausstattungen und den hochwertigen Boden- und Wandbelägen, die weitgehend unbeschadet den Zweiten Weltkrieg überstanden haben. 1921 wurde die Villa an den württembergischen Staat verkauft. In der Folgezeit war sie Sitz der württembergischen Staatspräsidenten und ab 1933 der Gau-Leitung der NSDAP. Nach dem Krieg diente sie übergangsweise der amerikanischen Militärverwaltung als Sitz und war Tagungsort des Länderrats der amerikanisch besetzten Gebiete. Seit 1952 ist sie offizieller Amtssitz der baden-württembergischen Ministerpräsidenten.



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