Auslandsreise

Kretschmann auf Delegationsreise in Spanien

Gruppenbild der Delegation mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor der Deutschen Botschaft in Madrid
Gruppenbild der Delegation vor der Deutschen Botschaft in Madrid

Ministerpräsident Winfried Kretschmann startet am Montag (26. Mai 2014) seine Delegationsreise nach Spanien. „Spanien und Baden-Württemberg haben viele  politische und wirtschaftliche Verbindungen und arbeiten auch im Bereich von Bildung, Wissenschaft und Kultur zusammen“, sagte Kretschmann am Tag vor seinem Abflug in Stuttgart. „Als Freunde und Partner im zusammenwachsenden Europa wollen wir den Austausch vertiefen und weitere Felder sinnvoller Kooperation erschließen.“

„Auch wenn die spanische Wirtschaft sich erfreulicherweise etwas erholt hat und der Reformkurs und die Konsolidierungsbemühungen der spanischen Regierung Wirkung zeigen, sind die Arbeitslosenzahlen noch erschreckend hoch. Vor allem die extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit bereitet große Sorgen“, so Kretschmann. „Wir wollen deshalb die Zusammenarbeit mit Spanien bei den Themen Bildung und Duale Ausbildung weiter vertiefen sowie die grenzüberschreitende Arbeits- und Ausbildungsmobilität zwischen Spanien und Baden-Württemberg ausbauen. Die Reise soll auch ein wichtiges Zeichen der Solidarität an unsere spanischen Partner und Freunde sein“, sagte der Ministerpräsident. Und weiter: „Die Zukunft der Automobilwirtschaft und der Mobilität sind weitere zentrale Themen der Reise. Der wirtschaftliche Austausch in der Automobil- und Zulieferindustrie zwischen Spanien und Baden-Württemberg ist eng, in Spanien sind zahlreiche baden-württembergische und deutsche Unternehmen vertreten. Spanien gehört zu den wichtigsten Automobilstandorten in Europa, Absatz und Zahl der Beschäftigten in der Produktion sind im ersten Quartal 2014 gestiegen. Wir werden uns deshalb auch über jene Herausforderungen und vor allem Chancen austauschen, die sich Politik und Wirtschaft im Hinblick auf nachhaltige Mobilität bieten.“

Entsprechend den Schwerpunkten der Reise wird Ministerpräsident Kretschmann von einer hochrangigen Delegation begleitet. Aus seinem Kabinett nehmen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Integrationsministerin Bilkay Öney an der Reise teil. Auch Vertreterinnen und Vertreter des Landtags reisen mit nach Spanien: Josef Frey (Grüne), Rita Haller-Haid (SPD) und Dr. Friedrich Bullinger (FDP/DVP) gehören der Delegation an, ebenso wie 16 Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft sowie von Hochschulen, Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen.

Politische Gespräche und Baden-Württemberg-Tage in Madrid

Zum Auftakt seiner Reise kommt Ministerpräsident Kretschmann am Dienstag (27. Mai 2014) in Madrid unter anderem mit dem spanischen Minister für Industrie und Tourismus José Manuel Soria und der Staatssekretärin für Bildung Montserrat Gomendio Kindelan zu Gesprächen zusammen. Weitere Gespräche sind mit dem stellvertretenden Senatspräsidenten Juan José Lucas Giménez, dem Präsidenten der Autonomen Gemeinschaft Madrid Ignacio González und der Madrider Stadtpräsidentin Ana Botella vorgesehen. Auch ein Besuch im Museo Reina Sofía, das Pablo Picassos berühmtes Antikriegsbild „Guernica“ beherbergt, steht auf dem Programm. Nach einem Konzert der Stuttgarter Vocalsolisten wird der Ministerpräsident am Abend zusammen mit dem deutschen Botschafter in Spanien, Reinhard Silberberg, die „Baden-Württemberg-Tage“ eröffnen, die von der Deutschen Botschaft in Madrid über vier Tage hinweg veranstaltet werden. „Mit den ‚Baden-Württemberg-Tagen‘ werden unser Land, seine Vielfalt und seine Stärken hervorragend präsentiert. Dazu gehören neben unserer Wirtschaftskraft, Bildung und Ausbildung auch Kultur und Tradition. Das werden die am Eröffnungsabend vertretenen Regionen Hochschwarzwald und Baden-Baden sicherlich unter Beweis stellen“, sagte Kretschmann.

Für Mittwoch (28. Mai 2014) ist ein Besuch bei der deutschen Auslandsberufsschule (FEDA) in Madrid geplant. Hier wird ein Schulpartnerschaftsvertrag zwischen der FEDA und der Kaufmännischen Schule 1 in Stuttgart unterzeichnet. „Die Duale Ausbildung ist ein Erfolgsmodell, sie ist für Baden-Württemberg eine wichtige Basis unserer Wirtschaftsstärke und bietet auch für Spanien große Chancen. Diese praxisnahe und marktorientierte Form der Ausbildung wird durch die Schulpartnerschaft in Spanien weiter bekannt gemacht und gestärkt“, betonte der Ministerpräsident. Beschäftigungschancen durch Bildung und Arbeitsmobilität stehen auch bei einem Vortrag von Ministerpräsident Kretschmann auf einer Veranstaltung der Außenhandelskammer im Mittelpunkt. Am Nachmittag wird der Ministerpräsident zudem den Fertigungsstandort von Bosch in Madrid besuchen und sich einen Eindruck vom Produktionsstandort für Sensoren für Airbags und Einparksysteme verschaffen. Am Abend hält der Ministerpräsident einen Impulsvortrag zur Zukunft der Automobilwirtschaft. „Jeder vierte Arbeitsplatz bei uns im Land hängt von der Automobilindustrie ab. Die Frage nach der Mobilität von morgen ist für uns also eine zentrale Zukunftsfrage. Daher spielen auch im Rahmen unserer Partnerschaft mit Spanien Mobilitätsfragen eine Schlüsselrolle“, so der Ministerpräsident im Vorfeld.

Besuch in der Partnerregion Katalonien

Am Donnerstag (29. Mai 2014) reisen der Ministerpräsident und die Delegation weiter nach Barcelona, um mit dem Präsidenten der Generalitat de Catalunya, Artur Mas, zusammenzutreffen. Kretschmann: „Seit mehr als 25 Jahren arbeiten Baden-Württemberg und Katalonien im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft ‚Vier Motoren für Europa‘ intensiv zusammen. Es freut mich daher besonders, dass wir mit unserer Partnerregion eine Kooperationsvereinbarung zum Thema Arbeitsmobilität unterzeichnen werden. Diese wird insbesondere von der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg aktiv unterstützt und mitgestaltet.“ Zum Abschluss seiner Reise trifft Ministerpräsident Kretschmann noch Vertreterinnen und Vertreter der grünen Partei Kataloniens.

Aktuelle Bilder der Delegationsreise finden Sie in unserer Mediathek

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Vorstellung des ersten Start-up Atlas im Land

Eine Fähre legt im Sonnenaufgang auf dem Bodensee ab.
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Keine Taktverdichtung bei der Fähre Friedrichshafen-Romanshorn

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Radfahrer fahren auf dem neuen Radschnellweg zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart (Bild: picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
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