Im Rahmen des Eröffnungswochenendes des 14. Internationalen Donaufests Ulm / Neu-Ulm kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Diplomatie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über die Zukunft Europas und die Zusammenarbeit im Donauraum zu diskutieren. Im Fokus standen die europäische Perspektive der Republik Moldau und der Ukraine sowie die Bedeutung regionaler Kooperationen für Frieden, Demokratie und Stabilität in Europa.
Europa gemeinsam gestalten
In seiner Festrede betonte der Sondergesandte für den Donauraum der Landesregierung, Staatssekretär Florian Haßler, die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit im Donauraum: „Der Donauraum ist für Baden-Württemberg kein Randthema. Er gehört zu unserer europäischen Identität.“ Zugleich unterstrich er, dass die EU-Donauraumstrategie gerade angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und zunehmender geopolitischer Spannungen wichtiger sei denn je. Sie stärke den europäischen Zusammenhalt und schaffe konkrete Partnerschaften zwischen Staaten, Regionen und Kommunen.
Zu den Ehrengästen zählte die Vizepremierministerin der Republik Moldau für Europäische Integration, Dr. Cristina Gherasimov. In ihrer Impulsrede stellte sie die Reformfortschritte ihres Landes auf dem Weg in die Europäische Union vor und unterstrich die Bedeutung einer glaubwürdigen europäischen Perspektive. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden die aktuellen Herausforderungen für die Republik Moldau und die Ukraine sowie die Rolle der EU-Donauraumstrategie als Instrument europäischer Zusammenarbeit erörtert.
Bilateraler Austausch mit der Republik Moldau
Bereits vor dem Festakt traf sich Staatssekretär Haßler mit Vizepremierministerin Gherasimov zu einem bilateralen Gespräch. Im Mittelpunkt standen die aktuellen politischen Entwicklungen in der Republik Moldau, der Stand der EU-Beitrittsverhandlungen sowie der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der Republik Moldau. Weitere Themen waren die Energiewende, die Verwaltungszusammenarbeit, Jugend- und Bürgerbeteiligung sowie der Umgang mit Desinformation und hybriden Bedrohungen.
Konkrete Zusammenarbeit im Donauraum
Neben den außen- und europapolitischen Themen standen beim Festakt auch erfolgreiche Projekte der Donauraumstrategie im Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Initiativen berichteten über ihre Arbeit in den Bereichen Wirtschaft, Nachhaltigkeit und zivilgesellschaftliches Engagement und zeigten, wie europäische Zusammenarbeit vor Ort gelingt.
Ein besonderer Höhepunkt des Festakts war die Übergabe des Förderbescheids des Landes Baden-Württemberg für das neue DonauJugendBüro beim Donaubüro Ulm/Neu-Ulm. Mit dem DonauJugendBüro entsteht eine zentrale Anlaufstelle für die internationale Jugendarbeit im Donauraum, die bestehende Begegnungsformate bündelt, weiterentwickelt und neue Kooperationen initiiert.
Das DonauJugendBüro wird künftig unter anderem das Donaujugendcamp, die Jungen Donaubotschafterinnen und Donaubotschafter sowie weitere Jugend- und Bildungsprojekte organisatorisch zusammenführen und die Vernetzung junger Menschen im Donauraum nachhaltig stärken. Ziel ist es, europäische Bildungsarbeit, demokratische Teilhabe und grenzüberschreitende Begegnungen langfristig auszubauen
Begegnungen und Vernetzung
Beim anschließenden Empfang nutzten zahlreiche Gäste aus Politik, Diplomatie, Kommunen und europäischen Institutionen die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vertiefung bestehender Partnerschaften. Mit Blick auf das Doppeljubiläum machte Haßler deutlich, dass Baden-Württemberg seinen Einsatz für den Donauraum auch künftig fortsetzen wird: „Wir sollten auf fünfzehn Jahre EU-Donauraumstrategie nicht nur mit Stolz zurückblicken, sondern sie vor allem als Auftrag verstehen.“









