Wohnen

Land will Mietpreisbremse verlängern

Zum Schutz der Mieterinnen und Mieter in Baden-Württemberg will das Land die Mietpreisbremse über den 31. Dezember 2026 hinaus verlängern. Künftig soll die Mietpreisbremse auch in Mannheim, Konstanz und Kehl gelten.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Sechs Personen unterhalten sich auf einem Balkon eines mehrstöckigen Gebäudes mit sichtbaren Betonstützen und Pflanzgefäßen

Die Mietpreisbremse soll nach den Plänen der Landesregierung in Baden-Württemberg über den 31. Dezember 2026 hinaus verlängert werden. Der Ministerrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Verordnungsentwürfe zur Mietpreisbremse, zur Kappungsgrenze und zur Kündigungssperrfrist zur Anhörung freigegeben. „Die Mietpreisbremse ist ein wichtiges Instrument, um dem anhaltenden Druck auf dem Wohnungsmarkt wirksam zu begegnen und Menschen vor Verdrängung zu schützen. Bezahlbarer Wohnraum ist eine der wichtigsten sozialpolitischen Fragen unserer Zeit, umso wichtiger ist es, entschlossen zu handeln. Eine nahtlose Verlängerung der Mietpreisbremse mit einer angepassten Gebietskulisse ist deshalb für den Schutz von Mieterinnen und Mietern in Baden-Württemberg zwingend geboten. Dabei weiten wir den Anwendungsbereich an der Realität orientiert dort aus, wo der Druck am größten ist und setzen damit ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag konsequent um“, sagte Ministerpräsident Cem Özdemir.

Grundlage der Verordnungsentwürfe ist eine überarbeitete Gebietskulisse, die zukünftig mehr Kommunen umfassen wird als bislang. „Unser Ziel ist eine Mietpreisbremse, die dort wirken kann, wo der örtliche Wohnungsmarkt und die Mieterinnen und Mieter sie benötigen. Deshalb werden wir die Grundlage für die Gebietskulisse anpassen, um noch mehr Menschen vor zu hohen Mieten zu schützen“, sagte die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Theresa Schopper.

Mietpreisbremse soll künftig auch in Mannheim, Konstanz und Kehl gelten

Defizite wurden bislang vor allem an Hochschulstandorten festgestellt. Der Grund liegt darin, dass Studierende oft in Wohngemeinschaften leben und damit nach Zensus nur einen Haushalt bilden. Daher ist die tatsächliche Nachfrage nach Wohnraum in diesen Städten häufig höher, als durch den Zensus abgebildet. Durch eine Ergänzung des bisherigen Gutachtens zum Indikator Wohnungsversorgung für Neubürger werden Hochschulstandorte besser berücksichtigt. Die Anpassung führt dazu, dass drei Hochschulstandorte, Mannheim, Konstanz und Kehl, zusätzlich in die Gebietskulisse aufgenommen werden.

Weitere Änderungen der 2025 gutachterlich erstellten Gebietskulisse sollen nicht vorgenommen werden. Die Gebietskulisse beruht auf landesweit einheitlich angewandten Indikatoren, die weiterhin geeignet und tragfähig sind, die Anspannung der Wohnungsmärkte rechtssicher festzustellen.

Das aktualisierte Gutachten samt Einzeldaten aller Städte und Gemeinden wird in Kürze auf der Website des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen abrufbar sein. Nach der Anhörung wird das Ministerium die Stellungnahmen auswerten und die Verordnungsentwürfe dem Ministerrat möglichst schnell zur Beschlussfassung vorlegen. Ziel ist die nahtlose Verlängerung der Verordnungen über dem 31. Dezember 2026 hinaus.

Weitere Meldungen

Luftaufnahme des Bodensees mit niedrigem Wasserstand und freigelegtem Uferbereich neben bewaldetem Land
Klimaschutz

Folgen des Hitzesommers 2026 und entsprechende Maßnahmen

Gruppenbild mit EU-Generaldirektorin Kerstin Jorna (5. von links) und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (4. von rechts)
Wirtschaft

EU-Generaldirektorin Kerstin Jorna besucht Baden-Württemberg

Gründungsveranstaltung Medicus
Digitalisierung

MEDI:CUS-Plattform wird zukunftsfest aufgestellt

In drei übereinander angeordneten Bildausschnitten sind die Ministerpräsidenten von Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen zu sehen; sie sitzen jeweils in separaten Büros an einem Schreibtisch mit den jeweiligen Länder-Flaggen.
Automobilwirtschaft

Drei Autoländer – eine gemeinsame Botschaft

Europafahne
Internationale Zusammenarbeit

Europa und Kanada müssen noch enger zusammenrücken

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Berufliche Ausbildung

Land fördert praxisnahe Berufsorientierung von Jugendlichen

Eine Ärztin impft ein junges Mädchen mit einer Spritze in den Oberarm.
Gesundheitsschutz

Baden-Württemberg stärkt Impfschutz mit Aktionsplan

Das Opernhaus in Stuttgart (Foto: © dpa)
Sanierung Opernhaus

Expertenanhörung zur Sanierung der Stuttgarter Oper vorgeschlagen

Zwei Grundschüler stehen an einer Straße vor einer Schule.
Verkehrssicherheit

Landesweite Aktion „Sicherer Schulweg“

Eine Trachtengruppe beim Landesfestumzug der Heimattage 2018 in Waldkirch (Bild: © picture alliance/Achim Keller/dpa).
Kunst und Kultur

Land ehrt zehn Bürgerinnen und Bürger mit Heimatmedaille

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Windenergie

Mehr Windenergie im Süden

Bio-Musterregion Freiburg
Weinbau

Weinbauland Baden-Württemberg stärken

Eine Lehrerin mit Schülerinnen und Schülern in einem Klassenzimmer.
Schule

Großteil der Stellen zu Schuljahresbeginn besetzt

Sirene
Bevölkerungsschutz

Erste Bilanz zum Bundesweiten Warntag

Gewächshaus
Landwirtschaft

Obst- und Gemüsebau im Klimawandel