Zum Ende seiner Amtszeit traf Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 10. Februar 2026 die Vorstände der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden zu einem Abschiedsabendessen in der Villa Reitzenstein in Stuttgart.
Gewachsenes Vertrauen und klares Bekenntnis
„Der Austausch mit Ihnen war mir über die Jahre immer sehr wichtig. Er zeigt das gewachsene Vertrauen und unser klares Bekenntnis: Jüdisches Leben gehört zu unserem Land“, betonte Kretschmann. „Das lebendige jüdische Leben erinnert uns zudem, warum es sich lohnt, für unsere Demokratie einzutreten und unsere Freiheit zu bewahren!“
Dr. Michael Blume, Beauftragter gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben, ergänzte: „Noch nie zuvor gab es in Baden-Württemberg eine so vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Land und den jüdischen Gemeinden. Wir konnten als erstes Bundesland sogar Polizeirabbiner benennen. Die Landesregierung hat viel für die gemeinsame Zukunft erreicht.“
Hintergrund
Baden-Württemberg ist mit den Israelitischen Religionsgemeinschaften (IRGen) eng verbunden. Nach den Angriffen auf eine Synagoge in Halle 2019 hat das Land umfassende Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Anfang 2025 wurde zudem der Staatsvertrag aus dem Jahr 2010 erneuert: mit Mitteln für Sicherheit, den Erhalt des kulturellen Erbes sowie die Förderung des lebendigen jüdischen Lebens. Seit dem Jahr 2021 benennen die IRGen Polizeirabbiner, die enge Verbindungen zu den Sicherheitsbehörden gestalten. Im Kabinettsausschuss „Entschlossen gegen Hass und Hetze“ stand der Kampf gegen Antisemitismus im Mittelpunkt der Arbeit.

