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Land bringt Digitalisierung an den Schulen voran

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Eine Lehrerin mit einem Tablet in der Hand steht vor einer digitalen Tafel.

Die Digitalisierung spielt auch im Bereich der Bildung eine immer größere Rolle. Die Digitalisierungsstrategie des Landes für die öffentlichen Schulen beinhaltet Ziele und Maßnahmen in vier zentralen Handlungsfeldern. Ein wichtiger Baustein ist die Digitale Bildungsplattform Schule@BW.

„Nicht erst seit Corona wissen wir: Die Digitalisierung wird eine immer größere Rolle in der Bildung spielen. Dies bietet große Chancen. Der Einsatz digitaler Geräte und Programme im Unterricht ist richtig und wichtig: für die Qualität des Unterrichts, für die digitale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler sowie für das Lernen außerhalb des Unterrichts“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag, 5. Dezember 2023, in Stuttgart im Anschluss an die Kabinettssitzung.

Der Einsatz digitaler Geräte und Programme im Unterricht ist richtig und wichtig: für die Qualität des Unterrichts, für die digitale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler sowie für das Lernen außerhalb des Unterrichts.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Das Kabinett hat beschlossen, dass die bestehende Digitalisierungsstrategie für öffentliche Schulen im Geschäftsbereich des Kultusministeriums angepasst werden soll. Die Strategie beinhaltet Ziele und Maßnahmen in vier zentralen Handlungsfeldern:

  • Infrastruktur und Ausstattung
  • Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • Lernen und Lehren
  • Prozesse und Organisation

Dazu gehört mit der Digitalen Bildungsplattform SCHULE@BW ein Werkzeug für den digital unterstützten Unterricht. Die Digitale Bildungsplattform ist modular aufgebaut und kann somit auch an zukünftige Anforderungen und Aufgaben angepasst werden. Schon jetzt werden einige Bausteine genutzt. Im Unterricht können zum Beispiel Moodle und itslearning eingesetzt werden. Moodle und itslearning sind sogenannte Lernmanagementsysteme, mit denen Unterricht digital unterstützt, geplant und durchgeführt werden kann. Neu dazu kommt nun der digitale Arbeitsplatz für Lehrkräfte. Damit erhalten erstmals alle Lehrkräfte eine dienstliche E-Mail-Adresse. Ziel ist es, nächstes Jahr alle Bausteine in einer Plattform zu bündeln. Die Pilotierung dafür war erfolgreich. Wenn alle Vertragsverhandlungen abgeschlossen sind, kann die Bildungsplattform bis zum Sommer 2024 in die Fläche gehen.

Schulen gestalten Wandel mit und nutzen pädagogische Möglichkeiten der Technik

„Die Schulen gestalten den Wandel mit und nutzen die pädagogischen Möglichkeiten der Technik. Schülerinnen und Schüler können damit differenzierter und individueller gefördert werden. Dabei sind Lehren und Lernen in der digitalen Welt nicht nur eine Frage der Technologien, sondern auch der Pädagogik und Didaktik. Mit der Digitalen Bildungsplattform Schule@BW und der Digitalisierungsstrategie digital.LÄND legt die Landesregierung ein besonderes Augenmerk auf beide Aspekte“, so die Staatssekretärin im Kultusministerium, Sandra Boser.

Zeitgleich mit der technischen Ausstattung der Schulen und der Ausgestaltung von rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen müsse eine systematische digitalisierungsbezogene Schulentwicklung erfolgen. „Auch im digitalen Zeitalter gilt: Die Pädagogik führt und die Digitalisierung folgt. Nicht umgekehrt! Im Kern geht es darum, die jungen Menschen zu befähigen, ihr Leben in der digitalen Welt frei und selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. Das müssen unsere Schulen leisten können. Mit der Digitalen Bildungsplattform und unserer Digitalisierungsstrategie gehen wir die richtigen Schritte“, so Kretschmann.

Staatssekretärin Boser: „Mit der überarbeiteten Digitalisierungsstrategie geben wir unseren Schulen, der Schulverwaltung aber auch außerschulischen Partnern ein klares Bild, wie wir eine Kultur der Digitalität in der Schule schaffen und ausbauen wollen.“ Auch Künstliche Intelligenz (KI) werde hierbei eine wichtige Rolle spielen. Das Kultusministerium setze sich dafür ein, dass KI-Anwendungen wie ChatBots oder Bildgeneratoren als Lerngegenstand im Unterricht behandelt und perspektivisch auch als Hilfsmittel für den Unterricht eingesetzt werden. Staatssekretärin Boser: „Wir haben einen breiten pädagogischen und didaktischen Konsens, dass KI-gestützte Systeme nicht ersetzend, sondern vielmehr ergänzend-begleitend einzusetzen sind. Diese Möglichkeiten möchten wir im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte nutzen.“

Mit Schulgesetzänderung rechtliche Grundlagen geschaffen

Schon vergangene Woche hatte die Landesregierung mit der Schulgesetzänderung die rechtlichen Grundlagen geschaffen, um die Nutzung zeitgemäßer und sicherer digitaler Verfahren für Kommunikation, Information und Prozesssteuerung sicherzustellen. Damit habe die Landesregierung bereits einen ersten Meilenstein gesetzt. Boser: „Unsere Schulen haben jetzt Rechtssicherheit bei der Nutzung der Digitalen Bildungsplattform und dem Einsatz digitaler Medien, Lehr- und Lernformen.“

Konkrete Projekte sind angelaufen. Ein Beispiel ist das Projekt „Robotik an der Grundschule“: Kinder werden dabei spielerisch mit Robotik vertraut gemacht und früh an die Digitalisierung herangeführt. Zusammen mit dem Landesmedienzentrum (LMZ) werden jährlich an 101 Grundschulen die dafür notwendigen Fortbildungen, die Technik und die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt. Die teilnehmenden Schulen erhalten dafür Robotik-Sets, von denen die ersten noch 2023 ausgeliefert werden.

Vier zentrale Handlungsfelder

Die Digitalisierungsstrategie beinhaltet Ziele und Maßnahmen in vier zentralen Handlungsfeldern:

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