Hochschulen

Spatenstich für Neubau Kunst- und Theatertherapie

In Nürtingen entsteht ein Neubau für die Kunst- und Theatertherapie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Das Land investiert in den Neubau rund 26 Millionen Euro.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Visualisierung des Neubaus Kunst- und Theatertherapie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Visualisierung des Neubaus

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat am 6. Februar 2025 gemeinsam mit Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und Wissenschaftsstaatssekretär Arne Braun den Spatenstich für den Neubau der Kunst- und Theatertherapie in Nürtingen vorgenommen. Auf dem Campus Braike der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) wird für die Studiengänge der Kunst- und Theatertherapie gebaut. In dem Neubau werden die verschiedenen Standorte der Kunst- und Theatertherapie an einem Ort zusammengeführt. So wird künftig ein Campus der kurzen Wege und des interdisziplinären Austauschs entstehen.

Zeichen für Humanität, Menschenwürde und Zusammenhalt

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Mit dem Neubau machen wir Schluss mit der Zersplitterung der Kunst- und Theatertherapie auf verschiedene Häuser und unterstützen die Hochschule weiterhin nach Kräften. Trotz schwieriger Haushaltslage investieren wir in den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg. Damit stärken wir Forschung und Lehre in diesen gesellschaftlichen relevanten Fächern und setzen ein Zeichen für Humanität, Menschenwürde und Zusammenhalt in Baden-Württemberg."

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett: „Ich freue mich, dass es nun richtig los geht mit dem Bauen. Das neue Gebäude wird das Campusareal Braike aufwerten und entspricht mit seinem reduzierten Technikeinsatz, seiner auf lange Lebensdauer ausgerichteten Materialwahl, der Fassadenbegrünung, PV auf dem Dach und dem Nahwärmeanschluss unseren Zielsetzungen des nachhaltigen Bauens."

Wissenschaftsstaatsekretär Arne Braun: „Die HfWU genießt in der Kunst- und Theatertherapie in Deutschland und Europa schon jetzt einen hervorragenden Ruf. Das Angebot an Bachelor- und Masterstudiengängen ist bundesweit einzigartig. Die Studienelemente sind eine spannende Verbindung aus Methoden der Psychotherapie und Theaterpädagogik. Der Neubau schafft optimale Bedingungen für die Lehrenden und Studierenden."

Rund 4.000 Quadratmeter Fläche

Der Neubau entsteht am Campus Schelmenwasen. Der Kubus bildet den Auftakt zum Campusgelände und wird zur neuen Adresse der HfWU am Campus Braike. Mit Innenhof und Flachdach verfügt der Neubau über vier Geschosse. Auf rund 4.000 Quadratmetern entstehen große, stützenfreie Räume für Hörsaal, Atelier-, Theater- und Bewegungs- und Seminarräume. Auch Platz für Werkstätten und Büros wird geschaffen.

Ziel ist es, die Gebäudetechnik zu reduzieren und alle technischen Komponenten so einfach wie möglich zu gestalten. Auf maschinelle Lüftung und Raumkühlung wird weitgehend verzichtet. Die Fenster in den Fassaden sind optimiert für den sommerlichen Wärmeschutz, die solaren Einträge im Winter und die Belichtung. Zudem wird es eine Fassadenbegrünung geben. Und das Dach wird mit einer Photovoltaikanlage mit rund 600 Quadratmetern belegt. Die PV-Anlage erzeugt dann jährlich etwa 114.000 Kilowattstunden Strom.

Das Land investiert in den Neubau rund 25,85 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2029 geplant. Verantwortlich für das Projekt ist Vermögen und Bau Ludwigsburg.

Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) hat 2024 ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Mit Vertrag vom 21. März 2016 wurde die private Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen (HKT) mit den Studiengängen Kunst- und Theatertherapie in die HfWU eingegliedert. An den beiden Standorten der Hochschule studieren derzeit mehr als 5.200 Personen.

Weitere Meldungen

Auswärtige Kabinettssitzung im Kloster Schussenried, Bibliothekssaal
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 25. März 2025

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (stehend) bei seiner Ansprache beim Besuch des KUNSTschalters Schemmerhofen.
Kunst und Kultur

Kretschmann besucht KUNSTschalter Schemmerhofen

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Krankenhäuser

Umfrage zur wirtschaftlichen Situation der Kliniken im Land

Finanzminister Danyal Bayaz steht vor dem Kunstgebäude am Schlossplatz in Stuttgart, angelehnt an eine Glasfassade, die Details der Gebäudestruktur widerspiegelt.
Podcast

„Warum geht ihr an Schulen?“

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Fachkräfte

Gemeinsam für gute Mitarbeitende im ÖPNV

Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)
Start-up BW

Envima im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch 2025“

Staatssekretärin Elke Zimmer am Rednerpult während des Kick-offs von „Zukunft in Fahrt“
Nahverkehr

Projekt zur Personalgewinnung rund um Bus und Bahn

Bauarbeiter erneuern den Fahrbahnbelag auf einer Straße (Bild: © dpa).
Verkehr

B 10 Gingen–Geislingen: Bund hat Gesehenvermerk erteilt

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Frau und Beruf

Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet

Gebäude des Bundesrats
Bundesrat

Impulse für ein wettbewerbsfähiges Europa

Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht bei der Plenarsitzung im Deutschen Bundesrat.
Bundesrat

Baden-Württemberg stimmt Grundgesetzänderung zu

Eine ehrenamtliche Helferin gibt zwei syrischen Flüchtlingen Deutschunterricht. (Bild: © dpa)
Gesundheit

Land fördert Sprachmittler im Gesundheitswesen

Von links nach rechts: Digitalisierungsminister Thomas Strobl, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Gesundheitsminister Manne Lucha stehen hinter einem großen Schriftzug „MEDI:CUS“ auf der Bühne.
Gesundheit

Land präsentiert Medizindaten-Infrastruktur der Zukunft

Spitzengespräch zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei Fragen der Raumplanung mit Vertretern aus Baden-Württemberg, Frankreich und der Schweiz in Rheinfelden.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Raumplanung über Grenzen hinweg

Ein Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH überprüft mit einem Tablet die Betriebsdaten von vernetzten Maschinen für Metallspritzguss. (Foto: © dpa)
Wirtschaft

Rund zwei Millionen Euro für Technologietransfer