Delegationsreise

Kretschmann zieht positive Bilanz der Balkanreise

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und der serbische Staatspräsident Aleksandar Vučić (r.) bei einer Pressekonferenz am 16. April 2018 in Belgrad
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) im Gespräch mit dem serbischen Staatspräsidenten Aleksandar Vučić am 16. April 2018 in Belgrad (M.)
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (2.v.l.) im Gespräch mit der serbischen Ministerpräsidentin Ana Brnabić (2.v.r.) am 17. April 2018 in Belgrad (Foto: © Büro der serbischen Premierministerin, Slobodan Miljevic)
v.l.n.r.: Staatssekretärin Theresa Schopper, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die serbische Ministerpräsidentin Ana Brnabić und Staatssekretär Stevan Nikčević bei der Sitzung der Gemischten Regierungskommission Baden-Württemberg/Serbien am 17. April 2018 in Belgrad
Sitzung der Gemischten Regierungskommission Baden-Württemberg/Serbien am 17. April 2018 in Belgrad
Ministerpräsident Winfried Kretschmann besichtigt am 17. April 2018 mit der Delegation das Bosch-Werk in Pećinci – Empfang durch Werkleiter Peter Richter
Gründung einer Arbeitsgruppe Digitalisierung des Schwerpunktbereichs „Wettbewerbsfähigkeit“ in der EU-Donauraumstrategie am 18. April 2018 in Zagreb
Feierliche Unterzeichnung der bilateralen Schulpartnerschaften des VET Schools Partnership Networks zwischen Kroatien und Baden-Württemberg am 18. April 2018 in Zagreb
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (M.) und die Delegation besuchen am 18. April 2018 den Wasserturm von Vukovar, der 1991 in der Schlacht um Vukovar beschädigt wurde und heute als Gedenkstädte ausgebaut wird.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (2.v.l.) und der Premierminister der Republik Kroatien, Andrej Plenkovic (l.) am 19. April 2018 in Zagreb
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (M.) und die Außenministerin der Republik Kroatien, Marija Pejčinović Burić (r.), am 19. April 2018 in Zagreb
Besichtigung der E-Fahrzeug-Manufaktur Rimac Automobili am 19. April 2018 in Sveta Nedelja
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) im Gespräch mit offiziellen Religionsvertretern aus Bosnien und Herzegowina in Sarajewo am 20. April 2018 in Sarajewo
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und der Vorsitzende des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Bakir Izetbegovic (r.), am 20.04.2018 in Sarajewo

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eine positive Bilanz seiner fünftägigen Reise nach Serbien, Kroatien und Bosnien und Herzegowina gezogen. Kooperationen seien weiter ausgebaut, Partnerschaften vertieft und der wirtschaftliche Austausch gestärkt worden. Der Westbalkan gehöre zu Europa, seine Länder in die Europäische Union.

Zum Abschluss seiner Delegationsreise nach Südosteuropa traf Ministerpräsident Kretschmann am heutigen Freitag (20. April 2018) in Sarajevo zu einem politischen Gespräch mit dem Vorsitzenden des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Bakir Izetbegovic, zusammen.

Zum Abschluss der Reise Besuch in Bosnien und Herzegowina

„Auch Bosnien und Herzegowina ist auf dem Weg in die EU, auch wenn weiterhin kontinuierliche Bemühungen nötig sind. Durch Kooperationen im Bereich der praxisorientierten Berufsbildung wollen wir Bosnien und Herzegowina auf diesem Weg begleiten, denn junge Menschen brauchen Zukunftschancen und Unternehmen gut ausgebildete Fachkräfte“, so Kretschmann. Man habe ein echtes Interesse an der Weiterentwicklung der Westbalkanstaaten und an einem EU-Beitritt dieser Länder. „Gleichzeitig gibt es klare Kriterien. Für einen EU-Beitritt von Bosnien und Herzegowina müssen umfassende Reformen angegangen und umgesetzt werden – insbesondere bei Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Grundrechten und Bekämpfung von Korruption.“

Bereits am Morgen traf Ministerpräsident Kretschmann mit offiziellen Religionsvertreterinnen und -vertretern aus Bosnien und Herzegowina zusammen: „In Bosnien und Herzegowina gibt es eine lange Tradition religiöser Vielfalt, die auch zum kulturellen Reichtum des Landes beiträgt. Deswegen bieten Religion und der interreligiöse Dialog auch Chancen, die Teilung des Landes zu überwinden und gegenseitiges Verständnis zu erzeugen“, so Kretschmann.

