Pressemitteilung

Auszeichnung
  • 21.06.2018

Staufermedaille für Prof. Dr. Andreas Neu

Sozialminister Manne Lucha hat dem Tübinger Kinder- und Jugendmediziner Prof. Dr. Andreas Neu die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg überreicht und ihn für sein vorbildliches Engagement im Bereich der Kinderdiabetologie gewürdigt.

Als öffentliche Anerkennung für sein vorbildliches Engagement im Bereich der Kinderdiabetologie hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha dem Tübinger Mediziner Prof. Dr. Andreas Neu die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgehändigt.

„Ihr Engagement nimmt seinen Ausgangspunkt bei erkrankten Kindern, oftmals bereits Kleinkindern, die an Diabetes erkranken“, sagte Minister Lucha anlässlich der Feierstunde an der Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in Tübingen an Prof. Dr. Andreas Neu gewandt. „Dieser außergewöhnliche und seit 30 Jahren unermüdliche Einsatz im Bereich der Kinderdiabetologie wird heute besonders ausgezeichnet“, so Lucha weiter.

Der Minister betonte: „Mit der Staufermedaille sollen Verdienste um das Gemeinwohl geehrt werden, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinausgehen. Die öffentliche Anerkennung mit der Staufermedaille, die als eine besondere persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung verliehen wird, zeigt den Engagierten unsere Wertschätzung und dass sie gebraucht werden.“

Aufbau eines Registers von Diabetes-Neuerkrankungen im Kindesalter

Prof. Dr. Neu gab sich vor 30 Jahren nicht damit zufrieden, dass damals in Deutschland keinerlei amtliche Statistiken und Angaben zur Entwicklung der Häufigkeit des Diabetes mellitus vorlagen. Durch seine zielgerichtete Arbeit und sein ausdauerndes Engagement ist er maßgeblich dafür verantwortlich, dass ein heute nicht mehr wegzudenkendes Diabetes-Register für Deutschland aufgebaut wurde, an dem sich rasch alle Kinderkliniken im Land Baden-Württemberg beteiligten. Das Register erfasst und registriert alle Diabetes-Neuerkrankungen im Kindesalter in anonymisierter Form. Ziel von Prof. Neu war es auch, die Versorgungslage zu analysieren und insbesondere der Frage nachzugehen, ob der Diabetes im Kindes- und Jugendalter in seiner Häufigkeit zunimmt. Dank des Registers wurden erstmals für Deutschland Häufigkeitsdaten zum Diabetes im Kindesalter veröffentlicht und wenige Jahre später auch erste Zahlen international publiziert. Zwischenzeitlich arbeitet dieses Diabetes-Inzidenz-Register seit fast 30 Jahren kontinuierlich und hat mehr als 8.000 Fälle gesammelt. Neben dieser wissenschaftlichen Arbeit kümmert sich Prof. Dr. Neu über das medizinische Maß hinaus – zum Teil auch ehrenamtlich – um seine Patienten und deren Familien.

„Die Stärke unseres Landes liegt entscheidend in seiner starken Zivilgesellschaft. Denn kein Staat und auch keine Institution, egal wie groß er oder sie ist, kann es im Alleingang schaffen. Dazu braucht unsere Gesellschaft immer auch ideenreiche und tatkräftige Menschen wie Andreas Neu“, betonte Lucha in seiner Laudatio.


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