Veranstaltungen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Im Rahmen des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ finden in Baden-Württemberg im Jahr 2021 eine Reihe von Veranstaltungen und Projekten statt. In Kooperation mit den beiden Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg hat das Staatsministerium die nachfolgende Übersicht zusammengestellt.

    • Buttenhausen

    „Gebete und Gebote im Judentum“ – Europäischer Tag der jüdischen Kultur, Vortrag Martin Pöt Stoldt

    Zwei wichtige Themen im jüdischen Alltag, die mit nichts im Christentum vergleichbar sind, sind die Gebete und Gebote. Außerhalb der jüdischen Kultur nur wenig bekannt und wenn, dann oft missverstanden. Aber sie sind nicht nur eine Alltagshilfe, sondern sie geben Sicherheit und prägen Gedanken und Tätigkeiten und formen den Umgang zwischen Juden in der jüdischen Gesellschaft. Die Tora mit ihren Geboten ist das erste Bürgerliche Gesetzbuch und Strafgesetzbuch der Weltgeschichte. Zusammen mit den Gebeten reichten sie über viele tausend Jahre bis in die heutige Zeit. Der Vortrag vermittelt tiefere Einblicke in das Judentum.

     

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    • Martinskirche Münsingen

    „Anatevka im Lautertal“ – Musikalisches Leben im jüdischchristlichen Buttenhausen, Konzert mit Klezmerfantasien

    Wie sich genau die Musik in den ländlichen Gemeinden Württembergs angehört hat, in denen Christen und Juden zusammenlebten, lässt sich nur noch schwer rekonstruieren. Bei Hochzeiten und im Gesangverein hüben wie drüben erklang die gleiche Musik. Die Veranstaltungen waren legendär, vor allem die „Italienischen Nächte“. In der Synagoge intonierte ein Vorsänger oder Kantor die alten traditionellen Gebete. Das Ensemble „Klezmerfantasien“ hat eines dieser Stücke ausgegraben und für seine Besetzung arrangiert. Neben weiteren liturgischen Stücken stehen vor allem die aus Osteuropa stammenden jiddischen Lieder auf dem Programm.

     

    Weitere Informationen und Anmeldung

    • Zehntscheuer Münsingen

    Vortrag: Jüdisches Leben heute

    Vortrag eines Vorstandsmitglieds der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW)

     

    In Württemberg leben heute fast 3.000 jüdische Menschen, die sich zu ihrem Judentum bekennen. Die meisten davon in Stuttgart, der nicht nur größten Gemeinde in Baden-Württemberg, sondern auch der mit der besten Infrastruktur.
    Doch was bedeutet es eigentlich, wenn wir heute von »jüdischem Leben« sprechen? Lassen Sie sich vom Vorstand der IRGW mitnehmen auf eine spannende Reise ins jüdische Herz Württembergs!

     

    Weitere Informationen und Anmeldung

    • Tagesfahrt

    Jüdisches Museum und Synagoge Augsburg – Busfahrt mit Besuch des Museums und Synagogenbesuch

    Das in Deutschland älteste Jüdische Museum wurde 1985 in der Augsburger Synagoge eingerichtet. Es dokumentiert die reiche Kultur und wechselvolle Geschichte der Juden in Augsburg und Schwaben vom Mittelalter bis heute in seiner Dauerausstellung. Die Augsburger Synagoge gehört zu den herausragenden Baudenkmälern und ist ein eindrucksvolles Zeugnis deutsch-jüdischer Kultur und heute wieder das Zentrum einer wachsenden Kultusgemeinde.

     

    Weitere Informationen und Anmeldung

     

    Veranstalter: Evangelische Bildung Reutlingen

    • Heilbronn, Stadtbibliothek

    Lesung: Jüdinnen der Moderne

    mit Viola Roggenkamp

     

    Die Schriftstellerin Viola Roggenkamp, Hamburg, liest ihre Essays über Glikl von Hameln und Bertha Pappenheim. Die Künstlerin Marlis Glaser, Attenweiler, zeigt und bespricht dazu eine Auswahl ihrer Portraits zu diesem Thema.

