Kultur

John Cranko und das Stuttgarter Ballett − eine Hommage

LV Baden-Wuerttemberg John Cranko
Friedemann Vogel und Vivien Arnold
LV Baden-Wuerttemberg John Cranko
LV Baden-Wuerttemberg John Cranko
Joachim Lang und Friedemann Vogel
LV Baden-Wuerttemberg John Cranko
LV Baden-Wuerttemberg John Cranko
Dienststellenleiter Stephan Ertner
LV Baden-Wuerttemberg John Cranko
LV Baden-Wuerttemberg John Cranko
LV Baden-Wuerttemberg John Cranko
V.l.n.r.: Friedemann Vogel, Vivien Arnold und Joachim Lang

Einen Kinoabend von großer Intensität erlebte das Publikum am 1. Juli 2025 in der Landesvertretung. Gezeigt wurde der Kinofilm „Cranko“ – ein feinfühlig inszeniertes Porträt des legendären Choreografen John Cranko, realisiert von Regisseur Joachim A. Lang. Cranko, 1961 als Ballettdirektor nach Stuttgart berufen, war nicht nur ein Pionier des narrativen Balletts, sondern ein wahrer Architekt künstlerischer Freiheit. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Stuttgarter Ballett zu einer der führenden Compagnien weltweit. Seine Werke wie Romeo und Julia, Onegin oder Die Kameliendame sind längst Klassiker auf internationalen Bühnen.

Im Anschluss an die Filmvorführung fanden sich drei prägende Stimmen der Stuttgarter Ballettgeschichte zu einem Gespräch ein: Vivien Arnold, langjährige Kommunikations- und Dramaturgiechefin des Stuttgarter Balletts, Friedemann Vogel, Erster Solist, Kammertänzer und international gefeierter Bühnenstar, sowie Regisseur Joachim A. Lang. In intensiven, persönlichen Rückblicken wurde nicht nur die künstlerische Strahlkraft Crankos lebendig – es offenbarte sich auch ein tiefes emotionales Vermächtnis, das bis in die Gegenwart reicht.

Vivien Arnold, die wie kaum eine andere den dramaturgischen Herzschlag der Compagnie mitgestaltete, schilderte die feinsinnige Verbindung von Wort und Bewegung in Crankos Werken. Friedemann Vogel, selbst Symbol für technische Perfektion und künstlerische Reife, würdigte Crankos Verständnis für den Tänzer als erzählenden Menschen. Und Joachim A. Lang, bekannt für seine sensiblen Künstlerporträts, ließ durch seine Erzählweise erkennen, dass „Cranko“ weit mehr ist als ein biografischer Film. So wurde dieser Abend zu einer vielschichtigen Hommage – nicht nur an John Cranko, sondern an die verbindende Kraft von Tanz, Film und Erinnerung.

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