Gespräch

Austausch zur Situation der Jesiden

von links nach rechts: Sarkis Agojan, Staatssekretär Florian Hassler und Gohdar Alkaidy stehen vor der Villa Reitzenstein.
v.l.n.r.: Sarkis Agojan, Staatssekretär Florian Hassler und Gohdar Alkaidy

Staatssekretär Florian Hassler hat in der Villa Reitzenstein in Stuttgart Gohdar Alkaidy und Sarkis Agojan von der „Stelle für Jesidische Angelegenheiten e.V.“ empfangen. Der Verein initiierte federführend die Bundestags-Petition zur Anerkennung des Völkermords an den Eziden. Die Petition wurde von über 57.000 Menschen unterstützt und wird in den nächsten Monaten im Deutschen Bundestag beraten. Auch die Landesregierung unterstützt die Petition und wandte sich mit einem entsprechenden Schreiben an die Vorsitzende des Petitionsausschusses, die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich.

Im Austausch sprachen die Gesprächspartner über die Situation der ezidischen Gemeinschaft insbesondere in der Region Dohuk und im Shingal-Gebirge. Dabei betonte Staatssekretär Hassler, dass das Land Baden-Württemberg weiterhin mit verschiedenen Projekten in den Bereichen Bildung und Infrastruktur aktiv sein wird, um den Menschen eine Rückkehr in ihre angestammte Heimat zu ermöglichen. Noch immer leiden Hunderttausende unter den Folgen des Völkermords und leben unter schwierigsten Bedingungen in den Flüchtlingscamps in der Autonomieregion Kurdistan (Nordirak).

Gohdar Alkaidy, Petent der Bundestagspetition und Vorstandsvorsitzender des Vereins: „Ich freue mich sehr, dass unsere Forderung nach Anerkennung des Völkermords an den Jesiden nun auch im Bundestag Gehör findet und ich bedanke mich bei allen, die sich maßgeblich für die Petition eingebracht haben. Mein besonderer Dank gilt dem Land Baden-Württemberg und Herrn Staatssekretär Hassler, die für mich in jesidischen Belangen wichtige Ansprechpartner sind.“

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