Veranstaltungen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Im Rahmen des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ finden in Baden-Württemberg im Jahr 2021 eine Reihe von Veranstaltungen und Projekten statt. In Kooperation mit den beiden Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg hat das Staatsministerium die nachfolgende Übersicht zusammengestellt.

    • Braunsbach

    Jüdischer Kulturweg

    Braunsbach ist eine der zwölf Stationen auf dem „Jüdischen Kulturweg Hohenlohe-Tauber“. Im Ort führt der Weg zu neun Stationen, unter anderem zur ehemaligen Synagoge, zum jüdischen Friedhof, zum Rabbinatsmuseum und weiteren Zeugnissen der jüdischen Geschichte im Ort. Der Weg ist circa drei Kilometer lang. Er kann als Rundweg mit beliebigem Anfang gegangen werden; Dauer circa 60 Minuten. Markierungsschilder mit dem Symbol einer blauen Menora auf weißem Grund kennzeichnen seinen Verlauf.

     

    RabbinatsMuseum Braunsbach: Jüdischer Kulturweg

    • Karlsruhe

    Kunstprojekt der GEDOK Karlsruhe: #closebutnobanana – Jüdisches Leben in Karlsruhe heute

    „Close – but no banana“ meint so viel wie „knapp daneben ist auch vorbei“ und bezieht sich auf unzureichende Kenntnisse der Bevölkerung über jüdisches Leben in Karlsruhe heute. 5 GEDOK-Künstlerinnen, Karlsruhe, reflektieren ihre Wahrnehmung, um mit künstlerischen Mitteln den offenen gesellschaftlichen Dialog zu fördern. Durch individuelle Textvisualisierungen, spielerische Performances und narrative Installationen im öffentlichen Raum kann Unbefangenheit und Selbstverständlichkeit möglich werden.

     

    Nähere Informationen und Termine:
    Close – but no banana
    GEDOK Karlsruhe Künstlerinnenforum

    • Esslingen

    PODIUM Soundwalk zum jüdischen Leben in Esslingen

    Entlang sieben historischer und gegenwärtiger Orte jüdischen Wirkens entsteht ein musikalischer Parcours durch Esslingen. Sieben Kompositionen basierend auf Recherchen vor Ort bilden ein Mosaik aus vergangenen Geschichten und heutigen Themen. Der Soundwalk wird im Rahmen des PODIUM Festivals 2021 eröffnet und kann ab dann über den ganzen Sommer und Herbst hinweg individuell begangen werden. Alles was man dafür braucht ist ein Smartphone und Kopfhörer.

     

    Weitere Informationen

    • Krippen-Museum Oberstadion

    Kunstausstellung mit Führungen: Marlis E. Glaser: „Gegen Antisemitismus – gegen das Vergessen“

    „Abraham aber pflanzte einen Tamariskenbaum“


    Das 2005 begonnene Kunstprojekt von Marlis E. Glaser umfasst mehr als 200 Portrait-Zeichnungen und Gemälde. Ein Teil dieser Bilder sind nun zu sehen und werden durch Führungen der Künstlerin (Termine siehe Homepage) begleitet.

     

    Krippen-Museum Oberstadion: Sonderausstellung mit Führungen

     

    • Pforzheim, Kulturhaus Osterfeld

    Lesung: Briefwechsel „Empfänger unbekannt“

    Die szenische Lesung „Empfänger unbekannt“ ist eine zeitlose, stille Tragödie, die sich an unser moralisches Empfinden wendet. Sie zeigt, was passiert, wenn das „zusammen Leben“ nicht mehr funktioniert und damit auch kein „zusammen Wachsen“ möglich ist; zeigt, wie eine vielfältige, demokratische Gesellschaft mit Menschen unterschiedlichster politischer Einstellung bedroht und zerstört werden kann und was passiert, wenn Ignoranz, Hass und Mauern dominieren.

     

    Kulturhaus Osterfeld: Nähere Informationen

    • Heilbronn, Städtische Museen im Deutschhof

    Vortrag: Klein, aber fein – die Silberwarenfabrik Gumbel und Co.KG

    mit Birgit Hummler

     

    Ein Zweig der jüdischen Großfamilie Gumbel brachte mit Si(e)gmund (1873 – 1953) und insbesondere mit dessen Sohn David Heinz Gumbel (1906 – 1992) wegweisende Gold- und Silberschmiede hervor. Heinz Gumbel arbeitete nach seiner Ausbildung bei Bruckmann & Söhne zum Stahlgraveur als angestellter Silberschmied, bis er 1931 gemeinsam mit Vater Sigmund die Silberwarenfabrik Gumbel & Co. KG in der Schaeuffelenstraße 7 gründete. In den fünf Folgejahren entstanden unter dem Einfluss der Neuen Sachlichkeit Silberwaren von hoher gestalterischer Qualität. 1936 emigrierte Heinz Gumbel nach Palästina, 1939 folgten ihm die Eltern. In Israel avancierte er zu einem der erfolgreichsten Silberwarendesigner des Landes.

     

    Veranstalter: Städtische Museen Heilbronn

    • Theaterhaus Stuttgart

    Jugendkonzert: SAITENWECHSEL – Begegnen Sie jüdischer Musik und Literatur von einer ganz anderen Seite

    14 Schüler*innen der Stuttgarter Musikschule haben unter der Leitung von Corinna Hentschel-Stavi und Katharina Berrío Quintero sich intensiv mit jüdischer Kultur, Religion und Geschichte in Deutschland auseinandergesetzt. Sie haben jüdische Persönlichkeiten kennen gelernt und sich mit Musik und Literatur jüdischer Künstler im deutschsprachigen Raum beschäftigt. Es wird spannend zu erleben, wie die jungen Künstler in ihrem selbst gestalteten Konzert der jüdischen Kultur aus 1700 Jahren begegnen.

     

    Nähere Informationen und Anmeldung: Theaterhaus Stuttgart

Hinweis: Corona-bedingt sind bei den einzelnen Veranstaltungen Änderungen im Termin, Format und Ablauf möglich. Informationen dazu erhalten Sie direkt bei den Veranstaltern.

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