Coronavirus

Zusätzlich 300.000 Schnelltests für Grenzpendler

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Schnelltests liegen in einer Schnellteststation auf einem Parkplatz auf einem Tisch.

Mit Unterstützung des Landes machen Unternehmen in den Grenzregionen ein zusätzliches Testangebot. Die Landesregierung stellt dafür zusätzlich 300.000 Schnelltests für Grenzpendler zur Verfügung. Damit soll auch weiterhin ein reibungsloser Grenzverkehr gewährleistet werden.

Grenzpendler und Grenzgänger in Baden-Württemberg können sich bereits seit Anfang Februar in Hausarztpraxen, Corona-Schwerpunktpraxen, Apotheken oder kommunalen Testzentren kostenlos testen lassen. Allerdings dürfte die Nachfrage nach Testmöglichkeiten weiter steigen.

Denn angesichts des hohen Infektionsgeschehens in weiten Teilen Frankreich ist es wahrscheinlich, dass auch die an Baden-Württemberg angrenzenden französischen Nachbarregion Grand Est als Virusvarianten- oder Hochinzidenzgebiet eingestuft wird. Das könnte ebenso für die Schweiz gelten. Sobald die angrenzenden Regionen als Virusvariantengebiet eingestuft werden, würde eine Testpflicht bei der Einreise gelten. Das würde die sozial und wirtschaftlich eng verwobenen Grenzräume am Oberrhein, Hochrhein und Bodensee mit ihren rund 100.000 Grenzpendlern und Grenzgängern vor weitere große Herausforderungen stellen.

Erweitertes Testangebot in den Unternehmen der Grenzregion

Deshalb wird das bestehende Testangebot durch Testmöglichkeiten in den Unternehmen der Grenzregion erweitert. Dafür schließt die Landesregierung ein Memorandum of Understanding mit den zuständigen Wirtschaftskammern: dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) Karlsruhe und Südlicher Oberrhein als direkte Grenzkammern zu Frankreich, die IHKs Bodensee-Oberschwaben und Schwarzwald-Baar-Heuberg als Grenzkammern zur Schweiz und die IHK Hochrhein-Bodensee als Grenzkammer zu Frankreich und der Schweiz.

Es sieht vor, dass das Land 300.000 Schnelltests aus dem Landesbestand kostenlos zur Verfügung stellt für das Testangebot in Unternehmen. 100.000 dieser PoC-Antigen-Schnelltest werden sofort bereitgestellt, weitere 200.000 ab Mitte März. Dieses zusätzliche Testangebot soll einen weiterhin reibungslosen Grenzverkehr in an der Grenze zu Frankreich und er Schweiz gewährleisten und einen freien Warenfluss ermöglichen.

Am 3. März 2021 hatten Bund und Länder beschlossen, dass Mitarbeiter in Unternehmen regelmäßig getestet werden sollen, einschließlich der Berufspendler. Allerdings wird der Bund den Unternehmen wohl erst im April die dafür notwendigen Tests zur Verfügung stellen. Es wäre jedoch aus Sicht des Infektionsschutzes unverantwortlich, diese Maßnahmen abzuwarten. Deshalb wird das Land mit den Wirtschaftskammern diese Zeit mit ihrer Initiative überbrücken.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf Ihr Mobiltelefon.

Weitere Meldungen

Bürger wählt (Foto: © dpa)
Landtagswahl 2026

Informationsangebote zur Sicherheit im Wahlkampf

Logo des Dr.-Rudolf-Eberle-Preises: Der Stauferlöwe in einem gelben Kreis steht vor dem Schriftzug „INNOVATION BW – Innovationspreis Baden-Württemberg – Dr.-Rudolf-Eberle-Preis“ auf weißem Hintergrund
Innovation

Ausschreibung für den Innovationspreis 2026 gestartet

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) am 26. November 2025 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Wangen, an der ein Pilotprojekt der Familiengrundschulzentren eingerichtet wird.
Bildung

Land stärkt Erziehungspartnerschaft

Ein Apotheker holt eine Medikamentenverpackung aus einer Schublade in einer Apotheke.
Gesundheit

Kritische Arzneimittel wieder stärker in Europa produzieren

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) mit den Mitgliedern des Normenkontrollrats Baden-Württemberg
Bürokratieabbau

Normenkontrollrat übergibt Tätigkeitsbericht 2025

Illustration eines Zuges. Dieser fährt an einem Schild mit der Aufschrift "Digitaler Knoten Stuttgart" vorbei.
Digitaler Knoten Stuttgart

Digitale Ausrüstung von Schienenfahrzeugen gefördert

Ein Wanderer betrachtet bei Bad Urach den Uracher Wasserfall. (Bild: dpa)
Geodaten

Neue App „BW mobil“ auf der CMT vorgestellt

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Grüne Woche 2026
Landwirtschaft

Baden-Württemberg bei der Grünen Woche 2026 erleben

Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schienenverkehr

Weitere 26 Doppelstockzüge für Baden-Württemberg