Auszeichnung

Staufermedaille für Erich Schmeckenbecher

Kunststaatssekretär Arne Braun hat dem Musiker und Komponisten Erich Schmeckenbecher die Staufermedaille​​​​​​​ überreicht und ihn als Botschafter des Liedes für Frieden, Vielfalt und Toleranz gewürdigt.

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Kunststaatssekretär Arne Braun (rechts) und Erich Schmeckenbecher (links) mit der Staufermedaille und der Verleihungsurkunde.
Kunststaatssekretär Arne Braun (rechts) und Erich Schmeckenbecher (links)

Kunststaatssekretär Arne Braun hat in Vertretung des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann Erich Schmeckenbecher im Staatsministerium die Staufermedaille überreicht. Seit mehr als 50 Jahren setzt sich der Musiker und Komponist für Frieden, Aufklärung und Kultur sowie gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz ein.

Ein Leben für das Volkslied

„Wir können die Bedeutung der Musik von Erich Schmeckenbecher für unser Land gar nicht hoch genug einschätzen. Wir hätten nicht nur viele Lieder im Orkus der Vergessenheit verloren, es wäre uns auch viel Spaß vorenthalten geblieben. Gleichzeitig hat sich Schmeckenbecher auch um die soziale Hygiene des Landes verdient gemacht und mit seiner klaren Haltung mit Tabus aufgeräumt und alte Volksweisen entstaubt“, sagte Kunststaatssekretär Arne Braun. „Zudem hat Erich Schmeckenbecher eine Reihe von Volksliedern sozusagen entnazifiziert, diese wieder singbar gemacht, und mit der Aufnahme jüdischer Volkslieder in jiddischer Sprache ein besonderes Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt.“

Bekannt wurde Schmeckenbecher in den 1970er-Jahren als Teil des Folk-Duos „Zupfgeigenhansel“ gemeinsam mit dem 2023 verstorbenen Thomas Friz. Nach der Auflösung 1986 ging Schmeckenbecher seinen Weg konsequent weiter: Er vertonte Gedichte der deutschen Romantik – von Heine, Goethe, Eichendorff und Novalis –, komponierte eigene Lieder und arbeitete mit Textdichtern wie Steffen Mensching, Klaus Lage und Hans-Eckardt Wenzel zusammen.

Lieder, die aktuell bleiben

Das vor rund 50 Jahren vertonte Antikriegslied „Ich bin Soldat, doch bin ich es nicht gerne“ wurde bereits in den 1970er-Jahren zur Hymne der Friedensbewegung. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine erfuhr es abermals breite Aufmerksamkeit – es wurde millionenfach abgerufen auf YouTube, TikTok und Spotify, gerade auch von einer jungen Generation. Schmeckenbechers Lieder spenden bis heute Menschen Trost und Hoffnung.

Engagement über die Bühne hinaus

Neben seiner künstlerischen Arbeit setzt sich Schmeckenbecher seit Jahrzehnten ehrenamtlich für Menschlichkeit und Toleranz ein. Im Jahr 2001 gründete er den Verein MUT (Menschlichkeit und Toleranz), dessen Vorsitz er bis zur Auflösung 2017 innehatte. Der Verein organisierte Veranstaltungen gegen Gewalt, Extremismus und Rassismus und brachte gezielt Projekte für Kinder und Jugendliche auf den Weg. Darüber hinaus engagiert sich Schmeckenbecher in der Jugendbildung: Er tritt in Schulen auf, steht Schülerinnen und Schülern für Gespräche über seine Arbeit als Komponist und Liedermacher zur Verfügung und unterstützt Arbeitsgemeinschaften – etwa eine Schul-AG, die sich um einen jüdischen Friedhof kümmert. Mit Solidaritätskonzerten hilft er zudem, soziokulturelle Zentren und Jugendclubs zu erhalten.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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