Donauraum

Nothilfe für Geflüchtete an der Grenze in Bosnien-Herzegowina

Blick auf das ausgebrannte Flüchtlingslager Camp Lipa
Blick auf das ausgebrannte Flüchtlingslager Camp Lipa
Militärzelte im Flüchtlingslager Camp Lipa
Militärzelte im Flüchtlingslager Camp Lipa
von rechts: Johannes Neudeck, Vorsitzender Hilfe konkret e.V., Mannheim, Selam Midžić, Leiter Rotes Kreuz Bihać, sowie weitere Einsatzkräfte des Roten Kreuzes im Flüchtlingslager Camp Lipa
von rechts: Johannes Neudeck, Vorsitzender Hilfe konkret e.V., Mannheim, Selam Midžić, Leiter Rotes Kreuz Bihać, sowie weitere Einsatzkräfte des Roten Kreuzes im Flüchtlingslager Camp Lipa
Ausgabe von heißem Tee im Flüchtlingslager Camp Lipa
Ausgabe von heißem Tee im Flüchtlingslager Camp Lipa
Freistehendes Zelt im Flüchtlingslager Camp Lipa
Freistehendes Zelt im Flüchtlingslager Camp Lipa

Das Staatsministerium unterstützt die Nothilfe für Geflüchtete an der Grenze in Bosnien-Herzegowina. Baden-Württemberg setzt sich mit Nachdruck für die Belange der Zivilgesellschaft im Donauraum ein, der auch bei der Unterstützung der Geflüchteten eine wichtige Rolle zukommt.

„Die Bilder aus den Flüchtlingslagern in der Krisenregion an der Grenze in Bosnien-Herzegowina haben uns alle tief betroffen gemacht“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 23. Februar 2021 in Stuttgart. „Es ist deshalb wichtig, dass wir im Rahmen unseres Engagements im Donauraum einen Beitrag dazu leisten, um die schlimmste Not etwas zu lindern. Wir wollen damit die Zivilgesellschaft im Donauraum unterstützen, um Menschen in extremer Notlage zu helfen. Mein Dank geht dabei auch an die zivilgesellschaftlichen Kräfte, die sich trotz der Pandemie mit großem Engagement für die Geflüchteten an Europas Außengrenzen einsetzen.“

Zivilgesellschaft im Donauraum unterstützen – Menschen in extremer Notlage helfen

Im Rahmen der Umsetzung der EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) setzt sich Baden-Württemberg mit Nachdruck für die Belange der Zivilgesellschaft im Donauraum ein, der auch bei der Unterstützung der Geflüchteten eine wichtige Rolle zukommt. „Dabei profitieren wir von den langjährigen Netzwerken der vielen engagierten Trägerorganisationen aus Baden-Württemberg“, so die Staatsministerin und Sondergesandte für den Donauraum, Theresa Schopper, am 22. Februar 2021 nach einem Gespräch mit dem Theologen und Vorsitzenden des Mannheimer Vereins Hilfe Konkret, Johannes Neudeck. Das Staatsministerium unterstützt ein Projekt des Vereins zur Nothilfe für Geflüchtete an der Grenze in Bosnien-Herzegowina mit 30.000 Euro. „Durch das Netzwerk der hiesigen Trägerorganisation erhalten wir nicht nur einen ungefilterten Zugang zu Informationen aus der Krisenregion. Durch die Zusammenarbeit ist es uns auch möglich, vor Ort schnell und unbürokratisch zusätzliche Hilfe zu leisten.“

In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern werden durch Hilfe Konkret Lebensmittel, Schuhe oder Hygieneartikel durch Teams an die Bedürftigen an der Grenze in Bosnien-Herzegowina verteilt, die teils unter ärmlichsten Bedingungen außerhalb der offiziellen Lager in den Regionen um Bihac und Sarajevo leben.

Über die Wintermonate hat sich die ohnehin schwierige Situation der gestrandeten Geflüchteten in Bosnien-Herzegowina noch erheblich zugespitzt. „Der kalte Winter ist ein enormes Problem. Dies gilt zum einen für die Menschen in den Flüchtlingscamps. Die Zelte, in denen diese Menschen untergebracht sind, sind nicht für solche Temperaturen geeignet. Daher stellt das Beheizen eine enorme Herausforderung dar“, so Neudeck. „Dies gilt auch umso mehr für die Menschen, die in Ruinen, Wäldern oder leerstehenden Häusern um ihr Überleben kämpfen. Geschätzt sind aktuell ca. 9.000 Menschen in Bosnien-Herzegowina auf der Flucht gestrandet. Nur etwa knapp zwei Drittel von ihnen leben in offiziellen Lagern in der Region Bihac oder nahe der Hauptstadt Sarajevo. Der Rest schlägt sich allein durch. Rund 1.500 der Menschen sind Frauen und Kinder.“

Helferteams an Grenzen ihrer Belastbarkeit

Dadurch kämen auch die Helferteams an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, so Neudeck. „Auch die persönliche Hygiene ist oft schwierig, gerade wenn man sich nicht im Freien waschen kann. Unsere Ehrenamtlichen sind daher neben vielen anderen medizinischen Herausforderungen vermehrt auch mit Krätze konfrontiert. Insofern sind unsere Partnerorganisationen und wir für die Unterstützung des Staatsministeriums sehr dankbar, da wir nun auch im Bereich Hygiene, Wundsalben und einfacher Erster Hilfe vermehrt aktiv werden können. Auch sind wir jetzt in der Lage, geeignetes Schuhwerk zur Verfügung zu stellen.“

Durch die Covid 19-Pandemie haben sich auch die Umstände für die Helfer verschärft. „In den Wintermonaten sind mehr Menschen, in den Camps, Zelten oder improvisierten Unterkünften noch enger beieinander als im Sommer. Da sind die gängigen Voraussetzungen zur Vermeidung von Ansteckungen nicht immer gegeben“, so Johannes Neudeck. „Ebenso gibt es nicht überall ausreichend Tests. Es ist für die vor Ort lebenden Ehrenamtlichen und Freiwilligen nicht einfach, unter diesen erschwerten Bedingungen zu arbeiten.“

Aus Sicht der EUSDR ist es insbesondere von Bedeutung, dass über die kurzfristige Nothilfe hinaus eine längerfristige Projektzusammenarbeit zwischen den beteiligten Nichtrechtregierungsorganisationen entsteht, um die Zivilgesellschaft im Donauraum insgesamt zu stärken.

Die EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR)

Die EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit der Donauländer zu stärken. Schwerpunkte sind die Bereiche Infrastruktur, Umweltschutz, die Schaffung von Wohlstand sowie gute Regierungsführung. Die Strategie umfasst neun EU-Mitgliedstaaten: Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Österreich, die Tschechische Republik, Ungarn, Rumänien, die Slowakische Republik und Slowenien. Außerhalb der EU bezieht sie Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, die Republik Moldau und die Ukraine ein. Seit ihrer Verabschiedung durch den Europäischen Rat am 24. Juni 2011 setzt sich Baden-Württemberg mit Nachdruck für die Umsetzung der Strategie ein.

Staatsministerium: Zusammenarbeit entlang der Donau

Winfried Kretschmann legt im Landtag seinen Amtseid als Ministerpräsident ab.
  • Landesregierung

Kretschmann als Ministerpräsident wiedergewählt

Thomas Strobl, Innenminister von Baden-Württemberg und Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg halten bei der Präsentation den Koalitionsvertrag der neuen grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg in den Händen.
  • Neue Landesregierung

Jetzt für morgen – Das Regierungsprogramm für die kommenden fünf Jahre

Ein Mitarbeiter testet einen Lackierroboter (Bild: © dpa).
  • Künstliche Intelligenz

Wirtschaftsministerium fördert Verbundprojekt zu lernfähigen KI-Chips mit rund zwei Millionen Euro

Tasten einer beleuchteten Tastatur. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • Technologie

