Veranstaltungen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Im Rahmen des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ finden in Baden-Württemberg im Jahr 2021 eine Reihe von Veranstaltungen und Projekten statt. In Kooperation mit den beiden Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg hat das Staatsministerium die nachfolgende Übersicht zusammengestellt.

    • Freiburg, Israelitische Gemeinde

    Vortrag: „Europa gegen die Juden 1880 – 1945“

    Prof. Götz Aly

     

    Götz Aly ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die „taz“, die »Berliner Zeitung« und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Im Februar 2017 erschien bei S. Fischer seine große Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust „Europa gegen die Juden 1880–1945“. Für dieses Buch erhielt er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.

     

    Veranstalter: Israelitische Religionsgemeinschaft Baden

    • Stadtbibliothek Heilbronn im K3

    Bilderbuchkino: Ein Pferd zu Channukka

    11.00 Uhr und 14.00 Uhr, Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren mit Begleitperson

     

    Hannah wünscht sich sehnlichst ein Pferd. Als ihr Wunsch zu Channukka in Erfüllung geht, kann sie sich aber nicht lange daran erfreuen. Denn das sprechende Pferd Golda stürzt Familie Rosenbaum in ein totales Chaos.

     

    Eintritt frei, Anmeldung in der Kinderbibliothek oder unter Tel.:  07131/56-3277 und 56-2672

     

    Veranstalter: Stadtbibliothek Heilbronn

    • Stuttgart

    Spuren jüdischen Lebens rund ums Stuttgarter Rathaus

    Im 19. Jahrhundert entstand in Stuttgart wieder eine jüdische Gemeinde. Dies trug nachhaltig zur Entwicklung in Württemberg bei: ökonomisch, kulturell und sozialpolitisch. Dennoch schlug den jüdischen Mitbürger/-innen oft eine starke Ablehnung entgegen. Dieser Stadtspaziergang zwischen Stiftskirche und Wilhelmsbau folgt den Spuren dieses Wirkens und macht Vergessenes wieder lebendig.

     

    Treffpunkt: Vor dem Haupteingang der Stiftskirche in Stuttgart

     

    Veranstalter: Buch & Plakat Antiquariat und Agentur für Lesefreude, Kultur- und Stadtgeschichte

    • Gailingen, Kliniken Schmieder, Haus Hohentwiel

    Kammerkonzert: Roman Knizka und das Bläserquintett OPUS 45

    „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“ 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
    Literarisches Kammerkonzert mit Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45 mit Texten jüdischer Autor*innen deutscher Sprache, umrahmt von Werken jüdischer Komponisten – ein Ausschnitt der überaus reichen und vielfältigen jüdisch-deutschen Kulturgeschichte


    Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte Gailingen e.V.

     

    • Brackenheim, Freudental

    Wanderung und Führung: Von Brackenheim nach Freudental

    Poesie und Politik: Von Ort zu Ort

    Wanderung mit Theodor Heuss im Gepäck über den Michaelsberg von Brackenheim nach Freudental (ehemalige Synagoge)

    Nähere Informationen und Anmeldung

     

    • Stuttgart, Haus der Bessarabiendeutschen

    Kulturtag: Deutsche und Juden als Minderheiten in Bessarabien

    Der Bessarabiendeutsche Verein in Stuttgart widmet seinen diesjährigen Kulturtag dem Thema „Deutsche, Juden und andere Völker in Bessarabien“. Die ganztägige Veranstaltung umfasst wissenschaftliche und kulturelle Beiträge sowie eine Ausstellungseröffnung.

     

    Weitere Informationen und Anmeldung

     

    • Martinskirche Münsingen

    Literaturgottesdienst: „Das Kind von Noah“ von Eric-Emmanuel Schmitt

    Erzählt wird die Geschichte von Joseph, einem 7-jährigen jüdischen Jungen – von Flucht und Verfolgung durch die Nazis und wie er die Schrecken des Krieges übersteht. Das Literaturteam gestaltet die heitere Dramatik des Buches in gespielten Dialogen und Lesungen.

     

    Weitere Informationen und Anmeldung

    • Buttenhausen

    Kalligraphie-Workshop mit Tobias Christ: "Gott sah in die Torah und schuf die Welt" (Bereschith rabba 1.61)

    Aleph Tav, Zahlen und Zeichen, Tusche, Feder und Papier.
    Einführung in das Geheimnis der hebräischen Buchstaben, mit Kalligraphie-Workshop. Die Teilnehmer begeben sich auf eine Reise in die Welt der hebräischen Buchstaben. Gemeinsam wird versucht, jedes einzelne der 22 Zeichen zu betrachten und kennenzulernen. Anschließend können erste eigene Schreibversuche mit Feder und Tusche unternommen werden.

     

    Weitere Informationen und Anmeldung

     

    Ausstellung „SateLIT1: Planet Motzstraße. Else Lasker-Schülers Lebenszeichen aus Berlin“

    Wie lässt sich die Wirkmächtigkeit von Büchern vermitteln? Welche Rolle können Literatur-Archive dabei spielen? Ausgehend von Fundstücken aus den Marbacher Archiven soll auf neue, spannende Weise gezeigt werden, was Literatur alles auslösen kann. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach und die Stiftung Brandenburger Tor initiieren hierzu gemeinsam ein neues Format: den SateLIT als eine sich wechselseitig befruchtende Mischform zwischen Veranstaltung und Ausstellung.

     

    Die erste Ausgabe „SateLIT 1: Planet Motzstraße. Else Lasker-Schüler – Lebenszeichen aus Berlin“ beleuchtet anhand von Materialien aus dem Archiv in Marbach die Person Else Laker-Schüler als Briefschreiberin, Berliner Original und Gesellschaftskritikerin.

    • Online-Führung

    Bildbetrachtung: Marc Chagall: Abraham bewirtet die drei Engel, 1931/39

    Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe beleuchtet mit einer digitalen Führungsreihe anhand von Werken aus der Sammlung der Kunsthalle das Verhältnis der jüdischen und christlichen Religion zum Bild. Zudem teilen verschiedene Personen auf dem Kunsthallen-Blog ihren Bezug zum und ihre Perspektive auf das Themenjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.
    Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Prof. Dr. Annette Weber, Dipl.-Theol. Tobias Licht, Karlsruhe (kath.)

    Anmeldung per Mail an info@kunsthalle-karlsruhe.de bis 16 Uhr am Veranstaltungstag möglich.

     

    Kunsthalle Karlsruhe: Blogbeiträge

Hinweis: Corona-bedingt sind bei den einzelnen Veranstaltungen Änderungen im Termin, Format und Ablauf möglich. Informationen dazu erhalten Sie direkt bei den Veranstaltern.

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