Auszeichnung

Verdienstkreuz am Bande für Margot Kuon

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Staatsminister Klaus-Peter Murawski (l.) und Margot Kuon (r.)

Staatsminister Klaus-Peter Murawski hat Margot Kuon das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht und ihr herausragendes Engagement und ihrer aufopfernde Hilfe für neurologisch erkrankte Kinder und deren Familien gewürdigt.

„Margot Kuon engagiert sich seit über zwei Jahrzehnten in herausragender Weise für neurologisch erkrankte Kinder und deren Familien“, sagte Staatsminister Klaus-Peter Murawski anlässlich der Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Margot Kuon in der Villa Reitzenstein in Stuttgart.

Herausragendes Engagement und aufopfernde Hilfe

Was es bedeute ein Kind mit einer neurologischen Erkrankung zu haben, es zu versorgen, zu pflegen und ihm rundum die besten Voraussetzungen zu geben, kenne Margot Kuon aufgrund ihres neurologisch erkrankten Sohnes persönlich. „Als betroffene Mutter rief Margot Kuon 1996 auf Initiative des damaligen Klinikseelsorgers im Olgahospital den Förderverein F.U.N.K. e.V. ins Leben, um betroffenen Kindern und deren Familien zu helfen und vor allem deren krankheitsbedingter sozialer Isolierung entgegenzuwirken“, so Murawski. „Als erste Vorsitzende prägt sie seither den Verein und gibt der Thematik ein authentisches Gesicht.“ 

Immer standen die Verbesserung der Situation der Kinder auf der neurologischen Kinderstation und die Unterstützung der Kinder und ihrer Familien im häuslichen Umfeld sowie im Kindergarten, in der Schule, in Ausbildung und im Beruf im Mittelpunkt. „Da Margot Kuon weiß, wie es sich anfühlt, kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, war ihr auch wichtig, dass der Verein eine Anlaufstation, eine Kontaktstelle sowie eine Plattform zum Erfahrungsaustausch ist“, betonte der Staatsminister. Dank Kuons Engagement unterstütze der Verein seit nunmehr 20 Jahren die Neuropädiatrie mit medizinischen Geräten, Spielmaterial oder einer Elternfachbibliothek und finanziere die Stelle einer psychosozialen Kraft auf der neurologische Kinderstation des „Olgäles“ mit und setze sich zudem für eine Psychologenstelle ein, so Murawski. 

Neben der Vereinsorganisation und der Kooperation mit der Klinikleitung und der neurologischen Abteilung des Olgahospitals erweiterte Margot Kuon die Aktivitäten des Vereins mit dem Aufbau eines Netzwerkes zu anderen Selbsthilfegruppen und gründete die Trauergruppe „Hören, Erinnern, Reden“. Darüber hinaus sei sie beispielsweise auch für den Aufbau einer Betroffenenkartei oder die Einrichtung eines Elterncafés sowie einer Elternakademie verantwortlich. Sie initiierte zudem das Projekt Elternmentoren, bei dem sich insbesondere Eltern mit Migrationshintergrund gegenseitig unterstützen. „Der Veranstaltungskalender des Vereins ist mit den unterschiedlichsten Terminen wie Benefizveranstaltungen, Vorträgen oder Kinderfesten prall gefüllt“, sagte Murawski. „Durch ihren Einsatz wurden viele Spendengelder gesammelt.“ 

Aktuell kümmere sich Margot Kuon um das Thema „Volljährig werden mit Behinderung“ und damit auch verbunden um die Folgebetreuung behinderter junger Erwachsener, die weder von Kinderärzten noch dem Olgahospital weiter betreut werden dürfen. „Zu Verbesserung dieser Situation baut sie beispielsweise ein Netzwerk zwischen Krankenkassen, Ärzten und der Gesundheitspolitik auf“, so der Staatsminister. Daneben wirke sie als Mitglied im Medizinischen Beirat. „Ihre Menschlichkeit, ihr Engagement und ihre Hilfe sind für die betroffenen Kinder und deren Familien oftmals der berühmte Strohhalm zum Festhalten. Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und der Hoffnung, dass Margot Kuon noch viele Jahre weiter helfen kann“, so Staatsminister Murawski zu Frau Kuon.

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