Auszeichnung

Große Staufermedaille in Gold für Dr. Erwin Vetter

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) und Dr. Erwin Vetter (l.)

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Dr. Erwin Vetter die Große Staufermedaille in Gold verliehen und seine vielfältigen Verdienste gewürdigt. Vetter war Oberbürgermeister von Ettlingen, Landesminister und Präsident der Führungsakademie Baden-Württemberg.

„Dr. Erwin Vetter setzte als erster Umweltminister Baden-Württembergs von 1987 bis 1992 nicht auf große Worte, sondern auf gute, nachhaltige und ganz konkrete Maßnahmen. Er hat damit Pflöcke eingehauen und Standards gesetzt“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann anlässlich der Verleihung der Großen Staufermedaille in Gold an Dr. Vetter.

Tatkräftiger erster Umweltminister des Landes

Auf Dr. Vetters Initiative hin wurden in Baden-Württemberg innerhalb weniger Jahre wichtige Gesetze zum Schutz der Umwelt verabschiedet: zum Biotopschutz, zum Bodenschutz, aber auch zum Schutz vor giftigem Sondermüll. Mit dem Integrierten Rheinprogramm habe Dr. Vetter eine bundesweit vorbildliche Maßnahme auf den Weg gebracht, so Kretschmann. „Dr. Vetter hat eine große Liebe zur Heimat und zur Natur. Ganz besonders natürlich zum Schwarzwald. Das habe ich an seiner Unterstützung für den Nationalpark Nordschwarzwald sehr deutlich und dankbar gespürt.“

Von 1992 bis 1996 war Dr. Vetter Minister im Staatsministerium. Hier war er maßgeblich an der Europapolitik des Landes, an der Verwaltungsreform der 90er-Jahre sowie an der Sender-Fusion zum heutigen SWR beteiligt. Anschließend war er zwei Jahre lang Sozialminister. Nach seinem Ausscheiden aus dem Kabinett leitete Dr. Vetter viele Jahre lang als Präsident die Führungsakademie Baden-Württemberg.

„In vielen Jahren und Jahrzehnten Gutes für die Menschen getan“

„Dr. Vetter hat in vielen Jahren und Jahrzehnten Gutes für die Menschen getan. Vor allem auch als Oberbürgermeister von Ettlingen von 1974 bis 1987“, betonte der Ministerpräsident. „Wer heute nach Ettlingen kommt, sieht überall Spuren seiner Amtszeit und seines Wirkens.“ Vetter habe etwa mit großem Einsatz und viel Umsicht die Sanierung des historischen Stadtkerns betrieben. Nach der Gemeindereform habe er das bürgerschaftliche Leben und den Zusammenhalt in Ettlingen gestärkt, die Verkehrsanbindung verbessert und den Ruf Ettlingens als Kulturstadt von Rang begründet und gefestigt. Dr. Vetter habe zudem Ettlingen immer stärker eingebunden in die Region. „Dr. Erwin Vetter hat entscheidend zur Gründung und zum Erfolg der ‚Technologie-Region Karlsruhe‘ beigetragen“, sagte Kretschmann. „Ein Einsatz, der seine Stärken zur Entfaltung bringen konnte: Eine Idee zu entwickeln, auf die Menschen zuzugehen und sie für ein gemeinsames Ziel zu begeistern – und dieses Ziel dann mit Geduld und guten Kompromissen auch tatsächlich zu erreichen. Überall wo Dr. Vetter Verantwortung übernommen hat, war auf sein Wort Verlass. Und das ist bis heute so geblieben.“

Zahlreiche Ehrenämter

Dr. Vetter übernahm auch zahlreiche Ehrenämter im Kreistag, in der CDU, in der Kirche, im Sport, in der Bildung, Kultur und Wissenschaft. 1993 gründete Dr. Erwin Vetter die „Stiftung pro Politik“ und leitete sie fast 20 Jahre lang. „Ziel dieser Stiftung ist es bis heute, bei jungen Menschen das Interesse für unsere Demokratie zu wecken, ihr Verantwortungsgefühl für unser Gemeinwesen zu schärfen und entsprechende schulische Leistungen und außerschulische Aktivitäten zu fördern und auszuzeichnen. Eine wunderbare Idee, die nun schon seit 25 Jahren erfolgreich in die Tat umgesetzt wird“, betonte Kretschmann.

Mediathek: Bilder zum Herunterladen

Weitere Meldungen

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Collage aus sechs Personen vor blauem Hintergrund
Schule

3 Fragen 3 Antworten: mit Gewinnerinnen und Gewinner des Lehrkräfte

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizintechnik

Land setzt sich für Reformen in der Medizintechnikbranche ein

Fähnchen der Europäischen Union und der Schweiz stehen im Nationalratssaal in Bern
Europa

Vertragspaket zwischen der EU und der Schweiz unterzeichnet

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau