Naturschutz

Vereinbarung für Biosphärengebiet Schwarzwald unterzeichnet

Nach dem Start des Biosphärengebietes Schwarzwald am 1. Februar 2016 haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Naturschutzminister Alexander Bonde und die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Landkreise und Gemeinden als zweiten grundlegenden Schritt die Vereinbarung zur Zusammenarbeit in diesem Gebiet unterzeichnet.

„Im Biosphärengebiet Schwarzwald beschreiten wir einen gemeinsamen Weg des Miteinanders von Mensch und Natur, von Wirtschaft und Umwelt in eine für alle Seiten gute und sinnvolle Balance. Die Menschen in der Region setzen hiermit ein starkes Zeichen für den Erhalt, aber auch für die nachhaltige Entwicklung ihrer Heimat“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der feierlichen Unterzeichnung der Vereinbarung in Schönau im Schwarzwald (Landkreis Lörrach).

Starker Impuls für nachhaltige Entwicklung der gesamten Region

„Mit der Einrichtung des Biosphärengebietes Schwarzwald entsteht eine einzigartige Modellregion mit erheblichem Mehrwert für Wirtschaft, Tourismus und Natur. Gemeinsam setzen wir einen starken Impuls für eine nachhaltige Entwicklung der gesamten Region - in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht“, ergänzte Naturschutzminister Bonde. Der Minister dankte nochmals allen am Gründungsprozess Beteiligten für deren großes Engagement und die Unterstützung auf dem arbeitsreichen, aber erfolgreichen Weg zum Biosphärengebiet Schwarzwald. „Baden-Württemberg ist stolz auf die tolle Entwicklung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Ich bin sicher, dass auch die Menschen im Schwarzwald eine Erfolgsgeschichte schreiben werden“, betonte Bonde.

29 Gemeinden aus drei Landkreisen haben sich zum Biosphärengebiet Schwarzwald zusammengeschlossen. In der unterzeichneten Vereinbarung zur Zusammenarbeit des Landes, der Landkreise und der Gemeinden wird die Finanzierungsbeteiligung geregelt. „In den ersten drei Jahren trägt das Land die vollständigen Kosten für das Biosphärengebiet“, sicherte Bonde zu. Danach trägt das Land 70 Prozent der Kosten, 30 Prozent übernehmen die Gemeinden mit Unterstützung der Landkreise. Auch die Kosten für den Antrag auf Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat und für das der UNESCO vorzulegende Rahmenkonzept übernimmt das Land vollständig. In der Vereinbarung ist außerdem der Sitz der Geschäftsstelle in Schönau festgeschrieben. Zudem regelt sie die Mitwirkungsmöglichkeiten der im Gebiet lebenden Menschen sowie die Gremienstrukturen. „Wir haben heute den Rahmen für das Biosphärengebiet geschaffen. Nun ist es an den Menschen,  es zu leben und voranzubringen. Ich lade alle ein, sich an der Entwicklung des Gebiets zu beteiligen“, sagte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.

Biosphärengebiet Schwarzwald

Mit den 29 am Biosphärengebiet Schwarzwald beteiligten Gemeinden umfasst dieses nun eine Gebietskulisse von 63.236 Hektar. Ein Biosphärengebiet ist eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung, die auch von der UNESCO mit einem besonderen Zertifikat ausgestattet wird.

Durch die Einrichtung des Biosphärengebiets entsteht für alle Beteiligten eine Win-win-Situation: So gewinnt beispielsweise die Landwirtschaft und mit ihr die vielen kleinen, familiengeführten Betriebe eine zusätzliche Wertschöpfungsperspektive. Touristische Angebote werden stärker vernetzt. Landschaftlich bietet der Südschwarzwald eine einzigartige Kulturlandschaft, die insbesondere mit ihren Allmendweiden ein Alleinstellungsmerkmal vorzuweisen hat. Aber auch die naturnahen Bergbäche, Moore und Felsen, Seen und Teiche sowie die standörtlich und nutzungsbedingt unterschiedlichen Wälder prägen diese Landschaft in besonderer Weise und stehen nun unter einem besonderen Schutz.

