Integration

Pakt für Integration mit den Kommunen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Flüchtlingskind aus Syrien spielt in einem Kindergarten (Bild: © dpa).

Um die Kommunen bei der Integration von Geflüchteten zu unterstützen, stellt das Land ihnen in den kommenden beiden Jahren insgesamt 320 Millionen Euro zur Verfügung. Mit 180 Millionen Euro werden die Kommunen bei den Kosten für die Anschlussunterbringung der Flüchtlinge entlastet. Weitere 140 Millionen Euro fließen in konkrete Integrationsförderprogramme und -maßnahmen vor Ort. In einem Pakt für Integration will sich die Landesregierung mit den Kommunen über die genaue Ausgestaltung dieser Maßnahmen verständigen.

Die Verhandlungen mit den Kommunalen Landesverbänden zur inhaltlichen Ausgestaltung des Pakts sollen noch vor der Weihnachtspause aufgenommen werden. Das teilten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha nach der Sitzung des Ministerrats in Stuttgart mit.

Aus Geflüchteten sollen Mitbürgerinnen und Mitbürger werden

„Mit dem Pakt für Integration macht die Landesregierung deutlich, dass wir die Kommunen angesichts der außergewöhnlich hohen Flüchtlingszahlen im vergangen Jahr nicht damit allein lassen, diese vielen Menschen vor Ort zu integrieren. Wir stellen uns der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, aus untergebrachten Geflüchteten Mitbürgerinnen und Mitbürger zu machen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Das kann nur in engem Schulterschluss mit den Kommunen gelingen, dort, wo sich Einheimische und Flüchtlinge begegnen, wo Kinder zur Schule gehen und wo soziale Kontakte geknüpft werden.“

„Bildung und Spracherwerb, Berufsqualifikation und Arbeitsmarktintegration sowie echte gesellschaftliche Teilhabe sind nach unserer Auffassung unabdingbare Voraussetzungen für die gelingende Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und deren Akzeptanz durch die Gesellschaft. Damit dies aktuell bei den hohen Zugangszahlen in die Anschlussunterbringung gelingt, schaffen wir mit dem Pakt für Integration zusammen mit den Kommunen die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen und stellen sicher, dass die Flüchtlinge diese auch nutzen können“, erklärte Minister Manne Lucha. 

Was soll mit dem Pakt für Integration erreicht werden?

Die Landesregierung erhebe bei der Ausgestaltung der Integrationsmaßnahmen den Anspruch, auf den bestehenden Regelstrukturen aufzubauen und bestehende Lücken zu schließen, betonte Lucha. Auch wenn die Handlungsnotwendigkeiten vor Ort unterschiedlich ausgeprägt seien, müssten vergleichbare Standards bei den Integrationshilfen erreicht werden. Sichergestellt werden solle auch, dass die Maßnahmenpakete untereinander anschlussfähig und kompatibel seien.

Damit Geflüchtete mit Bleibeperspektive individuell dabei unterstützt werden, die vorhandenen Angebote der Integration wahrnehmen zu können, kündigte Minister Lucha an, im Pakt mit den Kommunen auch Mittel für sogenannte Case Manager im Integrationsbereich bereitstellen zu wollen. Zudem sollen die Case Manager Verständnis in den jeweiligen Gemeinden für die neuen Mitbürger schaffen. Hierbei sollen bereits vorhandene Beratungsstellen und Hilfestrukturen genutzt werden.

Ministerpräsident Kretschmann betonte abschließend: „Die Landesregierung geht mit dem klaren Ziel in die Verhandlungen mit den Städten und Gemeinden, dass die vereinbarten Maßnahmen Flüchtlinge in ihren Integrationsbemühungen unterstützen. Damit Integration gelingt, müssen sie in die Lage versetzt werden, für sich selbst und ihre Familien sorgen zu können. Das liegt nicht nur in ihrem eigenen Interesse, sondern auch im Interesse der gesamten Gesellschaft. Der Pakt für Integration und das darin enthaltene Maßnahmenbündel werden dazu ganz wesentlich beitragen.“

Weitere Meldungen

Links eine gelbe Fläche mit dem Landeswappen von Baden-Württemberg und schwarzer Schrift: „Verabschiedung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Live ab 11 Uhr.“ Rechts sitzt Winfried Kretschmann an einem Tisch, er trägt einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd und eine gemusterte Krawatte.
Ministerpräsident

Abschiedsveranstaltung für Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Ein Schild mit der Aufschrift „Flüchtlingserstaufnahmestelle“, im Hintergrund ein Fahrzeug an einer Einfahrt.
Migration

Vereinbarung zur Erstaufnahmeeinrichtung in Tübingen

Teilnehmende der Integrationsministerkonferenz 2026 sitzen in großer Runde an Konferenztisch, das Logo der IntMK ist auf eine große Leinwand projiziert.
Integration

Land setzt Impulse bei der Integrationsministerkonferenz

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Tadeusz Matacz (rechts) stehen vor Fahnen und präsentieren die Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Ehrentitel Professor an Tadeusz Matacz

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Dr. Edwin Ernst Weber (rechts) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Dr. Edwin Ernst Weber

Erläuterungen für Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) und Umweltministerin Thekla Walker (rechts)
Nationalpark

Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sitzt am Schreibtisch.
Ministerpräsident

Serenade zur Verabschiedung von Ministerpräsident Kretschmann

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl am Grab des früheren Ministerpräsidenten Lothar Späth auf dem Waldfriedhof in Stuttgart-Degerloch
Gedenken

Zehnter Todestag von Lothar Späth

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Prof. Dr. Hubert Klausmann (rechts) die Staufermedaille in Gold.
Auszeichnung

Staufermedaille in Gold an Prof. Dr. Hubert Klausmann

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Frau und Beruf

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026