Iftar-Empfang

Menschen muslimischen Glaubens Teil unserer Gesellschaft

Berechne Lesezeit
  • Teilen
v.l.n.r.: Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Prof. Dr. Erdal Toprakyaran und Simone Trägner-Uygun (Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan zum Fastenbrechen in der Tradition des islamischen Glaubens eingeladen. Der Empfang stand in diesem Jahr unter dem Motto „Islamischer Religionsunterricht und Islamische Theologie“.

„Menschen muslimischen Glaubens gehören zu unserem Land, sie sind selbstverständlich Teil unserer Gesellschaft. Wir wollen, dass der Islam seinen Platz in unserer Gesellschaft hat, wie er auch anderen Religionen gemäß unserer Verfassung zusteht“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Empfang anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan zum Iftar (Fastenbrechen) im Neuen Schloss in Stuttgart. Er unterstrich: „Aber das geht nur, wenn der Islam auch Teil dieser Verfassungskultur ist. Dazu gehört eine Auseinandersetzung mit dem Glauben an unseren Universitäten, an unseren Hochschulen und an unseren Schulen.“ Dazu gehöre aber auch der Aufbau von gegenseitigem Vertrauen. „Von Verbänden, die mit dem Staat zusammenarbeiten wollen, dürfen wir mehr als formale Rechtstreue erwarten. Es braucht auch eine klar erkennbare Haltung gegen jeden Missbrauch der Religion“, so Kretschmann weiter.

Modellprojekt Islamischer Religionsunterricht zu regulärem Angebot entwickeln

Der Empfang zum Ramadan stand in diesem Jahr unter dem Motto „Islamischer Religionsunterricht und Islamische Theologie“. Geladen waren unter anderem Studierende und Lehrende der islamischen Theologie und Religionspädagogik an den Hochschulen in Baden-Württemberg, Vertreterinnen und Vertreter der muslimischen Verbände, der Kirchen und Religionsgemeinschaften, der Landesregierung sowie Landtagsabgeordnete.

Das Modellprojekt Islamischer Religionsunterricht sunnitischer Prägung gibt es in Baden-Württemberg seit dem Schuljahr 2006/2007 an derzeit insgesamt 93 Schulen. Die Anzahl der Schulen, die islamischen Religionsunterricht sunnitischer Prägung anbieten wollen, sei noch wesentlich höher, so Kretschmann. Das Modellprojekt habe sich gut entwickelt. „Wir möchten, dass sich das derzeit laufende Modellprojekt zum islamischen Religionsunterricht zu einem regulären Angebot islamischen Religionsunterrichts entwickeln kann. Wir brauchen jedoch langfristige Lösungen und müssen überlegen, wer Träger eines solchen Unterrichts sein könnte“, sagte der Ministerpräsident. „Dazu sind die zuständigen Ressorts der Landesregierung bereits in Gesprächen über eine Weiterentwicklung des Projektbeirats. Gedacht ist an eine Zusammenarbeit verschiedener sunnitischer Verbände in einer Organisationsform, die mit einer starken theologischen und religionspädagogischen Professionalität und Kompetenz ausgestattet ist.“ Der Projektbeirat begleitet derzeit das Modellprojekt von Seiten der muslimischen Verbände, der Wissenschaft und der Lehrerbildung in allen Fragen wie beispielsweise der Bildungspläne, der Erarbeitung von Unterrichtsmodellen und Unterrichtsmaterialien, der Unterrichtsversorgung oder der Inhalte der Lehreraus- und -fortbildung.

Ausbildungsmöglichkeiten an Hochschulen in Baden-Württemberg schaffen

Islamischer Religionsunterricht brauche auch gut ausgebildete Lehrkräfte, so der Ministerpräsident: „Es ist in den letzten Jahren gelungen, Ausbildungsmöglichkeiten für muslimische Religionslehrerinnen und -lehrer an Hochschulen in Baden-Württemberg zu schaffen“. Ziel sei die Erhöhung der Studierendenzahlen, denn die jungen Leute würden für den Ausbau des Religionsunterrichts dringend gebraucht. Er betonte: „Wir müssen alle unseren Beitrag dazu leisten, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit junge Menschen im Studium der islamischen Theologie oder Religionspädagogik einen guten Weg für ihre berufliche Zukunft sehen.“

Mediathek: Bilder zum Herunterladen

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Ministerin Razavi mit den neuen Regierungsbaumeisterinnen und Regierungsbaumeistern 2026. V.l.: Manuel Riedlinger, David Maihöfer, Ministerin Nicole Razavi MdL, Annika Bauer, Johannes Martin Schöckle und Salome Cynthia Schwarz.
Städtebau

Regierungsbaumeisterinnen und -baumeister verabschiedet

Ein Schüler mit Schutzbrille und Handschuhen in einer Autowerkstatt
Schule

Neues Portal zum Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen

Gruppenbild auf der Bühne: Sozialminister Manne Lucha mit allen Preisträgern des Präventionspreises 2026
Gesundheit

Zwölf Projekte zur Gesundheits­prävention ausgezeichnet

Eine Schülerin meldet sich in einer Schule in Stuttgart während des Unterrichts.
Schule

Zahlen zum Potenzialtest und zur Unterrichtsversorgung

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl am Grab des früheren Ministerpräsidenten Lothar Späth auf dem Waldfriedhof in Stuttgart-Degerloch
Gedenken

Zehnter Todestag von Lothar Späth

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Prof. Dr. Hubert Klausmann (rechts) die Staufermedaille in Gold.
Auszeichnung

Staufermedaille in Gold an Prof. Dr. Hubert Klausmann

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Frau und Beruf

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

102 weitere Ganztagsschulen

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg