Kultur

Landesregierung verleiht erstmals Dialektpreis

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat erstmals den Landespreis für Dialekt verliehen. Damit will die Landesregierung das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung und die Vielfalt der Dialekte im Land schärfen.

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Lukas „Cossu“ Staier
Lukas „Cossu“ Staier erhielt einen Hauptpreis in der Kategorie Neue Medien.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat am 21. Oktober 2024 im Stuttgarter Neuen Schloss erstmals den Landespreis für Dialekt verliehen. In sechs Preiskategorien hat die Landesregierung zusammen mit dem Dachverband der Dialekte Baden-Württemberg 20 Einzelpersonen und Gruppen ausgezeichnet, die sich künstlerisch auf unterschiedliche Weise für die Mundart und eine lebendige Dialektlandschaft einsetzen. Mit der Ehrung will die Landesregierung Engagement sichtbar machen und das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung und die Vielfalt der Dialekte in Baden-Württemberg schärfen. Der Preis ist ein zentraler Baustein der Dialektinitiative des Landes.

Dialekte sind weit mehr als nur Sprache: sie sind Ausdruck von Identität, Zusammenhalt und Heimatverbundenheit. Sie schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit und sind ein gesprochenes Zeichen unseres kulturellen Reichtums.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann

330 Bewerbungen aus allen Landesteilen

„Etwa 330 Beiträge aus allen Landesteilen wurden eingereicht – ein beeindruckendes Zeugnis der Vitalität unserer Dialektlandschaft. Dialekte sind weit mehr als nur Sprache: sie sind Ausdruck von Identität, Zusammenhalt und Heimatverbundenheit. Sie schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit und sind ein gesprochenes Zeichen unseres kulturellen Reichtums. Baden-Württemberg ist vielfältig, gleichzeitig bleibt die tiefe Verwurzelung in unserer Heimat spürbar. Diesen Schatz gilt es zu bewahren – und ich bin dankbar, dass sich so viele Menschen dafür einsetzen“, sagte Ministerpräsident Kretschmann.

Viele junge Menschen unter Preisträgerinnen und Preisträgern

„Auch, wenn es immer wieder Abgesänge auf den Dialekt gab und gibt: Sprache ist lebendig und entwickelt sich weiter. Das beweisen besonders die vielen jungen Menschen unter den Preisträgerinnen und Preisträgern, die ganz selbstverständlich ihren Dialekt sprechen und sich kreativ mit ihrer Sprache auseinandersetzen – sei es durch Poetry Slams oder in den sozialen Medien“, sagte die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Petra Olschowski. Ganz bewusst gebe es beim Landespreis deshalb auch die Preiskategorien „Junge Generation“ und „Neue Medien“.

60.000 Euro Preisgeld für Gewinnerinnen und Gewinner

Die Gewinnerinnen und Gewinner erhielten insgesamt 60.000 Euro Preisgeld – verteilt auf Haupt- und Förderpreise in den Kategorien Neue Medien, Film, Kabarett/Comedy/Live-Performance/Bühnenkunst, Lied/Musik, Literatur sowie Junge Generation. Der Landespreis für Dialekt soll künftig alle zwei Jahre an wechselnden Orten vergeben werden.

Ausgezeichnete nach Kategorie und Preis

Zahlen, Daten, Fakten

  • Das Land vergibt den Landespreis für Dialekt in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Dialekte Baden-Württemberg, der die Ausschreibung, die Jurysitzung und die Verleihung organisatorisch betreut.

  • Die Mittel für den Landespreis stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bereit. Die Preissumme beträgt 60.000 Euro und wird in die sechs Preiskategorien aufgeteilt. Für jede der Kategorien werden ein Hauptpreis von 5.000 Euro und zwei Förderpreise von 3.000 Euro und 2.000 Euro vergeben. Die Preise aller Kategorien können jedoch auch geteilt werden.

  • Über die Verleihung des Landespreises entscheidet das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst aufgrund des Vorschlags einer zwölfköpfigen Jury. Die Mitglieder der unabhängigen und ehrenamtlich tätigen Jury beruft das Ministerium für eine Amtsperiode von vier Jahren ein.

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