11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Rund 520 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie haben am elften Donausalon in der Landesvertretung in Berlin teilgenommen. Mitgastgeber war Bulgarien, das im Jahr 2026 den Vorsitz der EU-Strategie für den Donauraum innehat.

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Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
Eröffnung des 11. Donausalons durch Verkehrsminister Winfried Hermann

Am 5. März 2026 fand in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin der 11. Donausalon statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Regionen verbinden, Zusammenhalt stärken: Wirtschaftliche Resilienz und Reduzierung von Disparitäten im Donauraum“. Rund 520 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie kamen auf Einladung des Staatsministeriums Baden-Württemberg und der Botschaft der Republik Bulgarien zusammen. Mitgastgeber des Abends war Bulgarien, das im Jahr 2026 den Vorsitz der EU-Strategie für den Donauraum innehat. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Austausch, Diskussion und Vernetzung zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Region.

Eröffnet wurde der Donausalon von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann. Zu den Gästen zählten neben dem bulgarischen Botschafter in Deutschland, Grigor Porozhanov, zahlreiche Botschafterinnen und Botschafter sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und internationalen Organisationen aus dem gesamten Donauraum. In seiner Rede betonte Minister Hermann die Bedeutung der EU-Donauraumstrategie, die vor 15 Jahren ins Leben gerufen wurde. Sie fördere politische Zusammenarbeit, stärke den regionalen Zusammenhalt und vernetze Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur in der Region. Angesichts aktueller geopolitischer Entwicklungen sei die Zusammenarbeit im Donauraum wichtiger denn je.

Fokus auf Kohäsion und EU-Erweiterung

Als Vorsitzland der Donauraumstrategie setzt Bulgarien 2026 einen besonderen Schwerpunkt auf regionalen Zusammenhalt und die EU-Erweiterung. Beide Themen seien sowohl aus europäischer Perspektive als auch für Baden-Württemberg von großer Bedeutung. Auch Europastaatssekretär Florian Haßler, Sondergesandter des Landes für die Donauraumstrategie, betonte im Vorfeld der Veranstaltung die politische Bedeutung regionaler Zusammenarbeit. Die Donauraumstrategie habe sich dabei als wichtiges Instrument erwiesen, um Staaten des Westbalkans sowie die Ukraine und die Republik Moldau bei ihrer Annäherung an die Europäische Union zu unterstützen.

Keynote und Podiumsdiskussion

Im Anschluss an die Begrüßung hielt Sebastian Schäffer, Direktor des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) in Wien, eine Keynote zum Thema „Regionen verbinden, Zusammenhalt stärken: Wirtschaftliche Resilienz und Reduzierung von Disparitäten im Donauraum“. Schäffer betonte die Bedeutung der EU-Erweiterung für die wirtschaftliche Entwicklung der Donauraumstaaten und die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit in der Region zu stärken. An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen Dr. Jonathan Loeffler (Steinbeis Europa Zentrum, Stuttgart), Vyara Mincheva (Nationale Koordinatorin für die EU-Strategie für den Donauraum, Bulgarien), Svetoslav Stoynev (Ministerium für Tourismus der Republik Bulgarien) sowie Sebastian Schäffer (Institut für die Donauregion und Mitteleuropa, Wien) teil. Der Abend wurde von Annette Riedel moderiert. Diskutiert wurde über die Herausforderungen und Chancen der Region und die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit mit Blick auf wie Wirtschaft, Sicherheit, Tourismus und Integration im Donauraum. Dabei sei es wichtig, die interregionale Zusammenarbeit auch künftig intensiv fortzuführen. Aufgabe bleibe es, politische Rahmenbedingungen zu schaffen und eine Vision für die Region zu entwickeln. Auch dazu trage die EU-Donauraumstrategie bei.

Wirtschaft als Schwerpunkt der Donauraumstrategie

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist einer der zentralen Schwerpunkte der baden-württembergischen Aktivitäten innerhalb der Donauraumstrategie. Gemeinsam mit Kroatien koordiniert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg den Prioritätsbereich 8 „Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen“. Darüber hinaus unterstützt das Ministerium auch die bulgarische Präsidentschaft der Donauraumstrategie im Jahr 2026. Baden-württembergische und bulgarische Partner arbeiten derzeit in 16 der bislang 90 genehmigten Projekte des Interreg-Donauraumprogramms zusammen. Das Programm wird von der Kontaktstelle für Baden-Württemberg und Bayern begleitet, die beim Wirtschaftsministerium angesiedelt ist und ebenfalls mit einem Informationsstand vertreten war.

Kulturelles Programm und Empfang

Den kulturellen Abschluss des Abends bildete ein Auftritt der bulgarischen Band „Swinging Pockets“, die mit einer Mischung aus Vintage-Swing und modernen Elementen für musikalische Unterhaltung sorgte. Zudem präsentierten sich verschiedene Donauländer und Organisationen mit Informationsständen und gaben Einblicke in die kulturelle Vielfalt und das wirtschaftliche Potenzial der Region. Beim anschließenden Empfang mit Spezialitäten aus Baden-Württemberg und Bulgarien nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch und zur Vertiefung bestehender Kontakte.

Staatsministerium: Zusammenarbeit im Donauraum

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