Tourismus

Akzeptanz für Tourismus im Land stärken

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die Hochburg bei Emmendingen bietet einmalige Einblicke in die Geschichte des Burgen- und Festungsbaus eines halben Jahrtausends.

Mit dem Projekt „Tourismus.Bewusst.Stärken“ stärkt die Landesregierung die Tourismusakzeptanz zum Wohle aller. Sie soll die Bürgerinnen und Bürger bei der Weiterentwicklung des Tourismus mitnehmen und ihre Bedürfnisse berücksichtigen. Mit dem Projekt möchte die Landesregierung wichtige Rahmenbedingungen für kommende Jahre gestalten.

Die Landesregierung möchte mit dem Projekt „Tourismus.Bewusst.Stärken“ die Akzeptanz für die wichtige Querschnittsbranche in Baden-Württemberg steigern. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Patrick Rapp haben das Projekt am Dienstag, 17. Mai 2022, in Stuttgart im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats vorgestellt. 

„Der Tourismus hat einen enormen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Mehrwert für Baden-Württemberg. Wir erkennen aber zunehmend, dass steigende Übernachtungszahlen allein langfristig nicht zum Erfolg führen. Entscheidend ist auch, die Wünsche der Einwohnerinnen und Einwohner zum Tourismus in ihrem Wohnort zu berücksichtigen. Denn nur, wenn die Gäste sich willkommen fühlen, kann sich der Tourismus langfristig gut entwickeln“, erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen

„Wir wollen die Bevölkerung mit dem Projekt ‚Tourismus.Bewusst.Stärken‘ bei der Weiterentwicklung des Tourismus mitnehmen und ihre Bedürfnisse berücksichtigen. Ich bin überzeugt davon, dass es uns gelingt, im Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam Lösungen zu finden, wenn etwas noch nicht ganz rund läuft.“

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp erklärte: „Wir als Landesregierung wollen der Bevölkerung aufzeigen, wie enorm Einwohnerinnen und Einwohner vom Tourismus profitieren. In vielen kleineren Ortschaften können der Supermarkt und die Bäckerei beispielsweise nur noch bestehen, weil dort auch Feriengäste einkaufen. Und nicht zuletzt bieten die Angebote, die überwiegend für den Tourismus entwickelt werden, auch eine hohe Freizeitqualität für die Einheimischen – etwa gut beschilderte Fahrradrouten und Wanderwege, aber auch Museen, Schwimmbäder und Thermen sowie natürlich Restaurants, Cafés und Kulturangebote.“

Tourismus sichert Arbeitsplätze und Wohlstand

Der Tourismus sichert umgerechnet das Einkommen von knapp 380.000 Menschen im Land. In den sechs Tourismusregionen wurden in Vor-Corona-Jahren über 25 Milliarden Euro Brutto-Umsatz pro Jahr durch die touristischen Leistungsträger erwirtschaftet. „Damit ist die Branche eine Leitökonomie, die auch mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie ein besonderes Augenmerk erfordert“, betonte der Staatssekretär.

„Mit dem Projekt möchten wir wichtige Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre gestalten und aktiv die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Tourismus begleiten. Außerdem möchten wir den Tourismus auch für den Fachkräftenachwuchs attraktiver machen. Wir haben zu Beginn des Jahres eine intensive Befragung in der Bevölkerung und bei den verschiedenen touristischen Akteursgruppen im Land durchgeführt und unterschiedliche Bedürfnislagen erkannt. Genau hier wollen wir ansetzen und mit den Entscheidungsträgern vor Ort, anderen Branchen und vor allem der Bevölkerung in einen Dialog treten.“

Begleitet werde die Initiative von einer multimedialen Werbekampagne, erklärte Rapp: „Unsere Plakate und Banner sagen deutlich: ‚DU bist Tourismus‘. Das bedeutet: Jede und jeder trägt zum Erfolg der Branche im Land bei und profitiert auch selbst auf unterschiedliche Weise davon.“

