Erneuerbare Energien

Trendwende beim Windkraft-Ausbau im Land

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann steht bei einer Besichtigung einer Baustelle einer Windkraftanlage vor einem schon gebauten Windrad.

Aufbruchstimmung beim Windkraft-Ausbau in Baden-Württemberg: Das Land hat die Planungs- und Genehmigungsverfahren massiv beschleunigt, wie das Windpark-Projekt Sulzbach-Laufen beispielhaft zeigt. Aktuell sind mehr als 400 Windkraftanlagen auf dem Weg. Das Potential für die kommenden Jahre ist groß.

Bei einem Besuch des Windpark-Projekts Sulzbach-Laufen im Landkreis Schwäbisch-Hall haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltministerin Thekla Walker am Montag, 22. Mai 2023, über die Fortschritte beim Windkraftausbau im Land informiert. Das Genehmigungsverfahren für die Anlage konnte von der Antragstellung bis zur Erteilung der Genehmigung durch das Landratsamt Schwäbisch Hall in einer Rekordzeit von acht Monaten abgeschlossen werden. Ein Schlüssel dazu war unter anderem die sehr frühe Beteiligung und Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in das Projekt. Der Windpark soll ab Sommer 2024 mit insgesamt sieben Windrädern betrieben werden.

Mehr als 400 Windkraftanlagen in der Pipeline

„Der Windpark hier ist kein Einzelfall. Wir sehen an den Zahlen aus dem ganzen Land: Der Wind hat sich gedreht. Die Trendwende bei der Windkraft ist da“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Das schlage sich in den Projektzahlen im Land sichtbar nieder: „Aktuell sind rund 100 Anlagen genehmigt, aber noch nicht am Netz. 133 Anlagen sind aktuell im Genehmigungsverfahren, 178 Anlagen befinden sich im Stadium der Projektvorstellung – sie wurden also den Genehmigungsbehörden bereits vorgestellt. Zusammen sind das mehr als 400 Windkraftanlagen, die aktuell in der Pipeline sind.“ Das zeigt, dass vor Ort in vielen Gemeinden und Landkreisen ein richtiger Aufbruch da ist, es gibt jetzt einen richtigen Wettbewerb.

Das Projekt zeige beispielhaft, wie die veränderten Rahmenbedingungen in der Praxis Niederschlag finden. Bis auf ein Teilgrundstück der Gemeinde Sulzbach-Laufen befinden sich alle Flurstücke im Staatswald. Ein weiteres Beispiel für die Beschleunigung, denn die Bereitstellung von Flächen sei ein zentraler Teil der Windkraftoffensive im Land. Kretschmann: „Wir in Baden-Württemberg reservieren zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft und Freiflächenphotovoltaik, haben eine Vermarktungsoffensive für Windkraftanlagen im Staatswald gestartet, und stellen auf diese Weise schon fast 7.000 zusätzliche Hektar für Windkraft bereit – auf denen bis zu 340 neue Windkraftanlagen entstehen können.“

Auch Umweltministerin Thekla Walker betonte: „Das Potential für die kommenden Jahre ist groß. Man erkennt, dass Erneuerbare Energien ein zentraler Wirtschaftszweig mit regionaler Wertschöpfung für unser Land werden können: ein starkes Rückgrat unserer Wirtschaft. Es herrscht Aufbruchsstimmung bei den Projektierern. Diese Aufbruchsstimmung tragen wir nun auch in die Behörden.“

Planungs- und Genehmigungsverfahren massiv beschleunigt

Darüber hinaus habe das Land mit der Task-Force die Planungs- und Genehmigungsverfahren massiv beschleunigt: „Wir haben die Genehmigungsverfahren digitalisiert, das Widerspruchsverfahren abgeschafft. Landschaftsschutzgebiete und Grünzüge für Erneuerbare Energien geöffnet. Und insgesamt 60 weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht. So haben wir bürokratische Hürden aus dem Weg geräumt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein Beschleunigungseffekt von gut dreieinhalb Jahren. Also eine Halbierung der Planungs- und Genehmigungsdauer für Windkraftanlagen. Das ist ein gutes Stück Arbeit gewesen“, so Kretschmann.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Windenergie

Staatsministerium: Task Force Erneuerbare Energien

Mediathek: Bilder zum Herunterladen

Pressemitteilung vom 13. Juni 2023: Erfolgreicher Abschluss der Task Force Erneuerbare Energien

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