Minderheiten

Land will Sinti und Roma weiter unterstützen

Gruppenbild mit Staatssekretärin Theresa Schopper (vorne Mitte) anlässlich der fünften Sitzung des Rates für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg am 19. Oktober 2017 in der Villa Reitzenstein in Stuttgart

Die Landesregierung will die Minderheit der Sinti und Roma im Land weiter unterstützen. Die ersten Beratungen über einen neuen Staatsvertrag seien auf einem guten Weg, sagte Staatssekretärin Theresa Schopper anlässlich der fünften Sitzung des Rates für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg.

Ende 2018 wird der erste Staatsvertrag zwischen der Landesregierung und dem Verband deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V. (VDSR-BW) auslaufen. „In den vergangenen vier Jahren haben die Landesregierung und der VDSR-BW eine gute und ergebnisorientierte Zusammenarbeit etabliert. Die Landesregierung steht zu ihrer Verpflichtung, die anerkannte Minderheit der Sinti und Roma im Land zu unterstützen. Wir werden diese Unterstützung in Form eines neuen Staatsvertrages fortsetzen und sind bei den ersten Beratungen auf einem guten Weg“, kündigte Staatssekretärin Theresa Schopper in der fünften Sitzung des Rates für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg an. Bereits im jetzigen Staatsvertrag sei festgehalten, dass eine gemeinsame Anschlussregelung gefunden werden soll. Der Rat für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg wurde auf Grundlage des Staatsvertrags eingerichtet. „Der Rat hat sich bewährt, er ist ein wichtiger Ort des Austausches und Impulsgeber neuer Ideen. Wir gehen davon aus, dass ein solches Gremium auch Bestandteil eines neuen Staatsvertrags sein wird“, so der Vorsitzende des VDSR-BW, Daniel Strauß.

Erste Beratungen über neuen Staatsvertrag auf gutem Weg

Ein wichtiges Ziel des jetzigen Staatsvertrages konnte dieses Jahr umgesetzt werden: Im Juli 2017 wurde die Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg offiziell eröffnet. „Die Einrichtung der Forschungsstelle geht nicht zuletzt auf die Arbeit des Rates zurück“, so Staatssekretärin Schopper. In der fünften Sitzung des Rates waren der Leiter der neuen Forschungsstelle, Prof. Dr. Wolfrum, und zwei Mitarbeitende zu Gast, um die Arbeit der Forschungsstelle vorzustellen. Staatssekretärin Schopper betonte, wie wichtig es sei, dass diese Forschungsstelle zum Thema Antiziganismus an einer Universität angesiedelt ist. „Antiziganismus ist ein Thema, das nicht nur die Minderheit betrifft, es geht uns als ganze Gesellschaft an. Und so muss es auch bearbeitet und erforscht werden. Dafür ist die Universität der richtige Ort. Wir sind gespannt auf die weitere Arbeit der Forschungsstelle und werden sie mit Interesse verfolgen“, sagte Staatssekretärin Schopper.

Weitere Informationen

In Deutschland leben vier anerkannte nationale Minderheiten: die deutschen Dänen, die friesische Volksgruppe, die Sorben und Wenden sowie die deut-schen Sinti und Roma. Allen gemeinsam ist, dass sie eine eigene Sprache, Kultur und Geschichte besitzen und schon seit Jahrhunderten in Deutschland heimisch sind. Nach dem föderalen System in Deutschland sind insbesondere die Bundesländer dafür zuständig, die Kultur, Sprache und Identität der auf ihrem Gebiet lebenden Minderheiten zu fördern.

Baden-Württemberg hat im November 2013 als erstes Bundesland einen Staatsvertrag mit den deutschen Sinti und Roma geschlossen, der die Anerken-nung und Förderung auf eine rechtsverbindliche Grundlage stellt.

Das durch einen Staatsvertrag zwischen der Landesregierung und dem Verband deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg e.V. geschaffene Gremium des Rats für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma ist mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg sowie der Ministerien, mit Abgeordneten des Landtags sowie einem Vertreter der Kommunalen Landesverbände besetzt und soll die Zusammenarbeit zwischen der Minderheit der Sinti und Roma und dem Land stärken.

