6. Frauennetzwerkveranstaltung

Frauen im Fokus: Medizin neu denken

Mandy Mangler, Chefärztin für Gynäkologie im Berliner Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Prof. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin für Gynäkologie im Berliner Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Besucherinnen der Frauennetzwerkveranstaltung im Gespräch
Beim Frauennetzwerktreffen in der Landesvertretung Baden-Württemberg wurde die Benachteiligungen von Frauen im Gesundheitssystem thematisiert.
Beatrice Aretz und Awa Naghipour
Beatrice Aretz (r.) und Awa Naghipour liegt das Thema Frauengesundheit am Herzen
Frauen im Gespräch
Austausch über gendersensible Medizin
Besucherinnen schauen Reanimationspuppe an
Demonstration von Frauengesundheit an der weiblichen Reanimationspuppe
Zuschauerinnen der Podiumsdiskussion
Großes Interesse am Thema gendersensible Medizin
Teilnehmer des Frauennetzwerktreffens: Awa Naghipour, Beatrice Aretz, Dr. Ulrike Poller (BMG), Mandy Mangler, Moderatorin Ebru Taşdemir und Daniel Daniel Mouratidis, Leiter der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin
Awa Naghipour, Beatrice Aretz, Dr. med. Ulrike Poller, Prof. Dr. Mandy Mangler, Moderatorin Ebru Taşdemir und Daniel Daniel Mouratidis, Leiter der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin (v.l.)

Beim sechsten Frauennetzwerktreffen in der Landesvertretung Baden-Württemberg wurde die Benachteiligung von Frauen im Gesundheitssystem thematisiert. Damit sich strukturell etwas ändert, braucht es mehr Forschung und Aufklärung. Frauengesundheit ist mehr als Reproduktionsmedizin – das war die klare Botschaft des Treffens in der Tiergartenstraße. Chefärztin Prof. Dr. Mandy Mangler, Science-Slammerin und Gesundheitsunternehmerin Beatrice Aretz, die Ärztin Awa Naghipour und Dr. med. Ulrike Poller, Leiterin der Unterabteilung für öffentliche Gesundheit und primäre Prävention im Bundesgesundheitsministerium (BMG), machten klar, warum ein Paradigmenwechsel im Umgang mit Frauen im Gesundheitssystem nötig ist.

Medizin braucht einen Paradigmenwechsel

Frauengesundheit wird noch immer zu häufig auf reproduktive Aspekte reduziert, obwohl hormonelle, soziale und strukturelle Faktoren eine entscheidende Rolle spielen – bekannt als „Bikini-Medizin". Dazu kommt „Medical Gaslighting": Viele Patientinnen erleben, dass ihre Beschwerden nicht ernst genommen werden – eine Form von Diskriminierung, die es abzubauen gilt. Positiv bewertet wurde, dass das Bundesgesundheitsministerium erstmals zehn Millionen Euro Forschungsgelder bereitstellt. Faktenbasiertes Wissen und KI-Daten mit Frauenfokus sind dabei ebenso entscheidend wie eine bessere Kommunikation im Behandlungszimmer – denn die Patientin ist die Expertin ihres eigenen Körpers. Als konkrete Orientierung empfahlen die Expertinnen das Akronym BEAT: Bewegung, Ernährung, Alkoholverzicht und Tabakfreiheit – eine alltagstaugliche Formel für mehr Eigenverantwortung in der Gesundheitsprävention. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Gesundheitssystem, das strukturell Raum für Prävention schafft – nicht nur empfiehlt.

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5. Frauennetzwerk: Selbstbestimmung in Gefahr
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5. Frauennetzwerk

Frauenrechte: Selbstbestimmung in Gefahr

Gruppenbild der Podiumsteilnehmerinnen (v.l.n.r.): Mina Saidze, Data Evangelist und Gründerin von Inclusive Tech, Moderatorin Dörthe Eickelberg, Dr. Ines Kappert, Leiterin des Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie, Lourdes Martínez, Vorstandssprecherin und Vorstandsvorsitzende DaMigra (Dachverband der Migrantinnenorganisation) und Yumin Li, Beauftragte für Anti-Diskriminierung, Diversity-Policies und Gerechtigkeit der Schwarzkopf-Stiftung
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3. Frauennetzwerkveranstaltung
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