Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitskonferenz von Bund und Land

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seiner Rede auf der Nachhaltigkeitskonferenz von Bund und Ländern in Stuttgart (Bild: Jan Potente)

Bund und Länder wollen gemeinsam mehr für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele tun. Auf einer gemeinsamen Konferenz in Stuttgart betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Verpflichtung, als hochentwickeltes Industrieland ein neues Wirtschafts- und Entwicklungsmodell zu entwerfen und vorzuleben.

Die gemeinsame Veranstaltung der Bundesregierung und der Landesregierung zeige, dass Bund und Land beim Thema Nachhaltigkeit noch enger zusammenrücken, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Eröffnung der Konferenz. „Wir müssen ein neues Wirtschafts- und Entwicklungsmodell entwerfen und vorleben, an dem sich andere orientieren können. Es ist unsere Verpflichtung voranzugehen“, so Kretschmann. Als hochentwickeltes Industrieland seien wir dazu verpflichtet zu zeigen, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind, ergänzte der Ministerpräsident.

Gemeinsam mehr für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele tun

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erinnerte in ihrer Videobotschaft daran, dass die Bundesregierung die Agenda 2030 und die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie zur Richtschnur ihres politischen Handelns gemacht habe. Nachhaltigkeit sei eine Daueraufgabe, die wir nur gemeinsam angehen können, so die Bundesministerin.

Im Rahmen der Konferenz haben über 400 Teilnehmende darüber Gespräche geführt, wie wir in Deutschland am besten die 17 Nachhaltigkeitsziele – die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) – der Vereinten Nationen bis 2030 erreichen können. Das Land und der Bund haben von den Teilnehmenden konkreten Input erhalten, um die jeweiligen Nachhaltigkeitsstrategien weiterzuentwickeln. Dabei lag der Fokus auf der Umsetzung der SDGs in Deutschland sowie auf der nachhaltigen Entwicklung als Gemeinschaftsaufgabe von Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.

Um diese Gemeinschaftsaufgabe zu meistern, sei ein Wandel notwendig, der eine positive Eigendynamik entfaltet und von einem breiten Bündnis aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Kirchen und Staat getragen wird, mahnte Kretschmann. Bundesministerin Klöckner ergänzte, ihr Ministerium engagiere sich auf vielfältige Weise, um die Nachhaltigkeitsziele mit Leben zu füllen – national wie international. Dazu gehöre, die Landwirtschaft durch Forschung und Innovationen ressourcenschonender zu machen und die Ernährung verantwortungsvoller zu gestalten. Dabei sollten wir lernen, Lebensmittel wieder mehr wertzuschätzen, so die Bundesministerin.

„Der Mensch ist gefährdet, solange er die Natur gefährdet“

Auch Erzbischof Stephan Burger sieht keinen Widerspruch zwischen menschlichen Aktivitäten und unserer Umwelt. „Mensch und Natur, Mensch und Umwelt – dies lässt sich vom Schöpfungsgedanken schwer unabhängig voneinander betrachten. Ich möchte diesen Zusammenhang inzwischen ganz zugespitzt formulieren: Der Mensch ist gefährdet, solange er die Natur gefährdet“, fügte der Erzbischof hinzu.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Videobotschaft) haben die erste regionale Dialogkonferenz zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie in Stuttgart eröffnet. Die Konferenz ist gleichzeitig die Abschlussveranstaltung der Reihe „Nachhaltig Gut Leben“ des Landes Baden-Württemberg. Die Auftaktkonferenz der Bundesregierung fand im Oktober in Berlin statt. Weitere regionale Dialogkonferenzen der Bundesregierung finden bis Februar 2020 in Norderstedt, Erfurt und Bonn statt. Die Veranstaltungsreihe „Nachhaltig Gut Leben“ startete im Juni 2018.

Konferenzprogramm (PDF)

Veranstaltungsreihe „Nachhaltig Gut Leben“

Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg

Bundesregierung: Nachhaltigkeitsstrategie

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von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
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