Europa

Hassler auf Delegationsreise in Mailand

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Europastaatssekretär Florian Hassler (Mitte) mit dem Präsidenten der Region Lombardei, Attilio Fontana (vierter von links), und der Delegation
Europastaatssekretär Florian Hassler (Mitte) mit dem Präsidenten der Region Lombardei, Attilio Fontana (vierter von links), und der Delegation

Anlässlich der baden-württembergischen Präsidentschaft der „Vier Motoren für Europa“ besucht Europastaatssekretär Florian Hassler zusammen mit einer Delegation die Partnerregion Lombardei. Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Transformation und der Kampf gegen den Klimawandel.

Aus Anlass der Präsidentschaft der Vier Motoren für Europa ist der Staatssekretär für politische Koordinierung und Europa im Staatsministerium, Florian Hassler, am Dienstag, 14. November 2023, zu einer Delegationsreise nach Mailand aufgebrochen, in die Hauptstadt der Partnerregion Lombardei. Im Fokus stehen die für die beiden Automobilstandorte zentralen Herausforderungen als Transformationsregionen.

An der dreitägigen Reise nehmen auch Finanzminister Dr. Danyal Bayaz und der Staatsekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Dr. Patrick Rapp, teil. Zudem reisen die Mitglieder des Landtags Willi Stächele (CDU), Andrea Bogner-Unden (Grüne) und Frank Bonath (FDP) mit.

Wirtschaftliche Transformation voranbringen und Klimawandel wirksam begegnen

„Die Lombardei und Baden-Württemberg verbindet seit Jahrzehnten eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen wir unseren Kontinent gut für die Zukunft aufstellen“, so Staatssekretär Hassler. „Deswegen müssen wir auch auf der Ebene der Regionen miteinander sprechen und voneinander lernen. Damit wir die wirtschaftliche Transformation voranbringen und dem Klimawandel wirksam begegnen.“

„Der regelmäßige Austausch ist ein wesentlicher Aspekt einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Mit der im Rahmen der baden-württembergischen Präsidentschaft im Netzwerk der Vier Motoren für Europa durchgeführten Incoming-Mission haben wir einen wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zur weiteren Verstärkung der Zusammenarbeit der Regionen genommen. Mit unserem Besuch in Mailand knüpfen wir nun daran an“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rapp. „Themen wie die Transformation der Wirtschaft und die Potentiale neuer Technologien müssen von den wirtschaftsstarken Regionen gemeinsam angegangen und Synergien genutzt werden. Nur so können wir die vorhandenen Vorteile für unsere Regionen und Europa effektiv nutzen.“

Politische Gespräche mit Präsidenten der Region und dem Regionalrat

Am Mittwoch, 15. November 2023, traf die Delegation zusammen mit dem Präsidenten der Region Lombardei Attilio Fontana, dem Vizepräsidenten Marco Alparone und dem Minister für wirtschaftliche Entwicklung Guido Guidesi sowie mit Vertretern des Regionalrats der Lombardei. Als industrie- und forschungsstarke Regionen sind die Lombardei und Baden-Württemberg bei der Digitalisierung und die Dekarbonisierung der Industrie besonders gefordert. Beide Seiten waren sich einig, dass gerade über das Netzwerk der Vier Motoren für Europa die gemeinsamen Interessen gebündelt und vorgetragen werden können. Transformationsregionen wie Baden-Württemberg und die Lombardei sollten etwa bei der Förder- und Kohäsionspolitik der Europäischen Union (EU) stärker berücksichtigt werden.

Am Nachmittag kommt die Delegation zu einem Gespräch mit der Direktorin Stakeholder Engagement der italienischen Großbank und Holding von Finanzdienstleistungsunternehmen UniCredit, Joanna Carss, zusammen.

2.500 Quadratmeter großes Demozentrum simuliert digitale Fabrik

Am Donnerstag, 16. November 2023, werden die Staatssekretäre Hassler und Dr. Rapp das MADE Competence Center Industria 4.0 besuchen. In dem 2.500 Quadratmeter großen Demozentrum wird eine digitale didaktische Fabrik simuliert. Es wurde vom italienischen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung gegründet, um Schulungs- und Technologietransferprojekte zu Fragen der Industrie 4.0 durchzuführen. MADE arbeitet zusammen mit dem Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, der Universität Stuttgart und dem Stuttgarter Forschungscampus ARENA2036 in dem EU-Projekt AI Matters. Außerdem sind auch baden-württembergische Unternehmen beteiligt. „Einrichtungen wie MADE sind wichtig, damit wir den technologischen Wandel in der Industrie selber gestalten“, so Florian Hassler. „Wir brauchen einen Markt, der nicht nur nach Amerika und China schielt, sondern Produkte nachfragt, die in Europa entwickelt werden.“

Am Nachmittag werden sich Florian Hassler und Dr. Patrick Rapp zusammen mit dem Landschaftsarchitekten und CEO des Architektur- und Planungsbüros LAND, Andreas Kipar, auf einen Stadtrundgang begeben. Dabei soll verdeutlicht werden, wie städtebauliche und infrastrukturelle Aspekte nachhaltig zusammengeführt werden können.

Gemeinsamer Kampf gegen Finanzkriminalität

Derweil wird sich Finanzminister Dr. Bayaz mit Vertreterinnen und Vertretern der Guardia di Finanza zu Gesprächen zum Thema Finanzkriminalität treffen. „Im Kampf gegen Finanzkriminalität ist ein gutes Zusammenspiel zwischen Bund und Ländern zentral. Auch auf die europäische Zusammenarbeit kommt es an“, so Dr. Danyal Bayaz. „Die geplante Errichtung der Bundesoberbehörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität kann ein Schritt sein, um in unserem föderalen System besser zu werden. Die italienische Guardia di Finanza zeigt, wie ein effektives Vorgehen gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung aussieht. Davon wollen wir lernen.“

Vier Motoren für Europa

Das Netzwerk der Vier Motoren für Europa wurde am 9. September 1988 gegründet. Hier bündeln die Regionen Lombardei (Italien), Katalonien (Spanien), Auvergne-Rhône-Alpes (Frankreich) und Baden-Württemberg ihre Interessen. In einer Zeit intensiver europäischer Einigungsprozesse und der Schaffung des europäischen Binnenmarkts hatten die Gründungsväter der Vier Motoren für Europa die Bedeutung der regionalen Ebene im europäischen Integrationsprozess erkannt. Die Vier Motoren für Europa verstehen ihre Kooperation auch als Beitrag zur Entwicklung der EU.

Weitere Meldungen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl am Grab des früheren Ministerpräsidenten Lothar Späth auf dem Waldfriedhof in Stuttgart-Degerloch
Gedenken

Zehnter Todestag von Lothar Späth

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Prof. Dr. Hubert Klausmann (rechts) die Staufermedaille in Gold.
Auszeichnung

Staufermedaille in Gold an Prof. Dr. Hubert Klausmann

von links nach rechts: Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, Landrat Dr. Achim Brötel, Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Präsident des Städtetages Baden-Württemberg
Digitalisierung

Schnellere Digitalisierung der Verwaltung

Grafik Baulicher Holzschutz
Bauökologie

Abendvorlesung zum baulichen Holzschutz

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Frau und Beruf

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Eltern sitzen mit ihren beiden Kindern im Wohnzimmer (Bild: © dpa).
Familie

Ideenwettbewerb für Familienleben gestartet

Ostplatz in Heidenheim
Städtebauförderung

Ausschreibung für Landes-SIQ startet

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

102 weitere Ganztagsschulen

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs