Sport

Mehr als 600 Millionen Euro für Sportvereine und -verbände

Das Land und der Landessportverband haben den fünften Solidarpakt Sport unterzeichnet. Ab 2027 steigen die Fördermittel für den Sport deutlich für weitere fünf Jahre um jährlich 16 Millionen Euro.

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Eltern und Kinder turnen in einer Sporthalle in Berlin.
Symbolbild

Mit dem Solidarpakt Sport V (PDF) bekräftigen das Land und der Landessportverband genau fünf Jahre nach der vierten Ausgabe des Solidarpakts Sport im Februar 2021 ihre gemeinsame Verantwortung, den Sport im Südwesten weiterzuentwickeln. Ab 2027 erhöht das Land die jährlichen Mittel um 16 Millionen Euro – von bislang etwa 105 Millionen auf ungefähr 121 Millionen Euro pro Jahr. In Summe macht das 605 Millionen Euro für die gesamte Laufzeit des Solidarpakts Sport V. Bis 2031 stehen damit 80 Millionen Euro zusätzlich für den Sport zur Verfügung. Diese Mittel sind für sogenannte nicht-investive Maßnahmen vorgesehen, also beispielsweise für Programme, Lehrgänge und die laufende Unterstützung von Vereinen und Verbänden. Hinzu kommen neben dem Solidarpakt weitere Mittel für Investitionen.

Motor für Gesundheit, Bildung, Teilhabe und Zusammenhalt

Ziel der Förderung des Sports ist es, diesen nachhaltig als Motor für Gesundheit, Bildung, Teilhabe und Zusammenhalt zu sichern. Die Förderung orientiert sich am Landessportplan, im Mittelpunkt stehen:

  • der ehrenamtlich geprägte Breiten- und Freizeitsport
  • der Nachwuchsleistungssport
  • der Schulsport und die Zusammenarbeit von Schulen mit Sportvereinen
  • eine moderne und bedarfsgerechte Sportinfrastruktur
Sport ist ein wichtiger Kitt für unsere Gesellschaft. Daher fördern wir den organisierten Sport mit seinen über vier Millionen Mitgliedern in den Sportvereinen im ganzen Land aus tiefster Überzeugung.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte: „Sport verbindet. Egal ob Fußball, Leichtathletik, Schwimmen oder Ski fahren – hier spielt es keine Rolle, woher ich komme oder was ich glaube. Im Sport geht es um gemeinsames Vorankommen, gegenseitige Unterstützung, Teamgeist, Fairness und Respekt. Keiner ist ohne Training, ohne Hilfe erfolgreich. Und die Erfahrung, dass in Niederlagen andere für einen da sind – das sind die Momente, die bleiben. Sport ist ein wichtiger Kitt für unsere Gesellschaft. Daher fördern wir den organisierten Sport mit seinen über vier Millionen Mitgliedern in den Sportvereinen im ganzen Land aus tiefster Überzeugung. Denn hier zahlt sich jeder Cent aus.“

Sportministerin Theresa Schopper betonte: „600 Millionen Euro für den Sport – gerade in Zeiten zurückgehender Steuereinnahmen – das ist wirklich eine starke Ansage. Mit dem Solidarpakt V setzen wir ein klares, nachhaltiges Signal: Wir stehen fest an der Seite des Sports. Unsere Verbände und Vereine bekommen Rückenwind, verlässliche Planungssicherheit und echte Perspektiven, um sich weiterzuentwickeln. Wir bringen damit ganz konkret mehr Menschen in Bewegung – und vermitteln gleichzeitig Werte wie Teamgeist, Fairness und Zusammenhalt. Das stärkt jede und jeden Einzelnen und hält unsere Gesellschaft zusammen.“

Sportvereine leisten unverzichtbare Arbeit für die Gesellschaft

Finanzminister Dr. Danyal Bayaz ergänzte: „Unsere Sportvereine und Sportverbände leisten unverzichtbare Arbeit für unsere Gesellschaft, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Investitionen in den Sport sind Investitionen in unsere Zukunft. Eine intakte sportliche Infrastruktur ist ein wesentlicher Bestandteil einer guten staatlichen Infrastruktur.“

Jürgen Scholz, Präsident des Landessportverbands Baden-Württemberg, sagte: „Der Solidarpakt Sport V ist ein eindrückliches Zeichen dafür, wie wertvoll der Sport für das Land Baden-Württemberg ist. Dass in Zeiten angespannter Haushalte zusätzliche Mittel für den organisierten Sport bereitgestellt werden, bestärkt uns in unserer Arbeit. Die Vereinbarungen geben uns nicht nur Planungssicherheit, sondern auch den nötigen finanziellen Rückenwind für dringend notwendige Entwicklungen. Und sie bilden die Grundlage dafür, dass der Sport seiner gesellschaftlichen Verantwortung als größte Bewegung des Landes auch zukünftig gerecht werden kann. Unser Dank gilt der Regierung sowie allen Gesprächspartnern für die überparteiliche Unterstützung.“

Vielfältige Investitionszwecke

Die Erhöhungen sind unter anderem für Kooperationen zwischen Schulen/Kindertageseinrichtungen und Sportvereinen, für die Aus- und Fortbildung (Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Trainerinnen und Trainer, Führungskräfte); aber auch für die institutionelle Förderung der Sport- und Sportfachverbände vorgesehen. Noch mehr Kindern soll das überlebensnotwendige Schwimmenlernen ermöglicht werden. Special Olympics Baden-Württemberg werden dauerhaft weitere Mittel zur Verfügung gestellt, um die vielfältigen inklusiven sowie zielgruppenspezifischen Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen weiterzuentwickeln. Der Leistungssport erhält dauerhaft eine Erhöhung der Mittel beispielsweise für das Personal, die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Olympiastützpunkte, die Talenterkennung in Schule und Ganztag, den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Baden-Württemberg sowie für Maßnahmen zum Schutz von interpersoneller Gewalt.

Weitere Informationen

Die Einigung über die genannten Fördersummen des Solidarpakts Sport V steht unter Vorbehalt der erforderlichen Beschlüsse des Haushaltsgesetzgebers.

Neben den 605 Millionen Euro über die gesamte Laufzeit des Solidarpakt Sport V (jährlich 121 Millionen Euro für fünf Jahre) sind im Solidarpakt Sport V weitere flankierende Maßnahmen des Landes verschriftlicht:

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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