Jubiläumsjahr

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Logo Jüdisches Leben in Deutschland 2021
Aquarell „Die Synagoge an der Hospitalstraße in Stuttgart“ von Christian von Martens (6. Oktober 1868) (Bild: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. HStA Stuttgart J 56 Bü 10)
Aquarell „Die Synagoge an der Hospitalstraße in Stuttgart“ von Christian von Martens (6. Oktober 1868)
Fotographie der Synagoge in der Hospitalstraße Stuttgart aus der Fotosammlung des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg (Bild: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. StA Ludwigsburg EL 228 a I Nr. 383)
Fotografie der Synagoge in der Hospitalstraße Stuttgart aus der Fotosammlung des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg
Ein Zaun steht vor der Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart

Im Jahr 2021 konnte jüdisches Leben in Deutschland auf eine 1700-jährige Geschichte zurückblicken, die im Rahmen eines bundesweiten Themenjahres mit zahlreichen Veranstaltungen beleuchtet wurde.

Die Bundesregierung ist dem Wunsch des Vereins „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gefolgt und hat beschlossen, dass das Festjahr #2021JLID unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten bis zum 31. Juli 2022 verlängert wird.

Im Jahr 2021 lebten Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands: Ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin von 321 erwähnt die Kölner jüdische Gemeinde. Es gilt als ältester Beleg jüdischen Lebens in Europa nördlich der Alpen.

Die öffentlichkeitswirksame Vermittlung und die positive Akzentuierung von vielfältigem jüdischem Leben heute und der über 1700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands soll im Zentrum dieses Festjahres stehen. Zugleich gilt es, dem wiederauflebenden Antisemitismus in Europa entgegenzuwirken.

„Vor allem durch die Wahrnehmung der langen Zugehörigkeit und großen Leistungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger entstehen Respekt, Anerkennung und Zugehörigkeit. Gemeinsam wollen wir deshalb das jüdische Leben heute und seine über 1700-jährige Geschichte auch in Baden-Württemberg sichtbar und erlebbar machen!“, so der Beauftragte gegen Antisemitismus des Landes Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume.

Filmprojekt

Anlässlich des Festjahres hat die Landesregierung in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg den Film „JUNG UND JÜDISCH IN BADEN-WÜRTTEMBERG“ entwickelt. Der junge Regisseur Willi Kubica richtete bei der Umsetzung der Dokumentation einen Schwerpunkt auf junge, jüdische Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger, die selbst zu Wort kommen und die hervorheben, dass eine jüdische Identität zwar ein Teil der Gesamtidentität junger Jüdinnen und Juden ist, aber nicht nur jene allein sie definiert. Mit diesem Film sollen vor allem junge Menschen als eine relevante Zielgruppe des Festjahres angesprochen werden. Ihnen ein aktuelles, tiefgründiges Bild jüdischen Lebens in Baden-Württemberg zu vermitteln und die Möglichkeit zu geben, Bezüge zu ihrer je eigenen Lebenswelt zu entdecken, ist ein wichtiger Baustein für mehr Toleranz und um Fällen von Antisemitismus entgegenzuwirken.

Der Film ist nachstehend für Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie alle Interessierten abrufbar. Das pädagogische Begleitmaterial (PDF) zum Film wurde durch das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung erstellt.

Das Festjahr 2021/2022 soll – ganz im Zeichen des Brückenbauens – einen Fokus auf das Miteinander legen, durch das Kennenlernen des jüdischen Lebens und seiner Wirkungsgeschichte in Deutschland. Nutzen Sie hierfür das Filmangebot des Landes!

Trailer zum Film:

Film „JUNG UND JÜDISCH IN BADEN-WÜRTTEMBERG“:

Weitere Aktionen des Landes Baden-Württemberg

In 2021 fanden in Baden-Württemberg zahlreiche und ganz unterschiedliche Veranstaltungen und Ausstellungen zum Festjahr statt. Für diese Projekte haben wir auf einem eigens dafür eingerichteten Online-Portal gemeinsam mit den jüdischen Gemeinden geworben. Veranstaltungen, die im verlängerten Festjahr bis einschließlich 31. Juli 2022 stattfinden, werden wir ebenfalls hier gerne veröffentlichen.

Der Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume, hatte am 1. Juli 2021 zu einer live gestreamten Online-Gesprächsrunde zum Thema „Jüdisches Leben heute“ im Rahmen der Fachtagung „Jüdisches Leben in Schwaben – Kultur und Geschichte in der Frühen Neuzeit“ der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart eingeladen.
YouTube: Aufzeichnung des Podiumsgesprächs

Auf Anregung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde im Rahmen des Festjahres die Wieland-Wagner-Höhe in Stuttgart in Heinrich-Heine-Höhe umbenannt. Das neue Straßenschild wurde am 13. Oktober 2021 zusammen mit Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper und Professorin Barbara Traub, Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW), enthüllt.

Mitmachen!