Die Tourismusakzeptanz-Initiative „Tourismus.Bewusst.Stärken“

Im November 2020 hat der Ministerrat die „Stabilisierungshilfe für die Leitökonomie Tourismus“ verabschiedet, um Perspektiven für die Zeit nach der Pandemie zu schaffen, welche unter anderem Maßnahmen zur Steigerung des Tourismusbewusstseins und der Tourismusakzeptanz im Land beinhaltet. Hierzu hat das Tourismusministerium ein umfassendes Konzept erarbeitet und europaweit ausgeschrieben mit dem Ziel, langfristig die Unterstützung für eine positive Entwicklung des Tourismus in Baden-Württemberg zu gewährleisten und auf den breiten Mehrwert durch die Branche aufmerksam zu machen. 

Insgesamt setzt die Landesregierung ein Budget von 3,35 Millionen Euro für die Tourismusakzeptanz-Initiative ein. Die Mittel sind Bestandteil der „Stabilisierungshilfe für die Leitökonomie Tourismus“, die mit insgesamt 35 Millionen Euro beschlossen wurde.

Die Tourismusakzeptanz-Initiative „Tourismus.Bewusst.Stärken“ beinhaltet folgende Bausteine:

  • In allen sechs Reiseregionen des Landes (Bodensee, Schwäbische Alb, Schwarzwald, Nördliches Baden-Württemberg, Oberschwaben-Allgäu und Stuttgart) werden Experten-Talks mit jeweils einem regionalen Schwerpunktthema durchgeführt. 
  • Im weiteren Verlauf wird in jeder Reiseregion ein Bürgerdialog durchgeführt.
  • Um die erarbeiteten Lösungsansätze auch aktiv in die Umsetzung zu bringen und gleichzeitig innovative Ideen im Tourismus zu fördern, wird es zudem im Herbst einen Wettbewerb geben.
  • Ein besonderer Schwerpunkt wird zudem auf die Heilbäder und Kurorte im Land gesetzt, die mit ihrer Arbeit erheblich zur Erholungsqualität in Baden-Württemberg beitragen.
  • Ein Leitfaden mit Handlungsempfehlungen und Checklisten ermöglicht insbesondere den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern vor Ort einen leichten Einstieg in das breite Wirkungsgefüge des Tourismus. Damit wird zudem gewährleistet, dass das Tourismusbewusstsein und die -akzeptanz langfristig etabliert werden.
  • Die gesamte Initiative wird von einer multimedialen Werbekampagne begleitet, um die notwendige Aufmerksamkeit zu erlangen.

DU bist Tourismus

Weitere Meldungen

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Präsident des Landgerichts Ravensburg Matthias Grewe, Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Dr. Andreas Singer
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Ravensburg

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Sicherer Schulweg

Mehr Verkehrssicherheit durch Schulstraßen und Schulzonen

Gruppenbild Pou der Hinematioro mit Māori
Kunst und Kultur

Ahnenbild kehrt nach 250 Jahren zu den Māori zurück

Kisten mit Gemüse und Obst.
Verbraucherschutz

Produkte mit Qualitätszeichen gemeinsam bekannter machen

Minister Strobl Einweihung Schnellladesäule
Polizei

Polizei Baden-Württemberg testet Schnellladesäule

Logo der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“
Wettbewerb

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ zu vergeben

von links nach rechts: Thorsten Klay (Stellvertretender Landesvorsitzender und Geschäftsführer der Deutschen Justiz-Gewerkschaft Baden-Württemberg), Justizministerin Marion Gentges und Adrian Peschla (Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gerichtsvollzieher Bunds Baden-Württemberg) mit Gegenständen der Schutzausrüstung
Justiz

Komplette Schutzausrüstung für Gerichtsvollzieher kommt

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) im Gespräch mit Gästen
Neujahrsempfang der Landesregierung

Kretschmann dankt den „Leisen Schaffern“

Förderbescheide Rettungsdienst
Rettungsdienst

Land investiert kräftig in Rettungswachen

Gebäude des Bundesrats
Bundesrat

Bessere Verhinderung missbräuchlicher Vaterschaftsanerkennungen