Am Donnerstag (19. April 2018) besuchte Kretschmann in Zagreb das Start-up-Unternehmen Rimac Automobiliti, das 2009 aus der Hobby-Garage des Gründers Mate Rimac entstand. Die Firma hat sich auf die Entwicklung und Produktion von elektrischen Hochleistungssportwagen, Antriebssystemen und Batterien spezialisiert. Als aufstrebendes Technologie Start-Up sei Rimac eine treibende Kraft und Pionier in der kroatischen Automobilindustrie, so Kretschmann. „Ihr elektrobetriebener Sportwagen verbindet Mut, Erfindergeist und Engagement.“

Kretschmann trifft kroatischen Premierminister

Daraufhin führte Kretschmann Gespräche mit dem Premierminister der Republik Kroatien, Andrej Plenkovic, der stellvertretenden Premierministerin und Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Handwerk, Martina Dalic, und der stellvertretenden Premierministerin und Außenministerin, Marijana Pejcinovic Buric. Kroatien und Baden-Württemberg verbinden sehr gute politische Beziehungen und eine intensive Zusammenarbeit. Baden-Württemberg pflegt intensive Wirtschaftsbeziehungen zu Kroatien, der gemeinsame Außenhandel steigt weiter. Außerdem haben beide Länder innerhalb der EU-Donauraumstrategie gemeinsam die Verantwortung für den Bereich „Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“ übernommen. „Ich bin sehr beeindruckt von den Reformplänen in Kroatien, die auch für Unternehmen große Chancen bieten“, sagte der Ministerpräsident. „Kroatien ist als jüngstes EU-Mitglied ein wichtiger Partner für die Integration und hat mit Blick auf den Westbalkan eine Schlüsselposition inne. Das Land ist ein Stabilitätsanker in der Region.“

Bereits am Mittwoch (18. April 2018) in Zagreb nahm Kretschmann an der Gründung der Arbeitsgruppe Digitalisierung des Bereichs „Wettbewerbsfähigkeit“ im Rahmen der EU-Donauraumstrategie mit Baden-Württemberg und Kroatien teil. „Die Digitalisierung ist das wirtschaftliche Zukunftsthema überhaupt“, so Ministerpräsident Kretschmann. „Für die Entwicklung des Donauraums, mit seinem wirtschaftlichen Gefälle und großem Potenzial, spielt dieses Thema natürlich eine Schlüsselrolle.“ Am gleichen Tag nahm die Delegation an der Unterzeichnung von drei Partnerschaften zwischen baden-württembergischen und kroatischen Berufsschulen teil. Im Rahmen der neuen Kooperation sollen Lehrkräfte im direkten Austausch voneinander lernen, wie Ausbildungsprogramme nach dem dualen Modell stärker an die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts vor Ort angepasst werden können.

Am Mittwochmorgen besuchte die Delegation den 1991 in der Schlacht um Vukovar zerstörten Wasserturm von Vukovar, der derzeit als Gedenkstätte ausgebaut wird. „Die EU wurde auch gegründet, um den Frieden in Europa zu schaffen und zu wahren. In dieser Region wird dies ganz besonders sichtbar. Dieser Wasserturm ist ein beeindruckendes Mahnmal gegen die Gräuel des Krieges. Er steht aber auch für Versöhnung, Annäherung und eine gemeinsame Zukunft in Europa. Von hier aus soll auch ein Zeichen der Versöhnung ausgehen“, so der Ministerpräsident.

Hervorragende Einblicke in vielfältige Region, Kooperationen ausgebaut

Kretschmann zog eine positive Bilanz seiner Delegationsreise nach Serbien, Kroatien und Bosnien und Herzegowina: „Meine Mitreisenden aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, Umwelt und Zivilgesellschaft konnten vor Ort hervorragende Einblicke in eine besonders vielfältige Region erlangen, in der vor noch nicht einmal 25 Jahren Krieg geführt wurde. In der verschiedene Ethnien das friedliche Zusammenleben wieder lernen mussten. Und in der sich die Länder auf einen europäischen Weg gemacht haben. Im Rahmen der Reise konnten wir die fruchtbare Kooperation in unseren Gemischten Regierungskommissionen und in der EU-Donauraumstrategie weiter ausbauen. Es wurden regionale und kommunale Partnerschaften vertieft, der wirtschaftliche Austausch gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen Hochschulen, Kulturschaffenden und der Zivilgesellschaft vorangebracht“, so Ministerpräsident Kretschmann.