Institutionen, Veranstalterinnen und Veranstalter, Verbände, Vereine, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Parteien und Unternehmen sind auch weiterhin herzlich eingeladen, das Jubiläumsjahr mit ihren Projekten und Veranstaltungen zu unterstützen, um es vielfältig zu gestalten!

Interessierte, die aktiv einen Beitrag zum verlängerten Festjahr leisten wollen, erhalten weitere Informationen

Landesarchiv Baden-Württemberg: Archivnachrichten 62/März 2021 zum Thema „1700 Jahre Jüdisches Leben“ (PDF)

Ein Smartphone wird in Händen gehalten.
  • Gesellschaft

Land geht weiter entschieden gegen Hasskriminalität vor

(von links nach rechts:) Innenminister Boris Pistorius, Innenminister Joachim Herrmann, Innenminister Thomas Strobl und Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Hans-Georg Engelke bei der Unterzeichnung der Stuttgarter Erklärung
  • Hasskriminalität

Erklärung gegen Hass und Hetze unterschrieben

Dr. Michael Blume, Generalkonsulin Sandra Simovich, Minister Thomas Strobl, Ministerin Marion Gentges MdL (vordere Reihe von links nach rechts), Landeskriminaldirektor Klaus Ziwey, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Manuel Hagel MdL, Staatssekretär Siegfried Lorek MdL (hintere Reihe von links nach rechts)
  • Jüdisches Leben in Baden-Württemberg

Gemeinsam gegen Antisemitismus

Drei Personen aus dem Film sind nebeneinander abgebildet. Dazu ein Schriftzug „Ankündigung und Vorstellung des Films „Jung und jüdisch in Baden-Württemberg““, das Landeswappen und das Jubiläumslogo.
  • Jüdisches Leben

Vorstellung des Films „Jung und jüdisch in Baden-Württemberg“

Ein Zaun steht vor der Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
  • Antisemitismus

Studie zu antisemitischen Einstellungen vorgestellt

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  • Gesellschaft

1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) bei der Videokonferenz mit den Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg
  • Vertragsunterzeichnung

Schutz jüdischer Einrichtungen

Staatsministerin Theresa Schopper (vorne, sitzend) unterzeichnet die Kooperationsvereinbarung, dahinter stehen (v.l.n.r.) die Generalsekretärin des Vereins „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e. V.“, Sylvia Löhrmann, der Geschäftsführer des Vereins „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e. V.“, Andrei Kovacs, der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, Rami Suliman, der Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume und die Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, Prof. Barbara Traub.
  • Jüdisches Leben

Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Ein Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen trägt eine Flagge des Deutschen Reiches.
  • Interview

„Das gemeinsame Feindbild hält die Querfront zusammen“

Ein Warnschild mit der Unterzeile Hysterie und ein Stop-Schild.
  • Verschwörungsmythen

Warnung vor Verschwörungsmythen zu Pessach und Ramadan

Dr. Michael Blume
  • Antisemitismus

Warnung vor antisemitischen Verschwörungsmythen

Dr. Michael Blume
  • Antisemitismus

Nathan wieder in die Buchstabiertafel aufnehmen

Ein Zaun steht vor der Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
  • Sicherheit

Land stärkt Schutz jüdischer Einrichtungen

Michael Blume, der Antisemitismusbeauftragter der baden-württembergischen Landesregierung, aufgenommen bei einem Gespräch mit Journalisten der Deutschen Presse-Agentur. (Bild: Bernd Weißbrod / dpa)
  • Antisemitismus

Bekämpfung von Antisemitismus

Dr. Michael Blume
  • Extremismus

Bericht des Beauftragten gegen Antisemitismus an Landtag übergeben

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, 3.v.l.), Staatsministerin Theresa Schopper (hinten, M.), dem Beauftragten der Landesregierung gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume (vorne, r.) und den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Religion

Kretschmann empfängt Israelitische Religionsgemeinschaften

Dr. Michael Blume
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Antisemitismusbeauftragte von Bund und Ländern tagen in Heidelberg

Gruppenbild des Expertenrats (Bild: © Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Antisemitismus

Erste Sitzung des Expertenrats beim Beauftragten gegen Antisemitismus

Dr. Michael Blume
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Expertenrat beim Beauftragten gegen Antisemitismus wird eingerichtet

Dr. Michael Blume
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„Die meisten Angriffe passieren im Internet“

Dr. Michael Blume
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Das Internet beflügelt Antisemitismus

Barbara Traub (r.) bekommt den Landesverdienstorden von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) überreicht. (Foto: © Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Auszeichnung

Verdienstorden des Landes für Barbara Traub

Der Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus Michael Blume im Gespräch mit Regina Lahm und Philipp Awounou. Die beiden sind zum Ziel einer rassistischen Hetzkampagne im Netz geworden (Bild: © Staatsministerium Baden-Württemberg).
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„Man darf sich nicht zum Opfer machen lassen“

Dr. Michael Blume
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„Antisemiten bedrohen uns alle“

Dr. Michael Blume
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Neuer Antisemitismusbeauftragter