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2. Februar 2026
Animationsstudio
© Filmakademie Baden-Württemberg, 2021

Kreative Filmschaffende aus Baden-Württemberg sind regelmäßig an internationalen Produktionen beteiligt und wurden vielfach mit Oscars, Emmy Awards, Annie Awards, VES Awards oder dem Deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet. Der Umsatz der Branche kann sich sehen lassen, zuletzt ist er auf rund 170 Millionen Euro gestiegen. Kein anderes Land zählt eine vergleichbare Dichte an Animations-, VFX- und Interactive-Studios.

Am Vorabend der Berlinale sprechen Arne Braun, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Carl Bergengruen, Geschäftsführer der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH (MFG), Stefanie Larson, Managerin der Animation Media Creators Region Stuttgart, Gerd Nefzer, Oscar-prämierter Spezialeffektkünstler und Wiebke Wiesner, stellvertretende Geschäftsführerin der Produktionsallianz darüber, wie sich der Erfolg sichern lässt und was es braucht, damit das Land auch in Zukunft filmreif performen kann. Moderation: Dr. Andreas Bareiß, Geschäftsführer der Filmakademie Baden-Württemberg.

Multimediale Buchpräsentation: „Buchenwald – Im Dickicht von Ettersberg"
© Christian Rothe

Am Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2026 wurde in der Landesvertretung der Bildband „Buchenwald – Im Dickicht vom Ettersberg“ vorgestellt. Das Buch des Fotografen Christian Rothe wurde als eines der schönsten deutschen Bücher 2025 ausgezeichnet. Rothe hat über Jahre mehr als tausend Fotos mit seiner analogen Kamera gemacht. Sie zeigen, wie die Natur das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers zurückerobert.

Trotz des schweren Themas ist ein ästhetisches Werk entstanden: mit kunstvoll gestaltetem Einband und klarer Typografie. Das Buch enthält literarische Texte von Buchenwald-Überlebenden wie Jorge Semprún und Imre Kertész, aus denen Schauspielerin Karoline Eichhorn vorlas. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Weltkirchenrates, betonte: Erinnerungskultur ist wichtig. Nur wer sich mit der dunklen Vergangenheit auseinandersetzt, kann eine Wiederholung verhindern.

V.l.n.r.: Prof. Dr. Jonas Radl, Tina Groll und Julia Jirmann sitzen auf dem Podium
© LVBWBerlin / Andreas Mnich-Rößger

Am 21. Januar 2026 fand die dritte Veranstaltung der Reihe „‘Der Sinn von Politik ist Freiheit‘ (Hannah Arendt). Anforderungen an einen zeitgemäßen Liberalismus.“ in der Landesvertretung statt. Julia Jirmann vom Netzwerk Steuergerechtigkeit und Prof. Dr. Jonas Radl, Soziologe an der Universidad Carlos III de Madrid und derzeit Gastprofessor am WBZ, skizzierten mögliche Wege, wie sich der Liberalismus angesichts von Klimakrise, Populismus und sozialer Ungleichheit erneuern kann.

Julia Jirmann betonte: Die Grunderwerbsteuer kann helfen, Vermögensungleichheit zu verringern und Vermögensaufbau zu ermöglichen. Kürzungen bei Sozialleistungen sollten mit Abstrichen bei hohen Einkommen und Vermögen einhergehen. Jonas Radl stellte ein Modell vor, das Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe besser motiviert, um Schulabbrüche zu verhindern.

Aufnahme Bundesrat
© Bundesrat / Dirk Michael Deckbar

Wer sich beim Online-Shopping oder einem Vertragsabschluss falsch entschieden hat, kann das bald leichter rückgängig machen. Der Bundesrat stimmte einer Gesetzesänderung zu, die Unternehmen dazu verpflichtet, auf ihrer Website beziehungsweise in der App einen gut sichtbaren Widerrufsbutton anzubringen. Desweiteren beschloss die Länderkammer am 30. Januar 2026, einen eigenen Gesetzentwurf in den Bundestag einzubringen, der es Opfern häuslicher Gewalt erleichtern soll, gemeinsam geschlossene Mietverträge zu kündigen. Darüber hinaus fordern die Länder ein entschiedenes Vorgehen gegen Finanzkriminalität und gegen den Sozialleistungsbetrug. Baden-Württemberg spricht sich gemeinsam mit weiteren Ländern dafür aus, versicherungsfremde Leistungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung aus Steuermitteln zu finanzieren und Maßnahmen für schnellere Sozialgerichtsverfahren vorzuschlagen.

Wie das Land abgestimmt hat und was der Bundesrat in den Stellungnahmen fordert: Dazu mehr Informationen unter „Bundesratsinitiativen und Abstimmungen“ auf unserer Website sowie auf der Website des Bundesrates.

 

Der graue Berliner Februar wird zum Kino-Highlight: Die Berlinale lockt in die Kinosäle und die MFG Filmförderung ist im diesjährigen Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin mit drei Weltpremieren vertreten! Das neue Drama des Drehbuchautors und Regisseurs Adrian Goiginger, „Vier minus drei“, feiert Weltpremiere in der Berlinale-Reihe Panorama, ebenso wird das Liebesdrama „Allegro Pastell“ der Regisseurin Anna Roller gezeigt. Und die Mystery-Miniserie „House of Yang“ wird im Hauptprogramm als Berlinale Special vorgeführt.