Internationales

Baden-Württemberg in der Welt

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) im Gespräch mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau (r.) in Ottawa (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Baden-Württemberg pflegt vielfältige und nachhaltige Verbindungen in die ganze Welt. Die Außenwirtschaft und die internationalen Wissenschafts- und Forschungskooperationen sind für unseren Industrie- und Hochtechnologiestandort von überragender Bedeutung. Auch in Bildung und Kultur, in der Zivilgesellschaft und in weiteren Bereichen spielt der internationale Austausch eine wichtige Rolle. Die Landesregierung bekennt sich zu ihrer globalen Verantwortung und hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit internationalen Partnern den Klimaschutz zu stärken und die Entwicklungszusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Sowohl auf europäischer Ebene – etwa im Rahmen der Donauraumstrategie oder der Vier Motoren – als auch bei außereuropäischen Partnerschaften ist Baden-Württemberg ein verlässlicher Partner, der sich mit neuen Ideen den Herausforderungen der Globalisierung annimmt. Dabei werden Zukunftsthemen wie die Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, neue Mobilität, erneuerbare Energien, nachhaltige Stadtentwicklung oder ressourcensparende Maschinen und Produkte gezielt in den Fokus genommen.

Weltweite Partnerschaften und Kooperationen

Baden-Württemberg pflegt im Rahmen von insgesamt zwölf Landespartnerschaften eine intensive Zusammenarbeit mit Regionen aus allen Teilen der Welt. Im Vordergrund stehen dabei die nachhaltige internationale Vernetzung und konkrete Kooperationen, die gerade in einem Umfeld globaler Umwälzungen noch wichtiger werden. Das Land setzt sich dabei gezielt für den internationalen Dialog und gegen Abschottung und Protektionismus ein.

Das Land unterhält folgende Landespartnerschaften:

  • Partnerschaften mit China (Liaoning seit 1982 und Jiangsu 1986)
  • Partnerschaft mit Kanada (Ontario seit 1987)
  • Partnerschaft mit Japan (Kanagawa seit 1989)
  • Partnerschaft mit Burundi (seit Anfang der 80er Jahre)
  • Partnerschaft mit Südafrika (KwaZulu Natal seit 1996)
  • Partnerschaften mit der Russischen Föderation (Swerdlowsker Gebiet seit 1991, St. Petersburg seit 1998 und Moskau seit 2007)
  • Partnerschaft mit Polen (Woiwodschaft Łódzkie seit 2013)
  • Partnerschaft mit Indien (Maharashtra seit 2015)
  • Partnerschaft mit den USA (Kalifornien seit 2018)

Neben den Landespartnerschaften gibt es Verbindungen zu Ländern, die besonders eng sind. Dazu gehört die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Frankreich, Schweiz und Österreich.

Auch der Austausch und die Kooperation mit Israel sind der Landesregierung ein wichtiges Anliegen. Dazu gehören die Zusammenarbeit in der Wirtschaft und insbesondere in der Gründungsförderung, die Hochschul- und Forschungskooperation, die Bildungskooperation insbesondere in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie die Kultur-, Jugend- und Gedenkarbeit mit Yad Vashem. 2017 wurde die Nationalpark-Partnerschaft des Nationalparks Schwarzwald mit dem Mount Carmel National Park in Israel begründet.

Im Rahmen internationaler Gedenkarbeit unterhält das Land mit der Gemeinde Sant’Anna di Stazzema in Italien ebenfalls eine intensive Zusammenarbeit.

Ferner ist das Land an diversen Fachkooperationen und internationalen Netzwerken beteiligt. So haben Baden-Württemberg und Kalifornien 2015 zusammen mit zehn weiteren Gründungsmitgliedern das internationale Klimaschutzbündnis Under2Coalition initiiert. Die Under2Coalition ist eine Gruppe der subnationalen Ebene und repräsentiert Bundesstaaten, Länder, Regionen und Kommunen aus sechs Kontinenten, die sich eine ehrgeizige Klimaschutzpolitik zum gemeinsamen Ziel gesetzt hat. Grundlage ist ein von den Mitstreitern unterzeichnetes „Memorandum of Understanding“ (Under2 MOU) (PDF), dessen zentrale Zielvorgabe es ist, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf unter 2° Celsius zu begrenzen und mit dem Ziel, 1,5 Grad zu erreichen.

Von besonderer Bedeutung für das Land sind die transatlantischen Beziehungen, insbesondere der Austausch mit den USA und Kanada. Baden-Württemberg ist ein Schwerpunktland der Deutsch-Amerikanischen Einrichtungen, mit insgesamt vier von bundesweit zehn derartigen Einrichtungen:

Baden-Württemberg hat sich in den Jahren 2018 und 2019 am Deutschlandjahr in den USA unter dem Motto „Wunderbar together“ beteiligt.

Internationalisierung stärken

Für das Innovationsland Baden-Württemberg ist die internationale Vernetzung in Zeiten der Globalisierung von besonderer Bedeutung. Baden-Württemberg ist Exportland Nummer eins in Deutschland und der Außenhandel ist seit Jahren der stärkste Wirtschaftsmotor in unserem Land. Jeder dritte Arbeitsplatz in Baden-Württemberg hängt direkt oder indirekt vom Export ab. Forschung, Entwicklung und Innovation leben vom internationalen Austausch. Der Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg bietet eine international anerkannte Exzellenz und Vielfalt und ist weltweit bestens vernetzt. Ziel der Landesregierung ist es deshalb, die Internationalisierung gerade in diesen Zeiten grundlegender Umwälzungen im internationalen Umfeld zu fördern und zu stärken.

Die Baden-Württemberg International (bw-i) - Gesellschaft für internationale wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit mbH unterstützt Unternehmen bei der Erschließung von Auslandsmärkten und hat die Aufgabe, den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg weltweit optimal zu positionieren.

Das Land ist in mehreren strategisch wichtigen Partnerländern mit eigenen Auslandsrepräsentanzen vertreten, die insbesondere mittelständische Unternehmen beim Eintritt in neue Märkte bestmöglich unterstützen können. Dazu gehören:

Mit der Initiative zum Bau Deutscher Industrie- und Handelszentren (German Centres) wurde eine Möglichkeit gerade für kleine und mittlere Unternehmen geschaffen, sich auf weit entfernten und schwierigen Märkten zu etablieren. German Centres gibt es in Beijing, Mexiko-Stadt, Moskau, Schanghai, Singapur und Taicang.

Menschen spiegeln sich in einem Fenster mit einer europäischen Flagge im Europäischen Parlament (Bild: picture alliance/Olivier Hoslet/EPA/dpa)
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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) steht bei der Eröffnung der neuen Vertretung von Baden-Württemberg in London neben dem britischen Minister für Wirtschaft und Energie, Greg Hands (links), und Nicola Pinder (Mitte), Vertreterin von Baden-Württemberg in Großbritannien, auf der Bühne. Sie halten einen Schriftzug „ENG X LÄND“ in den Händen.
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Slowenischer Bienenstock für die Villa Reitzenstein

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Menschen spiegeln sich in einem Fenster mit einer europäischen Flagge im Europäischen Parlament (Bild: picture alliance/Olivier Hoslet/EPA/dpa)
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Zusätzlich 300.000 Schnelltests für Grenzpendler

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Nationalfahnen der EU-Mitgliedsstaaten sind vor dem Europäischen Parlament in Straßburg aufgezogen. (Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
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