Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Edeltraut Stiedl

Staatsrätin Barbara Bosch hat Edeltraut Stiedl aus Reutlingen das Bundesverdienstkreuz für ihr herausragendes Engagement für das Gemeinwohl überreicht.

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Zwei ältere Frauen, beide halten eine Mappe mit einer Urkunde, die andere trägt eine Auszeichnung am Revers.
Barbara Bosch (links), Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, und Edeltraut Stiedl (rechts)

„Seit Jahrzehnten setzen Sie sich unermüdlich für die Rechte von Frauen, für soziale Gerechtigkeit, für die Belange von Seniorinnen und Senioren und den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein“, sagte die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Barbara Bosch bei der Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Frau Edeltraut Stiedl am Montag, 26. Mai 2025, in Stuttgart.

Im Dienste der Demokratie

Als gebürtige Reutlingerin engagierte sich Frau Stiedl schon früh für die Gemeinschaft und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Demokratie, denn diese lebe von Menschen wie ihr, „Menschen, die Verantwortung übernehmen, die nicht nur mitreden, sondern auch mitgestalten“, so Staatsrätin Bosch. Edeltraut Stiedl ist seit 1995 Stadträtin im Gemeinderat Reutlingen, zuerst in der Freien Frauenliste, später als Teil der SPD-Fraktion. Sie gehört unter anderem dem Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss an, auf dessen Beratungen sie engagiert Einfluss nimmt. Von 2014 bis 2024 gehörte sie außerdem dem Kreistag des Landkreises Reutlingen an. Ihr umsichtiges und zukunftsorientiertes Engagement zeige sich in zahlreichen Projekten wie beispielsweise dem Kurs „Mentoren für Bürgerengagement“ zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement oder der Einrichtung des eSports-Cafés im Jugendhaus Ariba in Reutlingen. Damit habe sie alle Generationen im Blick, ein offenes Ohr und feines Gespür für aktuelle Themen und Belange, so die Staatsrätin.

Kampf für Frauenrechte und Gleichberechtigung

„Unermüdlich arbeiten Sie seit Jahrzehnten für die institutionelle Verankerung von Frauenrechten und Gleichberechtigung“, betonte Bosch in ihrer Laudatio und zeigte damit ein zentrales Anliegen von Frau Stiedl rund um die Vernetzung und die Möglichkeit zum Austausch von Frauen sowie die Zusammenarbeit verschiedener Frauenorganisationen auf. In der Zeit von 2003 bis 2019 organisierte Stiedl als Sprecherin des Frauenforums Reutlingen jährlich zahlreiche Veranstaltungen, insbesondere anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März und des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Staatsrätin Bosch erinnerte sich an das gemeinsame Hissen einer Fahne an diesen Gedenktagen, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Daneben setzte sich Stiedl in der Vergangenheit ebenfalls für religiöse Vielfalt ein und engagiert sich auch heute noch im Verein der Arbeiterwohlfahrt Reutlingen.

Besonderer Einsatz im Heimatort

Mit Stadtfesten, gemeinschaftlichen Aktionen und ihrem langjährigen Engagement in der Bürgerinitiative „IGELOH-Interessengemeinschaft Einkaufen und Leben in Orschel-Hagen“, leistet Frau Stiedl einen wichtigen Beitrag in dem Stadtteil, den sie seit über 20 Jahren ihr Zuhause nennt. Somit sorge sie dafür, dass Orschel-Hagen ein lebenswerter Ort ist und bleibt. Staatsrätin Bosch hob den gemeinnützigen Verein „Kreis der Älteren Orschel-Hagen e.V.“ hervor, den Stiedl seit 2004 als erste Vorsitzende mit „großer Hingabe“ leite. Auch während der Corona-Pandemie sei es ihr gelungen, mit ihrem Engagement Seniorinnen und Senioren zusammenzubringen. „Sie schaffen Gemeinschaft und ermöglichen Begegnung“, so Staatsrätin Bosch im Hinblick auf ihr vielfältiges Engagement. Sie sprach von einem Wirken, das Reutlingen reicher, solidarischer und lebenswerter gemacht habe. Edeltraut Stiedl habe sich für andere stark gemacht – aus Überzeugung und beharrlich, vor allem durch ihr Engagement sei sie ein Gewinn für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und „Vorbild für uns alle.“

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Staatsministerium: Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

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