Westbalkan gehört zu Europa, seine Länder in die Europäische Union

Die Länder des westlichen Balkans würden mitten in Europa liegen und dort auch ihre Zukunft sehen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Kroatien ist seit 2013 Mitglied der EU, mit Serbien wird verhandelt und Bosnien und Herzegowina hat vor zwei Jahren seinen Beitrittsantrag gestellt. Der Westbalkan ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch geostrategisch wichtig für Europa. Er gehört zu Europa und seine Länder in die Europäische Union.“

Mediathek: Bilder zum Herunterladen

Kretschmann trifft kroatischen Regierungschef

Kretschmann zu politischen Gesprächen in Serbien

Kretschmann reist nach Südosteuropa

Verdienstkreuz am Bande
  • Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz an Landrat Klaus Pavel

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bild: Dennis Williamson)
  • Kreisbesuch

Kretschmann besucht den Landkreis Waldshut

Ein Bio-Bauer bringt mit seinem Traktor und einem Tankwagen als Anhänger, die angefallende Jauche auf einer Wiese aus. (Bild: dpa)
  • Landwirtschaft

Weiterer Ausbau des ökologischen Landbaus

v.l.n.r.: Erzbischof Stephan Burger (Erzdiözese Freiburg), Staatsministerin Theresa Schopper, Landesbischof Dr. Frank Otfried July (Evangelische. Landeskirche Württemberg), Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh (Evangelische Landeskirche Baden) und Generalvikar Dr. Clemens Stroppel (Diözese Rottenburg-Stuttgart) (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Kirche

Kretschmann empfängt Bischöfe

  • Europa

Große Aufgaben gemeinsam angehen

Im Botanischen Garten in Karlsruhe spiegelt sich die Umgebung im Wasser eines Brunnens wieder.  (Bild: dpa)
  • Staatliche Schlösser und Gärten

Bio-Zertifizierung der Schlossgärtnerei im Schlossgarten Karlsruhe

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im öffentlichen Personennahverkehr: Zwei Straßenbahnwagen zwischen dem französischen Straßburg und dem baden-württembergischen Kehl am Rhein (Bild: dpa).
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Finanzierungsvereinbarung für Verbindung zwischen Freiburg und Colmar

Nationalfahnen der EU-Mitgliedsstaaten sind vor dem Europäischen Parlament in Straßburg aufgezogen. (Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
  • Europäische Union

Europaminister Wolf zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft

Zwei Personen unterhalten sich vor einem Laptop auf dem Start-up-Gipfel.
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Weiteres Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Start-ups und Mittelstand

Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg hält Abstrich eines Covid-19 Verdachtsfalles in der Hand.
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Landesregierung erweitert Teststrategie

Ein Demonstrant vor den Houses of Parliament, dem Westminster-Palast, schwenkt eine EU-Flagge und eine britische Flagge. (Bild: © dpa)
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Hoffmeister-Kraut: Harten Brexit vermeiden

Die Aufnahme zeigt das Atomkraftwerk in Fessenheim in Frankreich. (Foto: © dpa)
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Kernkraftwerk Fessenheim vor dem endgültigen Aus

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl im Gespräch mit den Einsatzkräften am vergangenen Wochenende in Stuttgart (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Inneres

Dank an Einsatzkräfte nach Ausschreitungen von Stuttgart

Ausschnitt der Landesflagge von Baden-Württemberg mit Wappen
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Viele Beschränkungen entfallen, viele Einzelverordnungen auch

Einheiten der Polizei stehen vor einem zerstörten Geschäft in der Königstraße. (Bild: © picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
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Konsequenzen aus den Ausschreitungen in Stuttgart

Ausschnitt der Landesflagge von Baden-Württemberg mit Wappen
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Landesregierung fasst Corona-Verordnung komplett neu

Grundschueler liest mit seinen Mitschuelern im Unterricht (Bild: © dpa).
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Schulalltag nach den Sommerferien

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident (Bild: dpa)
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Ministerpräsident Kretschmann zu den Ausschreitungen in Stuttgart

Diskussionen auf dem Kongress für Beteiligung (Bild: © Mario Wezel)
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Bundestag beschließt Bürgerrat

Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Landesgesundheitsamt in Stuttgart (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
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Gesundheitsämter sollen mehr Personal bekommen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bild: Dennis Williamson)
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Kretschmann besucht den Hohenlohekreis

Der stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl zusammen mit Ignazio Cassis, Außenminister der Schweiz. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
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Am deutsch-französischen Grenzübergang Kehl fahren Autos nach Deutschland.
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Ein Mann betrachtet auf einem Computermonitor die Elektronenmikroskopaufnahme eines MERS-Coronavirus, einem engen Verwandten des neuartigen Coronavirus. (Bild: Arne Dedert/dpa)
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In einem Stuttgarter Kindergarten gibt es Lasagne zum Mittagessen. (Bild: dpa)
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