Sicherheit

Gesetzesbündel für ein sicheres Baden-Württemberg

Ein neues Gesetzesbündel soll die Sicherheit im Land substanziell weiter verbessern. Dazu zählen das Verfassungsschutzgesetz, das Katastrophenschutzgesetz und das Landesdatenschutzgesetz.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zwei Mitarbeitende des THW stehen vor einem THW-Einsatzfahrzeug.
Symbolbild

Der Ministerrat hat am 23. September 2025 ein Gesetzesbündel auf den Weg gebracht, das die Sicherheit im Land ganz substanziell weiter verbessert. Die Neufassung des Verfassungsschutzgesetzes gibt dem Verfassungsschutz mehr Möglichkeiten. Mit dem neuen Katastrophenschutzgesetz wird der Bevölkerungsschutz ganz wesentlich gestärkt. Und auch mit der Änderung des Landesdatenschutzgesetzes begegnet man den wachsenden sicherheitspolitischen Herausforderungen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte: „Mit dem heute vom Kabinett auf den Weg gebrachten Gesetzesbündel stärken wir neben dem Verfassungsschutz auch den Bevölkerungsschutz. Mir ist wichtig, mich bei den vielen Ehrenamtlichen im Bevölkerungsschutz für Ihren nicht selbstverständlichen Einsatz zu bedanken. Für mich sind alle im Bevölkerungsschutz tätigen Ehrenamtlichen Vorbilder. Darauf können Sie stolz sein.“

Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl sagte: „Unsere Demokratie sieht sich wie nie zuvor vielfältigen sicherheitspolitischen Bedrohungen gegenüber – durch islamistischen Terrorismus, durch rechts- und linksextremistische Strömungen, durch Desinformation, Sabotage und Spionage fremder Nachrichtendienste. Auch im Bevölkerungsschutz sind unsere Einsatzkräfte gefordert wie selten zuvor – die Krisen häufen sich auch hier, bisweilen haben wir mehrere gleichzeitig. Wir machen unser Land an allen Fronten krisenfest, wir härten unser Land ab. Und das tun wir. Schritt für Schritt verbessern wir in allen Bereichen die Rahmenbedingungen für ein sicheres Land.“

Landesverfassungsschutzgesetz

Mit dem neuen Verfassungsschutzgesetz erhält der Verfassungsschutz neue, zeitgemäße Befugnisse. So kann das Landesamt für Verfassungsschutz zukünftig Daten von Funkzellen abfragen. Ebenso wird der Zugriff von Aufnahmen bei Videoüberwachungsanlagen im öffentlichen Raum ermöglicht, etwa in Tiefgaragen oder an Tankstellen. „Mit dem neuen Landesverfassungsschutzgesetz passen wir den Handlungsrahmen an und geben dem Verfassungsschutz die Befugnisse an die Hand, die er braucht, um als Frühwarnsystem unsere freiheitliche demokratische Grundordnung zu schützen und zu bewahren. Diese Instrumente sind unverzichtbar, um beispielsweise im islamistischen Spektrum Kontaktnetzwerke aufzuhellen oder über laufende Observationen hinaus neue Erkenntnisse zu erhalten“, betonte Innenminister Thomas Strobl. Mit der Neufassung des Verfassungsschutzgesetzes werden überdies die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts konsequent umgesetzt. „Durch die Gesetzesänderung wird die Handlungsfähigkeit des Verfassungsschutzes und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Rechtsstaat weiter gestärkt“, so Innenminister Thomas Strobl.

Landesdatenschutzgesetz

Mit dem Landesdatenschutzgesetz wird der Videoschutz im öffentlichen Raum gestärkt, sodass Personen und Objekte in öffentlich zugänglichen Räumen besser geschützt werden können. Die Anwendung der Videoüberwachung wird erleichtert und die maximale Speicherfrist auf zwei Monate verlängert.

Landeskatastrophenschutzgesetz

Das Landeskatastrophenschutzgesetz stärkt den Bevölkerungsschutz in drei wesentlichen Bereichen: Es stärkt das Ehrenamt, es entlastet die Kommunen im Katastrophenfall finanziell und es baut die Vorsorge weiter aus. „Gerade in Zeiten wie diesen, müssen wir uns immer klarmachen: Ein starker Bevölkerungsschutz ist auch im Angriffsfall ein guter Zivilschutz. Unsere Investitionen haben damit einen doppelten Effekt und einen doppelten Nutzen“, unterstrich Innenminister Thomas Strobl.

Weitere Meldungen

Eine Trachtengruppe beim Landesfestumzug der Heimattage 2018 in Waldkirch (Bild: © picture alliance/Achim Keller/dpa).
Kunst und Kultur

Land ehrt zehn Bürgerinnen und Bürger mit Heimatmedaille

Heimat

Höhepunkt der Heimattage 2026: Landesfesttage in Oberkirch

Bio-Musterregion Freiburg
Weinbau

Weinbauland Baden-Württemberg stärken

Eine Lehrerin mit Schülerinnen und Schülern in einem Klassenzimmer.
Schule

Großteil der Stellen zu Schuljahresbeginn besetzt

Sirene
Bevölkerungsschutz

Erste Bilanz zum Bundesweiten Warntag

Gewächshaus
Landwirtschaft

Obst- und Gemüsebau im Klimawandel

Startbildschirm der Warn-App NINA.
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Land stärkt Kooperation mit Polen

Ministerin Theresa Schopper spricht auf der Pressekonferenz anlässlich der landesweiten Eröffnung des Tages und der Nacht des offenen Denkmals 2026 in Rottweil.
Denkmalpflege

Nacht und Tag des offenen Denkmals 2026

von links nach rechts: Sebastian Gehring, Vorstand Marketing & Medien der SG Sonnenhof Großaspach, Christian Fischer, Vizepräsident Karlsruher SC, Dominik Schwärzel, Vorstandsvorsitzender des SSV Ulm, Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle (VfB Stuttgart), Manuel Hagel, Innenminister von Baden-Württemberg, Daniel Förderer, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim und Holger Sanwald, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Heidenheim
Sicherheit

Baden-Württemberg stärkt die Stadionallianzen

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand. Auf dem Display sieht man die Startseite der Ehrenamtskarten-App für Baden-Württemberg.
Bürgerengagement

Mehr als 25.000 Ehrenamtskarten ausgegeben

von links nach rechts: Justizminister Moritz Oppelt, Alexander Schwarz und der neue Opferbeauftragte der Landesregierung, Siegfried Lorek
Opferschutz

Wechsel im Amt des Opfer­beauftragten der Landesregierung

Übergabe Tanklöschfahrzeuge Waldbrand
Feuerwehr

Sechs neue Tanklöschfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung

Menschen besteigen ein Flugzeug. Vor dem Fahrzeug der Bundespolizei stehen auf dem Vorfeld am Flughafen Leipzig/Halle.
Migration

Ein Straftäter aus dem Land nach Afghanistan abgeschoben

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Sommerpause prägt den Arbeitsmarkt