Initiative zum Aufbau von deutschen Quantencomputern

Rosalia alpina (Linnaeus, 1758) - Alpenbock, Mn
  • Digitalisierung

Bestimmung von Tieren und Pflanzen mit dem Naturportal Südwest

Ein Bundesverdienstkreuz. (Bild: © Britta Pedersen / dpa)
  • Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Volkert Vorwerk aus Karlsruhe

Neue Aula der Eberhard Karls Universität in Tübingen.
  • Forschung

Forschungsstipendien für exzellente afrikanische Wissenschaftler

Ein Facharbeiter steht im Bosch Werk in Reutlingen vor einer Charge von Radarsensoren für die Automobilindustrie (Bild: © dpa).
  • Ressourceneffizienz

Neues Förderprogramm „Ressourceneffizienz in Unternehmen“

Bauarbeiter arbeiten in Heidelberg an einer Neubauwohnung. (Foto: © dpa)
  • Bürokratieabbau

Bauantrag bequem von zu Hause stellen

EU-Fahnen wehen vor der EU-Kommission in Brüssel. (Foto: © dpa)
  • Europäische Union

Hoffmeister-Kraut zur Aktualisierung der EU-Industriestrategie

Autos fahren am frühen Morgen auf einer Landstraße bei Vaihingen an der Enz und hinterlassen eine Leuchtspur auf dem Foto.
  • Mobilität

Chancen für autonomes Fahren im Güter- und Warenverkehr

Zwei Wappen der baden-württembergischen Polizei sind neben einem Polizeifahrzeug zu sehen.
  • Polizei

Großeinsatz gegen die `Ndrangheta

Staatssekretär Dr. Andre Baumann (links) und Prof. Dr. Andreas Krautter (rechts) mit der Urkunde zur Verleihung des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg.
  • Auszeichnung

Verdienstorden des Landes für Prof. Dr. Manfred Krautter

Ein Zaun steht vor der Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
  • Gedenken

Ausstellung „Gurs 1940“ in der Württembergischen Landesbibliothek

Drei Personen aus dem Film sind nebeneinander abgebildet. Dazu ein Schriftzug „Ankündigung und Vorstellung des Films „Jung und jüdisch in Baden-Württemberg““, das Landeswappen und das Jubiläumslogo.
  • Jüdisches Leben

Vorstellung des Films „Jung und jüdisch in Baden-Württemberg“

Eine Person nimmt bei einem Abendessen während des Fastenmonats Ramadan eine Dattel aus einer von mehreren Essensschalen. Dazu Schriftzüge „Stand und Herausforderungen für die muslimische Krankenhausseelsorge“ und „Veranstaltung der Landesregierung anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann“.
  • Ramadan

Austausch zu muslimischer Krankenhausseelsorge

Baden-Württemberg Haus
  • Weltausstellung

Baden-Württemberg-Haus auf der Expo Dubai feiert Richtfest

  • Kunst und Kultur

Einigung auf gemeinsames Vorgehen bei Benin-Bronzen

Ein Zaun steht vor der Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
  • Antisemitismus

Studie zu antisemitischen Einstellungen vorgestellt

  • Europa

Virtuelle Europawoche vom 1. bis 9. Mai

  • Kunst und Kultur

Austausch zum Umgang mit Benin-Bronzen

Baden-Württembergs Europaminister Guido Wolf überreicht Günther Oettinger die Auszeichnung „Gesicht Europas“
  • Europa

Guido Wolf würdigt Günther Oettinger als „Gesicht Europas“

Ein Demonstrant vor den Houses of Parliament, dem Westminster-Palast, schwenkt eine EU-Flagge und eine britische Flagge. (Bild: © dpa)
  • Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut zum Brexit-Handelsvertrag

Ein Mitarbeiter arbeitet in der Produktion an einer Zelle für eine Elektroauto-Batterie. (Bild: dpa)
  • Technologie

Deutsches Batteriezellcluster formiert sich weiter

In luftiger Höhe werden Arbeiten an einem Mobilfunkmast vorgenommen. (Bild: Kay Nietfeld/dpa)
  • Innovation

Projekte aus dem Land erfolgreich beim „5G-Innovationswettbewerb“