Aktion

Friedenslicht aus Bethlehem erstrahlt in der Villa Reitzenstein

Eine Gruppe von Pfadfinderinnnen und Pfadfindern hat das Friedenslicht aus Bethlehem an Ministerpräsident Winfried Kretschmann übergeben. Das Friedenslicht steht als Symbol für Frieden und Versöhnung in der Welt.

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern bei der Übergabe des Friedenslichts
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern bei der Übergabe des Friedenslichts

„In unserer Erwachsenenwelt sind wir manchmal ein bisschen mutlos. Klimawandel, Krisen, Kriege. Da verlässt viele der Mut: Statt die Herausforderungen kraftvoll anzupacken, ziehen sie sich zurück, schimpfen über alles und wählen den bequemsten Weg. Manche glauben gar: Wenn man die Augen verschließt, wird es schon nicht so schlimm werden. Aber Gott sei Dank gibt es junge Leute wie Euch! Weil Ihr mehr als einen Funken Mut zeigt. Ihr bleibt nicht zuhause sitzen, sondern geht mit Eurem Friedenslicht zu den Menschen und setzt Euch bei ihnen für ein friedliches Zusammenleben, ein gerechtes Miteinander und eine menschliche Welt ein. Dafür danke ich Euch sehr!“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Übergabe des Friedenslichts aus Bethlehem in der Villa Reitzenstein.

Wie bereits in den vergangenen Jahren, hat am 15. Dezember 2025 eine Gruppe Pfadfinderinnen und Pfadfinder im feierlichen Rahmen das Friedenslicht überreicht. Entzündet in Bethlehem in der Geburtskirche Jesu, nimmt es jedes Jahr im Dezember über Österreich seinen Weg nach Deutschland und steht als Symbol für Frieden und Versöhnung in der Welt.

Motto „Ein Funke Mut“

Das diesjährige Motto „Ein Funke Mut“ will zum mutigen Handeln im Alltag motivieren. Mut ist nicht immer laut oder heldenhaft, sondern beginnt schon im Kleinen, so die Organisatoren – mit Freundlichkeit, aber auch entschlossenem Handeln angesichts von Ungerechtigkeit. Dann könne ein Funke Mut auch der Anfang sein, unsere Demokratie zu schützen, Hoffnung zu geben, Verantwortung zu übernehmen.

„Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr für Euren Mut belohnt werdet. Und der Funke auf Eure Klassenkameraden und Freunde, auf die Erwachsenen, auf die Welt überspringt“, so Ministerpräsident Kretschmann zum Abschluss der kleinen Feier. 
Die diesjährige Delegation bestand aus 17 Personen, darunter fünf begleitende Erwachsene und 12 Jugendliche im Alter von 9 bis 24 Jahren. Die Gruppe setzt sich zusammen aus der katholischen Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) (1 Person), dem katholischen Mädchenverband der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) (5 Personen), dem evangelischen Verband Christlicher Pfadfinder*innen (VCP) (5 Personen) sowie dem überkonfessionellen Bund der Pfadfinder*innen (BdP) (6 Personen).

Friedenslicht aus Bethlehem

Das Friedenslicht geht zurück auf eine Initiative des Österreichischen Rundfunks im Jahr 1986: In den Wochen vor Weihnachten soll ein Licht aus Bethlehem als Botschaft des Friedens und als Zeichen der Völkerverständigung durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden. Das Friedenslicht wird an der Flamme der Geburtsgrotte Jesu entzündet und seit 1994 in einer Gemeinschaftsaktion der vier Pfadfinderverbände in Deutschland verteilt. Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht in Deutschland an über 500 Orten weitergegeben.

Die 220.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder wollen mit der Weitergabe des Friedenslichtes ihren Beitrag zum Frieden leisten. Dazu fährt in jedem Jahr ein Kind aus Österreich nach Bethlehem und entzündet dort das Friedenslicht. Im vergangenen Jahr war das aufgrund der instabilen politischen Lage vor Ort nicht möglich. Dieses Jahr konnte durch Vermittlung palästinensischer Partner das Licht vor Ort entzündet und noch vor Ort an die österreichische Delegation überreicht werden. In Stuttgart gibt es die Aktion seit 2001.

Am 14. Dezember 2025 ist das Friedenslicht aus Österreich in Stuttgart eingetroffen. Die zentrale Stuttgarter Aussendungsfeier fand am selben Tag, dem 3. Advent, in der Evangelische Stadtkirche in Stuttgart-Bad Cannstatt statt.

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