Bioökonomie

Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg

Um das Video zu sehen, müssen Sie dieses Feld durch einen Klick aktivieren. Dadurch werden Informationen an Youtube übermittelt und unter Umständen dort gespeichert. Bitte beachten Sie unsere Hinweise und Informationen zum Datenschutz

Die Landesregierung hat mit der neuen Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg“ den Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung der biobasierten Wirtschaft gesetzt. Die Strategie soll helfen, erneuerbare oder recycelbare Rohstoffe zu erschließen, die Treibhausgasemissionen zu senken und die Biodiversität zu stärken.

Gemeinsam haben das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und das Umweltministerium im Kabinett die neue Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg“ vorgestellt. „Damit setzt die Landesregierung den Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung der biobasierten Wirtschaft“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats. „Unsere Lebens- und Wirtschaftsweise beruht weitgehend auf dem Verbrauch endlicher fossiler Rohstoffe. Dies ist nicht nachhaltig und führt zu teils enormen Belastungen für Klima und Umwelt. Mit unserer Landesstrategie ‚Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg‘ werden wir den Einsatz nachwachsender Rohstoffe weiter vorantreiben. Dies dient dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und stärkt den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg, gleichermaßen im ländlichen Raum wie in urbanen Gebieten.“

Mit der Landestrategie verfolgt Baden-Württemberg vier grundlegende Ziele, die mit Hilfe von 37 Maßnahmen erreicht werden sollen. „Wir wollen mit innovativen biologischen Konzepten erneuerbare oder recycelbare Rohstoffe erschließen, die Treibhausgasemissionen senken und die Biodiversität stärken. Baden-Württemberg soll zu einem Beispielland für eine nachhaltige und kreislauforientierte Wirtschaftsform werden“, so Landwirtschaftsminister Peter Hauk und Umweltminister Franz Untersteller.

Stärkung der ländlichen Räume in Baden-Württemberg

Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz betonte, dass mit der Landesstrategie insbesondere auch die ländlichen Räume in Baden-Württemberg gestärkt werden sollen, indem die regionale Wertschöpfung durch innovative bioökonomische Lösungsansätze erhöht und attraktive zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Konzept der Bioökonomie orientiere sich an natürlichen Stoffkreisläufen und beziehe biologisches Wissen und Prinzipien ein. „Nach diesen Prinzipien arbeiten Land- und Forstwirtschaft bei uns schon seit Jahrhunderten. Es gilt nun, diese bewährten Konzepte weiterzuentwickeln und auf möglichst viele Lebens- und Wirtschaftsbereiche zu übertragen“, erklärte Hauk.

Große Potenziale lägen in einer verstärkten stofflichen und energetischen Nutzung von Nebenprodukten und Reststoffen aus der Land- und Ernährungswirtschaft sowie von Holz aus nachhaltiger und heimischer Waldbewirtschaftung, so Hauk.

Weiterentwicklung des Biogasanlagenbestandes

Ein weiterer Schwerpunkt liege in einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Biogasanlagenbestandes. „Hier brauchen wir nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung ökologisch und wirtschaftlich tragfähige Lösungsansätze für die rund 950 Biogasanlagen im Land. Biogasanlagen bieten günstige Schnittstellen für eine umfassende und dezentrale Biomassekonversion zu vielfältigen Produkten, wie Fasern, Plattformchemikalien, Nährstoff- und Energieprodukten“, sagte Minister Hauk.

Auch für die Industrie und in urbanen Räumen spiele die Bioökonomie künftig eine zunehmend wichtige Rolle, ergänzte Umweltminister Franz Untersteller. In der Strategie würden deshalb verschiedene Maßnahmen konkret das städtische und industrielle Entwicklungspotenzial ins Auge fassen. „Abfälle und Abwasser beispielsweise enthalten nutzbare Rohstoffe, die wir zurückgewinnen können. Forschung und Pilotprojekte können uns da weiterbringen. Unser Ziel ist es, sogenannte Bioabfall- und Abwasserraffinerien als Reallabore und Pilotanlagen aufzubauen, um biologische und bioinspirierte Verfahren zu entwickeln und umzusetzen. Es geht um innovative Bio-Technologien zur Ressourcenschonung durch effiziente Kreislaufwirtschaft“, sagte Untersteller.

Biologische Gewinnung von anorganischen Rohstoffen

Weitere große Themen sind daher die Entwicklung von Technologien zur biologischen Gewinnung von anorganischen Rohstoffen wie Metallen, Phosphor und Chemikalien sowie das biotechnische CO2-Recycling, um Rohstoffe für Energie- und Stoffkreisläufe zu erzeugen – ein Forschungsschwerpunkt der Bioökonomie mit Blick auf den Klimaschutz.

„Ich bin überzeugt, dass wir mit den Maßnahmen der Landesstrategie zur Bioökonomie dazu beitragen, die Wirtschaft in Baden-Württemberg nachhaltiger und damit zukunftsfähiger zu machen. Das Potenzial einer innovativen biobasierten oder biointegrierten Ökonomie ist enorm, es wird Innovationen anreizen und den Industriestandort Baden-Württemberg sichern helfen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Die Landesregierung plant, im Zeitraum von 2020 bis 2024 zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen 50 Millionen Euro bereitzustellen, je zur Hälfte für den Bereich des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Bioökonomie

Umweltministerium: Bioökonomie

Landestrategie „Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg“ (PDF)

*
  • Verkehrssicherheit

Geschwindigkeit senken rettet Leben

Ausschnitt der Landesflagge von Baden-Württemberg mit Wappen
  • Coronavirus

Änderung der Corona-Verordnung zum 6. August

Zwei Spaziergänger gehen durch den nördlichen Schwarzwald. (Foto: dpa)
  • Nationalpark

Corona beschert Nationalpark Besucherrekorde

Das neue Besucher- und Informationszentrums des Nationalparks Schwarzwald (Bild: bloomimages/dpa)
  • Nationalpark

Nationalparkzentrum Ruhestein öffnet stufenweise

Umweltminister Franz Untersteller im Gespräch. (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Sommertour

Umweltminister Untersteller auf Sommertour

Frau am Computer. (Bild: Land Baden-Württemberg)
  • Informationstechnik

Sicherheitszentrum IT in der Finanzverwaltung vorgestellt

Alexander Pfisterer, Dozent an der Universität Mannheim, demonstriert in einem Hörsaal der Universität die Aufzeichnung einer digitalen Wirtschaftsvorlesung. (Bild: picture alliance/Uwe Anspach/dpa)
  • Hochschulen

Besuch auf dem Campus Horb der DHBW Stuttgart

Digitalisierungsminister Thomas Strobl besuchte die Geschäftsführung der Schwarz-Gruppe.
  • Digitalisierung

Strobl besucht Schwarz-Gruppe

Die 170 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Dach der Landesvertretung Badem-Württemberg in Berlin (Bild: Lützow 7 Müller Wehberg Landschaftsarchitekten PartG mbB)
  • Landesvertretung

Klimafreundlicher Strom für die Landesvertretung in Berlin

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz besucht im Rahmen ihrer Ausbildungsreise die Firma Rolf Benzinger Spedition-Transporte GmBH im Tiefenbronn (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Ausbildung

Ausbildungsreise von Staatssekretärin Schütz

v.l.n.r.: Torsten Krenz (Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Baden-Württemberg), Michael Groh (Regionalbereichsleiter Südwest der DB Station&Service) und Verkehrsminister Winfried Hermann stehen an einem provisorischen barrierefreien Bahngleis im Bahnhof Göppingen. (Bild: © picture alliance/Marijan Murat/dpa)
  • Bahn

Verbesserungen für viele Bahnhöfe im Land

  • Nahverkehr

Mobilitäts-Checker berichten über Nahverkehr

  • MINT-Bildung

Wirtschaftsministerium fördert „CyberMentor“-Programm

Euro-Banknoten (Foto: © dpa)
  • Steuern

Wechsel an der Spitze des Finanzamtes Esslingen

Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)
  • Kernenergie

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg

Fachgespräch im Wald
  • Wald

Waldumbau in klimastabile Mischwälder

Mitarbeiter der Straßenmeisterei im Einsatz (Foto: © dpa)
  • Straßenbau

Grundstein für modernste Straßenmeisterei im Land

Logo der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg. (Bild: © Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg)
  • Wirtschaft

Auszeichnung für Industrie 4.0-Pioniere

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
  • Industriekonjunktur

Stabilisierungsmaßnahmen greifen, aber noch keine Entwarnung

Eine Laborantin untersucht Lebensmittel im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart. (Foto: © dpa)
  • Verbraucherschutz

Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung für 2019 vorgestellt

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft bei der Arbeit
  • Abfallwirtschaft

Abfallbilanz für 2019 vorgestellt

Aussenaufnahme der Justizvollzugsanstalt Heilbronn (Bild: © Franziska Kraufmann/dpa)
  • Vermögen und Hochbau

Land saniert Turnhalle in der Justizvollzugsanstalt Heilbronn

Eine Studentin jobbt nebenher in einer Eisdiele (Symbolbild: © dpa).
  • Steuern

Steuertipps für Ferienjobs

  • Landwirtschaft

Auftakt der VON DAHEIM-Tour 2020 in Titisee-Neustadt

Mitarbeiter arbeiten im Corona-Testcenter am Stuttgarter Flughafen. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • Coronavirus

Land weitet Tests für Reiserückkehrer aus