     

    Veranstalter: Freundeskreis Synagoge Heilbronn e. V. in Kooperation mit der Stadtbibliothek Heilbronn und der Volkshochschule Heilbronn

    • Stuttgart

    Spuren jüdischen Lebens rund ums Hospitalviertel

    Mit Beginn des 19. Jahrhunderts durften sich jüdische Familien wieder in Stuttgart niederlassen. Daraus entwickelte sich eine prosperierende Gemeinde, die viel zum wirtschaftlichen Erfolg der Stadt beitrug. Auch wenn durch Shoah und Bombenkrieg viele Spuren des ehemaligen jüdischen Lebens vernichtet wurden, findet man doch immer wieder Erinnerungen an die zerstörte Kultur. Männer bitte Kopfbedeckung mitbringen!

     

    Treffpunkt: Seiteneingang des Hoppenlau-Friedhofs bei der "Alten Reithalle"

     

    Veranstalter: Buch & Plakat Antiquariat und Agentur für Lesefreude, Kultur- und Stadtgeschichte

    • Buttenhausen

    Kalligraphie-Workshop mit Tobias Christ: "Gott sah in die Torah und schuf die Welt" (Bereschith rabba 1.61)

    Aleph Tav, Zahlen und Zeichen, Tusche, Feder und Papier.
    Einführung in das Geheimnis der hebräischen Buchstaben, mit Kalligraphie-Workshop. Die Teilnehmer begeben sich auf eine Reise in die Welt der hebräischen Buchstaben. Gemeinsam wird versucht, jedes einzelne der 22 Zeichen zu betrachten und kennenzulernen. Anschließend können erste eigene Schreibversuche mit Feder und Tusche unternommen werden.

     

    Weitere Informationen und Anmeldung

    • Lapidarium Heilbronn / Magazin Milchhof

    Vortrag: Der Tierbildhauer Albert Güldenstein. Schöpfer der „Heilbronnia“

    mit  Rita E. Täuber

     

    Der in Sontheim geborene Bildhauer Albert Güldenstein (1822-1891) begann seine künstlerische Ausbildung mit einer Lehre als Graveur in der Heilbronner Silberwarenfabrik Bruckmann. Nach Studienjahren in München wurde er 1843 Schüler des Klassizisten Theodor von Wagner an der Akademie in Stuttgart. Ein Stipendium der Berliner Michael Beer-Stiftung für „Bildhauer israelitischer Religion“ ermöglichte ihm 1847 einen zweijährigen Studienaufenthalt in Rom. Im Anschluss ließ er sich in Stuttgart nieder und schuf im Auftrag von König Wilhelm I. zahlreiche Tierbildgruppen und Dekorationsplastik für den botanischen Schaugarten „Wilhelma“, die Villa Berg und Schloss Rosenstein. Von 1861 bis 1904 schmückte den Heilbronner Fleinertorbrunnen die Bildsäule der „Heilbronnia“.

     

    Veranstalter: Städtische Museen Heilbronn

    • Göppingen

    Stolpersteinführung: Steine gegen das Vergessen

    Treffpunkt: Hauptstraße 1, Rathaus, i-Punkt

     

    Referentin: Maria Skaroupka-Liesche, Lehrerin, Stadtführerin

     

    Bei einem Rundgang durch die Stadt wird an das Leben und das Schicksal der Menschen erinnert, die als Verfolgte des Nationalsozialismus umgekommen sind. Die Stolpersteine sind als Mahnmal gegen das Vergessen dort verlegt, wo die Menschen gelebt haben. Die Namen der Opfer sind eingraviert: Juden, Sinti, pflegebedürftige Menschen, politische Gegner.

     

    Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung Göppingen in Kooperation mit Katholische Erwachsenenbildung Kreis Göppingen

     

    Katholische Erwachsenenbildung Kreis Göppingen: Weitere Informationen und Anmeldung

Hinweis: Corona-bedingt sind bei den einzelnen Veranstaltungen Änderungen im Termin, Format und Ablauf möglich. Informationen dazu erhalten Sie direkt bei den Veranstaltern.

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