Auszeichnung

Große Staufermedaille in Gold an Prof. Birgit Keil

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) übergibt Ballettdirektorin Birgit Keil (r.) die Große Staufermedaille in Gold (Bild: Chris Frühe)
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und Ballettdirektorin Birgit Keil (r.)

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat der scheidenden Direktorin des Staatsballetts des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, Prof. Birgit Keil, die Große Staufermedaille in Gold überreicht und sie als tänzerische Botschafterin für unser Land gewürdigt.

„Mit Prof. Birgit Keil wollen wir eine große Seele des Tanzes ehren. Eine Frau, die in unzähligen Rollen brilliert, Tänzerinnen und Tänzer und Choreografinnen und Choreografen inspiriert, Kritikerinnen und Kritiker begeistert und ihr Publikum immer wieder tief berührt hat. Mit der besonderen Magie, die um sie und ihren Tanz herum entsteht“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Samstag (20. Juli 2019) in Karlsruhe anlässlich der Überreichung der Staufermedaille an Prof. Keil. „Es ist ein Glück für die Kulturlandschaft in Baden-Württemberg, wenn Ausnahmekünstlerinnen wie Prof. Keil bei uns ihre Heimat und Wirkstätte finden.“

„Prof. Keil hat als Primaballerina und Ballettdirektorin Tanzgeschichte geschrieben. Über zwanzig Jahre lang hat sie Tänzerinnen und Tänzern, Choreografinnen und Choreografen eine professionelle Karriere ermöglicht. Für ihren ‚Karlsruher Weg‘, einem Mix aus Klassikern und neuen Kreationen, dankt das Publikum Prof. Keil, Vladimir Klos und der ganzen Compagnie mit Standing Ovations und ausverkauften Vorstellungen. In der baden-württembergischen Tanzszene ist sie eine Institution und für das Land ist es ein großes Glück, dass sie auch nach ihrer aktiven Bühnenlaufbahn ihrer Heimat treu geblieben ist“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Choreografische Meilensteine der internationalen Ballettgeschichte in Karlsruhe

„In ihrer Zeit als Ballettdirektorin am Badischen Staatstheater Karlsruhe hat sie innerhalb kürzester Zeit ein Ensemble aufgebaut, das ein technisch und darstellerisch anspruchsvolles und vielseitiges Repertoire meisterhaft beherrscht. Dank ihrer hervorragenden weltweiten Vernetzung ist es Prof. Keil und Vladimir Klos gelungen, choreografische Meilensteine der internationalen Ballettgeschichte in Karlsruhe zeigen zu können“, so Theresia Bauer.

Prof. Keil ist prägend für die hiesige Kulturlandschaft. Sie genoss ihre Ausbildung zur klassischen Tänzerin an der Ballettschule der Württembergischen Staatstheater. Damit begann sie eine Karriere, die sie fest an Baden-Württemberg binden sollte. An dieser besonderen Bindung änderte sich auch nichts, als Prof. Keil für ein Jahr nach London zog um ihren Tanz zu vervollkommnen. Auch als sie auf den großen Bühnen der Welt, wie in New York oder in Mailand auftrat, zog sie daraufhin immer wieder zurück nach Baden-Württemberg. Kretschmann: „Prof. Keil war prägende Kraft in John Crankos ,Ballettwunder‘ und hat den Weltruhm des Stuttgarter Balletts mitbegründet. Und sie war die ,Primaballerina elegantissima‘ im Starquartett neben Marcia Haydée, Richard Cragun und Egon Madsen.“

Tänzerische Botschafterin für unser Land

„Nach einer fast vier Jahrzehnte langen Karriere als Tänzerin hat Prof. Keil, für die ‚Untätigkeit ein Alptraum‘ ist, ganz neue Rollen gefunden und ausgefüllt: als Stifterin, als Professorin, Pädagogin und als Direktorin“, so Kretschmann. 1995 beendete Prof. Keil ihre Bühnenkarriere und gründete zeitgleich eine private Tanzstiftung. Ihre Arbeit bewegte sich fortan von der Bühne hinter die Kulissen: Durch die Tanzstiftung hat Prof. Keil mehr als 300 Nachwuchstänzerinnen und -tänzer gefördert. Zwei Jahre später übernimmt sie die Leitung der Akademie des Tanzes. Seit 2003 prägt Prof. Keil als Direktorin das Karlsruher Ballett mit ihrer Leidenschaft zum Tanz, ihrer Professionalität und ihrer Kreativität.

„Heute möchte ich Prof. Birgit Keil mit der Großen Staufermedaille in Gold ehren. Für ihre wertvollen Verdienste als Botschafterin der Kunst und Kultur – und insbesondere des Tanzes – für unser ganzes Land“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

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