Auszeichnung

Staufermedaille für Ruthild und Dr. Detlef Meyer-Oehme

v.l.n.r.: Ruthild Meyer-Oehme, Minister Peter Friedrich und  Dr. Detlef Meyer-Oehme

„Ruthild und Dr. Detlef Meyer-Oehme haben sich in für sie zunächst fremden Ländern für ein friedliches, sozial verantwortliches und gerechtes Miteinander eingesetzt. Sie haben insbesondere in Afghanistan mit ihrer engagierten Arbeit das positive Bild von Deutschland mitgeprägt“, sagte der Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten, Peter Friedrich, bei der Überreichung der Staufermedaille an Ruthild und Dr. Detlef Meyer-Oehme in Stuttgart.

„Mit ihrem jahrzehntelangen Engagement als Pädagogen in und für Afghanistan liefern sie den Beweis dafür, dass nur ein Miteinander, ein Geben und Nehmen uns bereichern und voranbringen“, sagte Friedrich. Das Ehepaar Meyer-Oehme habe in all den Jahren für das Bildungs- und Schulwesen in Afghanistan, ganz in der Tradition der langjährigen deutsch-afghanischen Beziehungen, unglaublich viel geleistet. „Sie bauen seit vielen Jahren an der Brücke zwischen den Kulturen mit“, betonte der Minister.

Anfang der 60er Jahre sei das Ehepaar an eine deutsche Schule in Kabul gekommen. Ausgehend von diesem Lehrauftrag an der ehemaligen Eliteschule „Amani-Oberrealschule“ engagieren sich Ruthild und Dr. Detlef Meyer-Oehme seither gemeinsam für die Bildung der Jugend in Kabul – auch über die Kriegszeiten hinweg. Nachdem die Schule im Krieg zerstört wurde, hörten sie Ende der 90er Jahre, dass die Taliban die Schule wieder eröffnet hatte. Der Lehrerschaft ging es jedoch miserabel. Um den Wiederaufbau bewerkstelligen zu können, gründeten die beiden im Jahr 2000 den Förderverein „Amani-Oberrealschule/Kabul“, dessen Vorsitzender Dr. Meyer-Oehme nun seit vielen Jahren ist und in dessen Vorstand sich auch Frau Meyer-Oehme engagiert. „Ruthild und Dr. Detlef Meyer-Oehme haben die Ärmel hochgekrempelt und gehandelt. Bei allen politischen Zerwürfnisse, die sich auch auf die Gesellschaft im Ganzen auswirkten, haben sie immer das Gemeinsame und Verbindende in den Vordergrund gerückt“, so Friedrich.

Mit den Spendengeldern, die das Ehepaar in Deutschland sammelt, werden beispielsweise Schulbusse, Hausaufgabenbetreuung und Essen finanziert. Mittlerweile können mit zwölf Solarkollektoren rund 800 Essensportionen täglich gekocht werden. Aber auch Mikroskope, Kartenmaterial und Lehrbücher oder neue Klinken für die Klassenzimmertüren werden beschafft, ebenso werden mit großem Nachdruck Großprojekte zur Wasserversorgung unterstützt. „Zweimal im Jahr waren Ruthild und Dr. Detlef Meyer-Oehme bis vor einiger Zeit regelmäßig in Kabul, um die Verwendung der Spendengelder zu dokumentieren und dem dortigen Kollegium mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Gesammeltes Spendengeld brachten sie persönlich entlang Ruinen zur Schule“, so Friedrich. „Es ist beachtlich, was das Ehepaar auf die Beine gestellt hat und wie fortschrittlich und mit Weitblick agiert wird.“

Als ehrenamtliche Beraterin sei Ruthild Meyer-Oehme zudem beim Wiederaufbau einer 1957 gegründeten Mädchenschule aktiv, dem heutigen Wirtschaftsgymnasium für Mädchen „Lycée Jamhuriat“, das in der Talibanzeit geschlossen war. „In einem Land, das viele Jahre von Extremisten regiert wurde und wo Korruption und die Unterdrückung der Frau große Probleme bereiten, bedarf es einer gehörigen Portion Mut, Improvisationstalent und vor allem Durchhaltevermögen, um ein solches Bildungsangebot auf die Beine zu stellen“, betonte Friedrich. „Nach dem Wiederaufbau gehen hier 1400 Schülerinnen zur Schule. Die Mädchen und jungen Frauen finden im Lyceé einen einzigartigen Lernort.“ Ein anderes Großprojekt sei die Gründung einer weiteren Mädchenschule in einem bevölkerungsreichen Stadtteil von Kabul. Es sei auch dem Einsatz von Ruthild und Dr. Detlef Meyer-Oehme zu verdanken, dass regelmäßig Gastschülerinnen aus Kabul nach Radolfzell kommen können. „Das ist eine hervorragende Sache. Von solch einem Austauschprogramm profitieren alle“, so Friedrich.

„In all den Jahren sind Ruthild und Dr. Detlef Meyer-Oehme den Menschen in Kabul stets auf Augenhöhe und mit dem Herzen begegnet. Sie und ihre Helferinnen und Helfer haben unser Land und vor allen Dingen Afghanistan mit ihren menschlichen Stärken bereichert“, sagte der Minister. „Die beiden haben ein Lebenswerk mit großer Hingabe und Bescheidenheit geschaffen, von dem unzählig viele junge Menschen in Afghanistan bis heute profitieren. Sie haben mit ihrem Einsatz wahrhaftig ein kleines bisschen mehr Hoffnung für Afghanistan gebracht.“

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