Veranstaltungen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Im Rahmen des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ finden in Baden-Württemberg im Jahr 2021 eine Reihe von Veranstaltungen und Projekten statt. In Kooperation mit den beiden Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg hat das Staatsministerium die nachfolgende Übersicht zusammengestellt.

    • Stuttgart

    Spuren jüdischen Lebens rund ums Stuttgarter Rathaus

    Im 19. Jahrhundert entstand in Stuttgart wieder eine jüdische Gemeinde. Dies trug nachhaltig zur Entwicklung in Württemberg bei: ökonomisch, kulturell und sozialpolitisch. Dennoch schlug den jüdischen Mitbürger/-innen oft eine starke Ablehnung entgegen. Dieser Stadtspaziergang zwischen Stiftskirche und Wilhelmsbau folgt den Spuren dieses Wirkens und macht Vergessenes wieder lebendig.

     

    Treffpunkt: Vor dem Haupteingang der Stiftskirche in Stuttgart

     

    Veranstalter: Buch & Plakat Antiquariat und Agentur für Lesefreude, Kultur- und Stadtgeschichte

    • Heilbronn, Jüdischer Friedhof

    Führung über den Jüdischen Friedhof im Breitenloch

    mit Annette Geisler

     

    Veranstalter: Volkshochschule Heilbronn

    • Bruchsal, Badische Landesbühne

    Holger Schober: Auschwitz meine Liebe

    Uraufführung, Wiederaufnahme in der Spielzeit 2020.2021
    Salomon hat heute Geburtstag. Das hat er so beschlossen, denn seinen wirklichen Geburtstag kennt er nicht. Nach dem Krieg war niemand mehr da, der ihm darüber hätte Auskunft geben können. Als Kind war er im KZ Auschwitz interniert. Nach der Befreiung wird er Musiker, er heiratet, wird Vater, wird Großvater. Auschwitz aber wird ihn nie verlassen. Trotzdem ist er versöhnt mit seinem Schicksal, was seine Enkelin nicht verstehen kann.

     

    Holger Schober hat „Auschwitz meine Liebe“ für die junge BLB geschrieben.
    Ab 13 Jahren/ab Klasse 8
    Mobiles Klassenzimmerstück, das von Schulen und anderen Einrichtungen gebucht werden kann.
    Mit: Tim Tegtmeier, Inszenierung/Bühnenbild: Joerg Bitterich, Kostüme: Kerstin Oelker, Spieldauer: ca. 60 Minuten

     

    Weitere Informationen und Anmeldung

     

    Veranstalter: Die Badische Landesbühne

    • Heilbronn, Haus der Stadtgeschichte

    Vortrag: Geschichte der jüdischen Gemeinde Heilbronn vom 19. bis ins 20. Jahrhundert

    mit Annette Geisler

     

    Der Vortrag berichtet schlaglichtartig vom Entstehen und vom Ende der liberalen Gemeinde in Heilbronn.

     

    Veranstalter: Stadtarchiv Heilbronn

    • Hechingen

    Vortrag: Der arabische Blick auf Israel

    Vortrag von Prof. Dr. Johannes Becke (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg)

     

    Der arabische Blick auf den Staat Israel wurde geprägt durch Jahrzehnte des Konflikts. Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber ein ambivalentes Israel-Bild, das vom Feind bis zum Vorbild reicht. Der Vortrag bietet eine Einführung in die unterschiedlichen Israel-Bilder der arabischen Welt: Neben antizionistischen Dogmen und antisemitischer Propaganda finden sich Motive der heimlichen Bewunderung, der vorsichtigen Aussöhnung und der Nostalgie nach dem Kulturerbe der orientalischen Juden.

    Eintritt: € 8 / ermäßigt € 6

     

    Veranstalter: Alte Synagoge Hechingen

    • Heilbronn, Jüdischer Friedhof an der Schozach, Sontheim

    Führung über den Jüdischen Friedhof in Sontheim

    mit Annette Geisler

     

    Veranstalter: Volkshochschule Heilbronn

    • Taubertal

    Jüdisches Leben im Taubertal

    Studienexkursion mit dem Reisebus ab/bis Stuttgart (8.00 Uhr – ca. 19.30 Uhr), Zusteigemöglichkeit: Heilbronn

     

    Seit dem 13. Jahrhundert sind Juden im Taubergrund bezeugt. Am Beispiel von Creglingen und Weikersheim besichtigen wir Orte des jüdisch-christlichen Alltags, die Creglinger Gedenkstätte an die ersten Gräuel des Nationalsozialismus mit Todesopfern und gleichzeitig verschiedene Formen einer  zeitgemäßen Erinnerungskultur an die Geschichte jüdischer Landgemeinden im Taubertal.

     

    Leitung: Cornelia Strauß, Historikerin

     

    Veranstalter: Schwäbischer Heimatbund e.V. (Anmeldung erforderlich)

    • Göppingen

    Stadtführung: Der Auschwitz-Apotheker

    Referentin: Maria Skaroupka-Liesche, Lehrerin, Stadtführerin, Göppingen

     

    Victor Capesius (1907–1985) war erfolgreicher Geschäftsmann und ein angesehener Bürger Göppingens – Zeitzeugen beschreiben ihn als freundlichen und charmanten Mann. In Auschwitz zeigte er ein anderes Gesicht: Mit einem Fingerzeig schickte er Menschen entweder in den Arbeitsdienst oder in den Tod. Die Führung erinnert an dieses dunkle Kapitel deutscher und Göppinger Geschichte.

     

    Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Kreis Göppingen in Kooperation mit Evangelische Erwachsenenbildung Göppingen

    Katholische Erwachsenenbildung Kreis Göppingen: Weitere Informationen und Anmeldung

    • Stuttgart

    Jüdische „Displaced Persons“ im Stuttgarter Westen: Das DP-Lager in der oberen Reinsburgstraße 1945-49

    Ein DP-Lager für heimatlose jüdische KZ-Überlebende befand sich unter anderem in der oberen Reinsburgstraße in Stuttgart und ist eng verknüpft mit der tragischen Geschichte des Auschwitz-Überlebenden Shmuel Danziger, der einen Tag nach seiner Ankunft in diesem Lager von der deutschen Polizei erschossen wurde. Die Gebäude sind bis heute komplett erhalten, doch bis vor kurzem erinnerte nichts an ihre Geschichte. Dies änderte sich am 11. April 2018 mit der Einweihung einer kleinen Gedenkstätte.

     

    Treffpunkt: Stuttgart, VVS-Bushaltestelle "Leipziger Platz" (stadtauswärts)

     

    Veranstalter: Buch & Plakat Antiquariat und Agentur für Lesefreude, Kultur- und Stadtgeschichte

Hinweis: Corona-bedingt sind bei den einzelnen Veranstaltungen Änderungen im Termin, Format und Ablauf möglich. Informationen dazu erhalten Sie direkt bei den Veranstaltern.

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