Die 29 beteiligten Kommunen

Folgende 29 Kommunen haben sich dafür entschieden, beim Biosphärengebiet Schwarzwald dabei zu sein:

  • Landkreis Lörrach:
    Aitern, Böllen, Fröhnd, Hausen im Wiesental, Häg-Ehrsberg, Kleines Wiesental, Schönau im Schwarzwald, Schönenberg, Schopfheim, Todtnau, Tunau, Utzenfeld, Wembach, Wieden, Zell im Wiesental
  • Landkreis Waldshut:
    Albbruck, Bernau, Dachsberg, Höchenschwand, Häusern, Ibach, St. Blasien, Ühlingen-Birkendorf, Wehr
  • Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald:
    Hinterzarten, Horben, Oberried, Schluchsee
  • Stadt Freiburg im Breisgau

Des Weiteren umfasst das Biosphärengebiet Schwarzwald einen Teil der Gemarkung der Gemeinde Weilheim.

Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem Land Baden-Württemberg, den Landkreisen sowie den Gemeinden (PDF)

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Naturschutz

von links nach rechts: Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, bei der Eröffnung des 102. Deutschen Katholikentags in Stuttgart.
  • Kirche

102. Deutscher Katholikentag in Stuttgart

Ein Landwirt bei der Mostäpfellese mit Erntehelfern auf seiner Streuobstwiese. (Foto: © dpa)
  • Biodiversität

Streuobstpreis für Erhalt der genetischen Vielfalt der Streuobstbestände

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Mai 2022

Vier Studierend stehen zusammen und unterhalten sich.
  • Bildung

Mehr Studienplätze für Lehramt Sonderpädagogik

Schwimmende Photovoltaik-Anlage im Kieswerk Maiwald in Renchen
  • Bundesrat

Mehr schwimmende Photovoltaik-Anlagen ermöglichen

Landesgartenschau in Eppingen 2022
  • Gartenschau

Gartenschau Eppingen eröffnet

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
  • Wohnungspolitik

Strategiedialog Bauen und Wohnen startet in nächste Phase

Junge Eiche
  • Biodiversität

Internationaler Tag der biologischen Vielfalt

Mohn- und Kornblumen blühen in einem Getreidefeld (Bild: dpa).
  • Biodiversität

Land lobt zwei Filmpreise zum Thema Biologische Vielfalt aus

Gerätträger der Straßenmeistereien mit insektemfreundlichem Mähkopfmodell beim Einsatz im Bankett
  • Ökologie

Innovative Mähtechnik fördert Artenvielfalt

Baden-Württemberg, Stuttgart: Eine Biene zieht Nektar aus einer gelben Wiesenblume. (Bild: picture alliance/Fabian Sommer/dpa)
  • Biodiversität

Neuer Leitfaden zur Förderung der Wildbienen

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Forst

Landesweites Gutachten zum Wildverbiss an Waldbäumen vorgestellt

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 17. Mai 2022

Die Hochburg bei Emmendingen bietet einmalige Einblicke in die Geschichte des Burgen- und Festungsbaus eines halben Jahrtausends.
  • Tourismus

Akzeptanz für Tourismus im Land stärken

Das Neue Schloss und die Jubiläumssäule in Stuttgart (Foto: © dpa)
  • Kultur

Neues Schloss öffnet bei Langer Nacht der Museen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Einweihung einer Photovoltaik-Anlage auf einem Feld mit Apfelbäumen in Kressbronn am Bodensee.
  • Erneuerbare Energien

Sonnenstrom und sonnengereifte Äpfel

Die Europafahne weht auf dem Dach der Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg.
  • Europäische Union

Baden-Württembergs Vorschläge zur Zukunft der EU

Ein Mähdrescher erntet in Langenenslingen-Andelfingen ein Getreidefeld mit Wintergerste ab. (Bild: picture alliance/Thomas Warnack/dpa)
  • Landwirtschaft

G7-Agrarministertreffen in Stuttgart

Das Neue Schloss in Stuttgart wird in den Farben gelb und blau der Flagge der Ukraine angestrahlt.
  • Ukraine-Krieg

Bericht aus der Lenkungsgruppe „Ukraine“ vom 11. Mai 2022

  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Mai 2022

  • Nahverkehr

Fahrplan für den Nahverkehrsausbau

Kiebitz
  • Artenschutz

Bayaz besucht „Kiebitzäcker“

Ein Boot segelt vor Fischbach bei Friedrichshafen auf dem Bodensee, während im Hintergrund das Schweizer Ufer und die Alpen zu sehen sind (Bild: © dpa).
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

50 Jahre Internationale Bodensee-Konferenz

Symbolbild: Kisten mit Gemüse und Obst. (Bild: Christoph Soeder / dpa)
  • Verbraucherschutz

Qualitätsprogramme des Landes für weitere fünf Jahre genehmigt

Szenische Lesung "HAWAII"
  • Kultur

Szenische Lesung des Romans „Hawaii“