Europa

Staatsrätin Erler auf Delegationsreise in Bulgarien

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Staatsrätin Gisela Erler (r.) im Gespräch mit dem Seniorenchor von Babovo/Bulgarien (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Im Rahmen einer dreitägigen Bulgarien-Reise hat die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, Projekte mit zivilgesellschaftlicher Beteiligung auf kommunaler Ebene besucht. Die Zusammenarbeit mit Bulgarien spielt in der EU-Strategie für den Donauraum eine wichtige Rolle.

„Die Zusammenarbeit und das Engagement von Kommunen und Nichtregierungsorganisationen aus Baden-Württemberg und Bulgarien leistet einen wichtigen Beitrag, um Chancen und Perspektiven für die Menschen vor Ort zu verbessern“, sagte die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Gisela Erler zum Abschluss ihrer Delegationsreise in Ruse. Im Zentrum der dreitägigen Bulgarien-Reise stand der Besuch von Projekten mit zivilgesellschaftlicher Beteiligung auf kommunaler Ebene.

Zivilgesellschaftlichen Austausch und kommunale Kooperationen stärken

Am gestrigen Donnerstag besuchte die Delegation das Kinderhaus St. Andreas im Dorf Kitschevo nahe der Stadt Varna. Seit über 20 Jahren setzt sich das Engagement der Stiftung Liebenau, das von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert wird, für benachteiligte Kinder und Erwachsene am Schwarzen Meer ein. Im Kinderhaus in Kitschevo lernen und leben Kinder aus Varna und den umliegenden, hauptsächlich von Roma bewohnten Dörfern. In der Einrichtung kommen sowohl bulgarische Kinder als auch Kinder aus Roma-Familien zusammen. Das bulgarisch-deutsche Sozialwerk St. Andreas e.V. organisiert zudem regelmäßig Hospitationen zwischen deutschen und bulgarischen Partnern, um die Kinder- und Jugendhilfe vor Ort langfristig weiterzuentwickeln.

Besuch in Kinderhaus, Mütterzentrum und Bildungsnetzwerk

Im Anschluss traf die Delegation in Rasgrad die Projektverantwortlichen des dortigen Mütterzentrums. In einem dem Delegationsbesuch vorangegangenen Workshop hatten die teilnehmenden Frauen bereits Gelegenheit, sich gemeinsam mit Stuttgarter Verantwortlichen aus Mütter- und Familienzentren über die Entwicklungspotenziale der Mütterarbeit in Bulgarien auszutauschen. Gemeinsam wurden Strategien erarbeitet, um Roma-Familien in den Balkanländern nachhaltig eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Das Projekt des Vereins Mine e.V. (Mother Centers International Network for Empowerment) wird durch die Baden-Württemberg Stiftung gefördert. „Die Unterstützung von und für Roma-Familien ist ein wichtiger Aspekt des baden-württembergischen Engagements im Donauraum. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, was diese niedrigschwelligen Angebote konkret bewirken“, sagte Staatsrätin Erler.

Außerdem stand ein Besuch der Gemeinde Slivo Pole nahe der nordbulgarischen Stadt Ruse auf dem Programm, wo sich die Delegation bei einem Projektbesuch des Bildungsnetzwerks Danube-Networkers for Europe e.V. ein Bild vom Zusammenspiel zwischen Zivilgesellschaft und Kommunen in Bulgarien machte. Im Rahmen des Projektes finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die älteren Menschen die Möglichkeit geben, sich an Aktivitäten mit dem Schwerpunkt „Lernen im dritten Lebensalter“ zu beteiligen. Durch Methoden der Seniorenbildung und des intergenerationellen Lernens wird die gesellschaftliche Teilhabe älterer Bürgerinnen und Bürger somit aktiv gefördert.

Kommunen und NGOs leisten wichtige Arbeit für europäische Integration

Am Tag zuvor nahm die Delegation in Aksakovo bereits an einer Informationsrunde zum Thema Zusammenarbeit von NGOs und Kommunen im Donauraum teil. Ferner beinhaltete das Programm der Reise ein Gespräch mit dem Bürgermeister der bulgarischen Stadt Ruse, an dem auch der Oberbürgermeister der Stadt Ellwangen, Karl Hilsenbek, teilnahm. Ruse und Ellwangen verbindet seit 2014 eine Städtepartnerschaft und auch durch das in Ellwangen beheimatete südosteuropäisch-bulgarische Kulturinstitut sind die beiden Städte eng verbunden.

„Die Zusammenarbeit mit Bulgarien spielt in der EU-Strategie für den Donauraum eine wichtige Rolle. Gerade Kommunen und Nichtregierungsorganisationen leisten hier eine wichtige Arbeit für die europäische Integration. Dieses Potential und diesen Reichtum bürgerschaftlichen Engagements sollten wir weiterhin nutzen und unterstützen“, betonte Staatsrätin Gisela Erler.

Pressemitteilung: Enge Zusammenarbeit mit Bulgarien ist vorbildlich

Weitere Meldungen

Landtagspräsident Thomas Strobl (links) und Cem Özdemir (rechts) bei dessen Vereidigung als Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Landesregierung

Cem Özdemir ist neuer Ministerpräsident

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leiterin der JVA Mannheim Annette Hügle, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Leiter der Abteilung Justizvollzug Martin Finckh
Justiz

Neue Leiterin der Justizvollzugsanstalt Mannheim

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Mosbach Holger Schmitt, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Mosbach

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Präsident des Landgerichts Stuttgart Till Jakob, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Vizepräsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Christoph Haiß
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Stuttgart

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Ministerpräsident Kretschmann und Minister Strobl
Bundesrat

Strobl hält letzte Rede im Bundesrat

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) im Gespräch mit Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (rechts), Bürgermeister von Bremen.
Bundesrat

Kretschmann im Bundesrat verabschiedet

Eine Haltekelle der Polizei ist bei einer Kontrolle vor einem Polizeifahrzeug zu sehen. (Foto: © dpa)
Innere Sicherheit

Bilanz zum länderübergreifenden Fahndungs- und Sicherheitstag

Organspendeausweis
Organspende

Bundestag diskutiert über Widerspruchsregelung bei der Organspende

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Menschen besser auf Krisen vorbereiten

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land stärkt digitale Innovationszentren

Traktor auf dem Feld
Landwirtschaft

Stichtagsregelung für Ackerflächen kommt

Der Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, und Gesundheitsminister Manne Lucha sitzen nebeneinander und unterzeichnen jeweils ein Dokument.
Gesundheit

Gesundheitssystem im Land auf Krisenfälle vorbereiten

Symbolbild einer Kirche
Ländlicher Raum

Kirchliche Räume als Orte der Zukunft