Delegationsreise

Kretschmann besucht Finnland und Schweden

Terttu Savolainen (l.), Generaldirektorin des Regionalverwaltungsamtes Nordfinnland, und  Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) bei der Unterzeichnung einer Vereinbarung in Oulu (Finnland) (Bild: © Staatsministerium Baden-Württemberg)
Terttu Savolainen (l.), Generaldirektorin des Regionalverwaltungsamtes Nordfinnland, und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) bei der Unterzeichnung einer Vereinbarung in Oulu (Finnland)
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (M.) und die finnische Europaministerin Tytti Tuppurainen (r.) in Helsinki (Finnland) (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (M.) und die finnische Europaministerin Tytti Tuppurainen (r.) in Helsinki (Finnland)
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (3.v.r.), Verkehrsminister Winfried Hermann (3.v.l.) und Staatssekretärin Katrin Schütz (2.v.l.) beim Besuch von Nokia in Oulu (Finnland)
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (3.v.r.), Verkehrsminister Winfried Hermann (3.v.l.) und Staatssekretärin Katrin Schütz (2.v.l.) beim Besuch von Nokia in Oulu (Finnland)

Zur Halbzeit seiner Delegationsreise betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann die gemeinsamen Interessen von Baden-Württemberg und Finnland, etwa beim Eintritt für die Stärkung der Europäischen Union, beim Klimaschutz oder auch im Bereich der Zukunftstechnologien. Die Kooperationen sollen weiter ausgebaut werden.

„Wir in Baden-Württemberg haben Europa unglaublich viel zu verdanken. Die längste Phase von Frieden und Freiheit in unserer Geschichte und einen Wohlstand, der ohne das vereinte Europa nicht möglich wäre. Deswegen wollen wir der Motor sein, der das vereinte Europa weiter voranbringt – denn Bremser gibt es genug“, so Ministerpräsident Winfried am Mittwochabend, 25. September, in Helsinki. Kretschmann. „Ich bin sehr erfreut, dass Finnland Ähnliches im Sinn hat. Und beeindruckt, wie kraftvoll und ambitioniert das Land derzeit seine EU-Ratspräsidentschaft gestaltet. Für uns beide stehen insbesondere die Klimaneutralität der EU, die Steigerung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Einhaltung rechtsstaatlicher Standards im Vordergrund.“

Politische Gespräche in Helsinki

Bereits am Mittwochnachmittag war Kretschmann in Helsinki zu politischen Gesprächen mit der finnischen Europaministerin Tytti Tuppurainen und der Staatssekretärin im Umweltministerium Terhi Lehtonen zusammengekommen. Der Ministerpräsident zeigte sich beeindruckt von den ambitionierten Klimazielen, die sich Finnland gesetzt hat. Vor allem von der Absicht, bis 2035 klimaneutral zu sein: „Das ist konsequent und bespielhaft.“ Kretschmann sprach die Hoffnung aus, dass Finnland demnächst auch der Under-2-Coalition mit mittlerweile 220 Regionen und Großstädten der Welt beitreten werde. Staatssekretärin Lehtonen bedankte sich für die Initiative und erklärte die Bereitschaft des Umweltministeriums, zu partizipieren.

„Wir haben mit Finnland einen Partner, der für die Stärkung der EU eintritt. Die Länder, die Europa stark machen wollen, müssen in diesen Zeiten zusammenstehen“, erklärte Kretschmann. Er betonte, er unterstütze das klimapolitische Engagement Finnlands im Rahmen der finnischen EU-Ratspräsidentschaft. Darüber hinaus, so der Ministerpräsident, „ist die internationale Kooperation im Forschungsbereich elementar für die Zukunft Europas.“ Er verwies dabei insbesondere auf den Bereich der Künstlichen Intelligenz. Da könne Europa nur gemeinsam ein Gegengewicht zu den USA oder China bilden.

Finnland ist natürlicher Partner bei Zukunftstechnologien

Am Dienstag, 24. September, besuchte die Delegation in Oulu das VTT Technical Research Center of Finland. Das größte Forschungsinstitut Skandinaviens ist für die Koordination des finnischen 5G-Netzes verantwortlich. „Bei Zukunftstechnologien ist Finnland unser natürlicher Partner. Auch bei den Themen Smart Industry, Künstliche Intelligenz und 5G. Deshalb ist es wichtig, dass Baden-Württemberg zu Finnland langjährige Beziehungen pflegt und diese Kooperationen weiter ausbauen kann.“ In den Laboren der Universität Oulu informierte sich Kretschmann anschließend über die Themen 6G, Künstliche Intelligenz, automotive software development und Batterietechnik. Bei einem Besuch von Nokia Oulu kam Kretschmann daraufhin mit Nokia Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Hackenberg ins Gespräch. Nokia Oulu ist einer der wichtigsten Standorte des Konzerns und der einzige Standort, an dem Forschung, Entwicklung und Fertigung an einem Ort angesiedelt sind.

Vertiefung der Zusammenarbeit mit Nordfinnland, der Region Oulu und Kainuu

Bereits am Montag, 23. September, unterzeichnete Kretschmann mit der Generaldirektorin des Regionalverwaltungsamts Nordfinnland Terttu Savolainen eine gemeinsame Erklärung über die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg, Nordfinnland, der Region Oulu und Kainuu. „Seit über 30 Jahren besteht bereits eine Partnerschaft zwischen Nordfinnland und Baden-Württemberg. Eine Partnerschaft, die bereits viele Kooperationen angestoßen hat. In wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht ist die Bande zwischen unseren Regionen immer stärker geworden“, so Kretschmann. Unter anderem in den Bereichen Künstliche Intelligenz in Forschung und Lehre, Digitalisierung in Wirtschaft und Bildung und bei der Transformation des Automobilsektors sowie bei der Batterieforschung sollen zukünftig Entwicklungspartnerschaften gestärkt werden.

Delegation reist weiter nach Schweden

Am heutigen Donnerstag, 26. September, reist die Delegation weiter nach Schweden, wo in Göteborg unter anderem ein Besuch im Lindholmen Science Park, im Geely Innovation Center und bei Ericsson auf dem Programm stehen. Am Freitag, 27. September, in Stockholm wird Ministerpräsident Kretschmann zu politischen Gesprächen mit der Ministerin für Umwelt und Klima und stellvertretende Ministerpräsidentin Isabella Lövin sowie dem Minister für Finanzmärkte, Bau- und Wohnungswesen, Städtisches Bauen und Stadtentwicklung Per Bolund zusammenkommen.

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