Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf

Justizministerin Marion Gentges hat Prof. Dr. Karl Friedhelm für seinen herausragenden Einsatz in der Herzmedizin und sein Engagement für herzkranke Kinder weltweit das Bundesverdienstkreuz überreicht.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
von links nach rechts: Dr. Susanne Beyersdorf, Prof. Dr. Karl Friedhelm Beyersdorf, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges
von links nach rechts: Dr. Susanne Beyersdorf, Prof. Dr. Karl Friedhelm Beyersdorf, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges

Die Ministerin der Justiz und für Migration, Marion Gentges, hat Prof. Dr. Karl Friedhelm Beyersdorf im Rahmen einer Feierstunde in Freiburg den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland – Bundesverdienstkreuz – für sein herausragendes berufliches und ehrenamtliches Engagement verliehen.

Herausragender Einsatz als Arzt

Ministerin Gentges würdigte Prof. Dr. Karl Friedhelm Beyersdorf für seine herausragende Tätigkeit als Mediziner: „Mit seiner Berufung zum Ärztlichen Direktor der Herz- und Gefäßchirurgie des Herzzentrums Bad Krozingen begann eine zukunftsweisende Kooperation zwischen Freiburg und Bad Krozingen. Das dortige Herzzentrum fusionierte unter Prof. Beyersdorf mit dem Herzzentrum des Universitätsklinikums Freiburg zum ,Universitäts-Herzzentrum‘, das sich schnell zum größten Herzzentrum Deutschlands entwickelte. Als Kardiologe sind Sie national wie international höchst anerkannt, eine echte Koryphäe. Unter anderem haben Sie die erste Herztransplantation in Freiburg und die erste kombinierte Herz-Lungen-Transplantation in Baden-Württemberg erfolgreich durchgeführt. Das sind beachtliche Erfolge. Prof. Beyersdorf ist ein Mediziner mit Weltruf.“

Hohe Auszeichnung für einen wahren „Herzensmensch“

Doch nicht nur als Mediziner im Herzzentrum hat er sich bis heute unermüdlich für andere Menschen eingebracht. Besonders hervorzuheben ist hier sein Engagement für herzkranke Kinder auf der ganzen Welt. Schon früh hatte er erkannt, dass Kinder in unterentwickelten Ländern, die mit einem Herzfehler geboren werden, kaum eine Chance auf ein gutes und gesundes Leben haben. Während diese Kinder in Deutschland meist durch eine Routine-Operation die Korrektur ihres Herzfehlers erhalten können – die Kosten werden zudem von unserem Gesundheitssystem getragen –, gibt es weltweit unzählige Kinder, die diese Möglichkeit nicht haben und an ihren Herzfehlern sterben. Als Herzensmensch hat Prof. Dr. Beyersdorf hier engagiert gehandelt: Im Jahr 2002 gab er als ärztlicher Direktor der Herz- und Gefäßchirurgie der Universitätsklinik Freiburg die Initialzündung für die Hilfsorganisation Kinderherzen retten e. V.

Eine Vereinigung von Ärzten und Eltern von herzkranken Kindern, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern aus solchen Ländern, die mit einem Herzfehler zur Welt kommen, eine Operation und somit die Chance auf Leben zu ermöglichen. Bis heute wurden 300 Kinderherzen operiert und über 4,5 Millionen Euro an Spenden eingeworben. Das sind 300 glückliche und dankbare Kinder und ihre Familien.

Einsatz für das Gemeinwohl

Zudem hat sich Prof. Dr. Beyersdorf auch als Präsident zum Beispiel der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie ehrenamtlich und unermüdlich um die Weiterentwicklung der Medizin auf seinem Fachgebiet verdient gemacht.

Ministerin Gentges überreichte Herrn Prof. Dr. Beyersdorf das Bundesverdienstkreuz mit den Worten: „Ohne engagierte Menschen wie Sie, wäre Baden-Württemberg nicht das, was es ist. Wir wären um Vieles ärmer. Sie haben sich über viele Jahrzehnte durch uneigennützigen und höchsten Einsatz für das Gemeinwohl in außerordentlichem Maße verdient gemacht. Es ist mir daher eine Freude und Ehre zugleich, Ihnen das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen zu dürfen. Wir können ihnen für ihr jahrzehntelanges soziales und ehrenamtliches Engagement gar nicht genug danken. Sie sind ein Vorbild für uns alle, sie sind ein Motor für unsere Gesellschaft!“

Weitere Meldungen

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Collage aus sechs Personen vor blauem Hintergrund
Schule

3 Fragen 3 Antworten: mit Gewinnerinnen und Gewinner des Lehrkräfte

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizintechnik

Land setzt sich für Reformen in der Medizintechnikbranche ein

Businessfrau sitzt an einem PC
Arbeit

Karriere-Tipps für junge Frauen

Fähnchen der Europäischen Union und der Schweiz stehen im Nationalratssaal in Bern
Europa

Vertragspaket zwischen der EU und der Schweiz unterzeichnet

Spatenstich Geradstetten
Berufliche Bildung

21 Millionen Euro für Neubau des Bildungscampus Geradstetten

Schüler einer Grundschule melden sich im Unterricht (Bild: © dpa).
Schule

2.800 Lehrkräfte gesucht

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Eine Professorin steht beim Unterricht vor Studentinnen und Studenten.
Gleichstellung

Land beim Professorinnenprogramm vorn

Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."
Studium

Neue Vorabquote fürs Medizinstudium

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Land stärkt Ländlichen Raum mit 112,4 Millionen Euro

Stethoskop vor farbig eingefärbtem Kartenumriss von Baden-Württemberg mit Schriftzug: The Ländarzt - Werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg
Gesundheitsberufe

Bis 31. März 2026 für die Landarztquote bewerben