Staatsministerium: Zusammenarbeit mit den deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, spricht während der 105. Sitzung des 16. Landtags von Baden-Württemberg. (Bild: © picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • Nachtragshaushalt

Gestärkt aus der Krise kommen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei einem Interview (Bild: © picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • Kreisbesuch

Kretschmann besucht Landkreis Sigmaringen

Amsel mit einem ICARUS-Sender (Bild: © picture alliance/-/MPI für Ornithologie/MaxCine/dpa)
  • Forschung

60 Millionen Euro für Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bild: e-mobil BW / Studio KD Busch)
  • Interview

„Ich sorge mich um die Zulieferer“

Euro-Banknoten (Foto: © dpa)
  • Haushalt

Kabinett beschließt zweiten Nachtragshaushalt 2020/21

Flagge mit Landeswappen
  • Coronavirus

Änderungen der Corona-Verordnung ab 30. September

Einheiten der Polizei stehen vor einem zerstörten Geschäft in der Königstraße. (Bild: © picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
  • Polizei

Bericht zu den Stuttgarter Ausschreitungen

Eine Hand hält ein Sparschwein vor einer Solaranlage auf einer Wiese.
  • Finanzmarkt

Anleihen für ökologisch nachhaltige Projekte

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bild: Dennis Williamson)
  • Kreisbesuch

Kretschmann besucht den Rhein-Neckar-Kreis

Symbolbild: Schafe grasen neben einem großen Feld mit Solaranlagen. (Bild: Julian Stratenschulte / dpa)
  • Energiewende

Baden-Württemberg tritt Allianz zum Ende der Kohleverstromung bei

v.l.n.r.: Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG, Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender der EnBW, Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, und Brigitte Dahlbender (Video), Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Baden-Württemberg (Bild: e-mobil BW / Studio KD Busch)
  • Mobilität

Strategiedialog Automobilwirtschaft zieht positive Zwischenbilanz

Innenminister Thomas Strobl (r.) mit Klaus Danner (l.), Ombudsperson für die Flüchtlingserstaufnahme in Baden-Württemberg, bei der Übergabe des fünften Tätigkeitsberichts (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
  • Migration

Tätigkeitsbericht der Ombudsstelle für die Flüchtlingserstaufnahme

Ein Kind sitzt in einem provisorischen Zelt entlang einer Straße welche von Moria nach Mytilene führt. (Bild: picture alliance/Petros Giannakouris/AP/dpa)
  • Integration

Landesbeirat für Integration begrüßt Entscheidung der Bundesregierung

Eine Asylbewerberin trägt ihr kleines Kind auf dem Arm. (Bild: dpa)
  • Migration

Strobl begrüßt Asylverfahren an EU-Außengrenze

Frau in einem Labor zeigt Test für das neue Coronavirus
  • Coronavirus

Land wappnet sich für mögliche zweite Corona-Welle

Ein Integrationsmanager erarbeitet mit zwei jugendlichen Flüchtlingen aus Eritrea Bewerbungsschreiben. (Foto: © dpa)
  • Integration

Zahlen, Daten und Fakten zur Integrationspolitik

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (M.), Verkehrsminister Winfried Hermann (l.) und EnBW-Chef Frank Mastiaux (r.) bei der Eröffnung des ersten urbanen Schnellladeparks für Elektroautos in Deutschland (Bild: picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
  • Elektromobilität

Erster urbaner Schnellladepark eröffnet

Besucher nehmen an der Auftaktveranstaltung der Forschungsoffensive Cyber Valley teil. (Bild: © dpa)
  • Digitalisierung

Virtuelle Führung durch Cyber Valley

Das Logo des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg
  • Strategiedialog Automobilwirtschaft

Zwischenbilanz des Strategie­dialogs Automobilwirtschaft

Eine Reiserückkehrerin, die in Polen war, lässt sich in einer Covid-19-Teststation am Hauptbahnhof von einem Arzt testen. Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen baut Baden-Württemberg seine Teststationen für Urlaubsrückkehrer im Land aus.
  • Coronatests

Mehr Testmöglichkeiten für Reiserückkehrer

Staatssekretär Dr. Andre Baumann (Bild: Vertretung des Landes beim Bund)
  • Sommertour

Staatssekretär Andre Baumann auf Sommertour

Ausschnitt der Landesflagge von Baden-Württemberg mit Wappen
  • Coronavirus

Änderung der Corona-Verordnung zum 6. August

Eine Hand hält eine Aufenthaltsgestattung. (Foto: © dpa)
  • Migration

14. Tätigkeitsbericht der Härtefallkommission vorgestellt

Mitarbeiter arbeiten im Corona-Testzentrum am Stuttgarter Flughafen. (Bild: © picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • Coronavirus

Land weitet Tests für Reiserückkehrer aus

Logo des Kompetenzzentrums gegen Extremismus in Baden-Württemberg.
  • Extremismus

Konex baut Ausstiegsberatung aus