Europa

Forderungen des Landes an die neue Europäische Kommission

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Menschen spiegeln sich in einem Fenster mit einer europäischen Flagge im Europäischen Parlament (Bild: picture alliance/Olivier Hoslet/EPA/dpa)

Baden-Württemberg bringt sich bereits frühzeitig mit einer ganzen Reihe wichtiger Zukunftsthemen auf europäischer Ebene ein. Dazu hat die Landesregierung ein Positionspapier mit zentralen Anliegen an die neue Europäische Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen beschlossen.

Die Landesregierung hat ein Positionspapier beschlossen, das Forderungen an die neue Europäische Kommission beinhaltet. Mit dem Positionspapier sollen zentrale Anliegen der Landesregierung an die neue EU-Kommission mit Ursula von der Leyen an der Spitze herangetragen werden, die am gestrigen Montag ihre Arbeit aufgenommen hat.

Baden-Württemberg besonders auf handlungsfähige EU angewiesen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats: „Baden-Württemberg ist in besonderer Weise auf eine handlungsfähige Europäische Union angewiesen. Deshalb bringen wir uns bereits frühzeitig mit einer ganzen Reihe wichtiger Zukunftsthemen auf europäischer Ebene ein.“ Gemeinsam mit Bürgerinnern und Bürger sowie Expertinnen und Experten habe die baden-württembergische Landesregierung bereits in einem Europadialog ein Leitbild für Europa entwickelt. „Jetzt geht es darum, möglichst viel von unserem Europa-Leitbild in die Agenda der Kommission für die Jahre 2019-2024 einfließen zu lassen.“

„Die EU setzt wichtige Rahmenbedingungen in vielen Zukunftsbereichen, die auch für das Land zentral sind. Es geht etwa um die Herausforderungen durch den Klimawandel, die digitale Transformation oder die internationale Handelsordnung. Für uns ist wichtig, dass die EU nach dem Prinzip ‚Stärken stärken‘ auch weiterhin Regionen wie Baden-Württemberg unterstützt, denen eine Lokomotivfunktion zukommt“, sagte Europaminister Guido Wolf. „Die neue Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich ein ambitioniertes Programm vorgenommen. Diese Ziele müssen jetzt mit konkreten Vorschlägen ausgefüllt werden, wie wir sie mit unserem Positionspapier liefern.“

Ziele müssen jetzt mit konkreten Vorschlägen ausgefüllt werden

Das heute beschlossene Positionspapier folgt in seiner Gliederung der Agenda, die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Juli 2019 vorgestellt hat:

  • Ein europäischer Grüner Deal
  • Eine Wirtschaft, deren Rechnung für die Menschen aufgeht
  • Ein Europa, das für das digitale Zeitalter gerüstet ist
  • Schützen, was Europa ausmacht
  • Ein stärkeres Europa in der Welt
  • Neuer Schwung für die Demokratie in Europa

Zu jedem Themenblock hat die Landesregierung eigene Anliegen. Diese gehen der Sache nach auf das bereits erwähnte Europa-Leitbild der Landesregierung zurück. Beispielsweise fordert das Positionspaper in dem geplanten europäischen ‚Grünen Deal‘ das Ziel zu verfolgen, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, möglichst 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Dazu sollen nicht nur auf internationaler Ebene, sondern gerade auch auf Ebene der Regionen angesetzt werden. Weitere Forderungen sind in diesem Zusammenhang u.a. die Verstärkung der Forschung zum Aufbau klimaresilienter Wälder und eine angemessene Honorierung von Ökosystemleistungen. Ebenso wird eine EU-Wasserstoffstrategie und eine EU-Strategie für reFuels, synthetisch hergestellte Kohlenwasserstoffe und Biokraftstoffe, vorgeschlagen.

Positionspapier: Anliegen der Landesregierung von Baden-Württemberg an die neue Europäische Kommission (PDF)

Europadialog Baden-Württemberg

Mediathek: Bilder von der Regierungspressekonferenz zum Herunterladen

Weitere Meldungen

Landtagspräsident Thomas Strobl (links) und Cem Özdemir (rechts) bei dessen Vereidigung als Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Landesregierung

Cem Özdemir ist neuer Ministerpräsident

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Ministerpräsident Kretschmann und Minister Strobl
Bundesrat

Strobl hält letzte Rede im Bundesrat

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) im Gespräch mit Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (rechts), Bürgermeister von Bremen.
Bundesrat

Kretschmann im Bundesrat verabschiedet

Organspendeausweis
Organspende

Bundestag diskutiert über Widerspruchsregelung bei der Organspende

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Menschen besser auf Krisen vorbereiten

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land stärkt digitale Innovationszentren

Traktor auf dem Feld
Landwirtschaft

Stichtagsregelung für Ackerflächen kommt

Eine Haltekelle der Polizei ist bei einer Kontrolle vor einem Polizeifahrzeug zu sehen. (Foto: © dpa)
Innere Sicherheit

Länderübergreifender Sicherheitstag am 6. Mai

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Süddeutscher Biogasgipfel in Ulm

Blick in den Konferenzsaal anlässlich der 100. Sitzung der Europaministerkonferenz (EMK) in Berlin
Europaministerkonferenz

Bekenntnis zu einer starken und zukunftsfesten EU

Kunststaatssekretär Arne Braun (rechts) und Erich Schmeckenbecher (links) mit der Staufermedaille und der Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Staufermedaille für Erich Schmeckenbecher

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Internationale Beziehungen

Start des EU-Mercosur-Abkommens

Stehender Applaus für Ministerpräsident Winfried Kretschmann
Ministerpräsident

Verabschiedung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann