Windkraft

Stand der Vermarktungsoffensive Windkraft im Staatswald

 Windräder stehen auf den Anhöhen in der Nähe des Kandels bei Waldkirch. (Bild: dpa)

Minister Peter Hauk hat im Ministerrat den Stand der Vermarktungsoffensive Windkraft im Staatswald vorgestellt. Der Ausbau der Windkraft im Staatswald leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz-Sofortprogramm der Landesregierung. 

„Baden-Württemberg will das Klima-Musterland in Deutschland und Europa werden. Um möglichst rasch Klimaneutralität zu erreichen, hat die Landesregierung ein umfassendes Klimaschutz-Sofortprogramm aufgelegt. Die neuen Windkraftstandorte im Staatswald leisten dazu einen wichtigen Beitrag, um die Transformation zu Alternativen von fossilen Energieträgern zu schaffen und die Klimaschutzziele einzuhalten. Klar ist auch, dass diese Entwicklung im Landschaftsbild sichtbarer wird“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk anlässlich der Vorstellung des aktuellen Standes der Vermarktungsoffensive Windkraft im Staatswald im Ministerrat.

Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hat für Baden-Württemberg Windpotentialflächen ermittelt. Bei der Analyse wurden sowohl Daten des Windatlas Baden-Württemberg als auch ein umfangreicher Kriterienkatalog mit Ausschluss- und Restriktionsflächen für die Windenergienutzung berücksichtigt. Grundlage sind die mittleren gekappten Windleistungsdichte von mindestens 215 Watt pro Quadratmeter in 160 Meter Höhe über Grund.

Rund 64.000 Hektar als potenzielle Standorte ausgewiesen

„Im Staatswald wurden insgesamt 63.755 Hektar als Standort für potenzielle Windkraftanlagen ausgewiesen. Davon sind rund 24.000 Hektar als ‚geeignet‘ und rund 40.000 Hektar als ‚bedingt geeignet‘ kategorisiert“, sagte Minister Hauk.

Bezüglich Windhöfigkeit werden zwei Kategorien ausgewiesen: geeignete Flächen, die nicht innerhalb von Ausschluss- und Restriktionsflächen liegen und in der Karte als „geeignet“ dargestellt sind sowie geeignete Flächen mit Flächenrestriktionen. Das sind Flächen, die nicht innerhalb von Ausschlussflächen liegen, deren Nutzungsmöglichkeit für Windenergieanlagen aufgrund bereits bekannter Flächenrestriktionen, wie zum Beispiel Landschaftsschutzgebiete, Regionale Grünzüge, Biosphärengebiete, Bannwälder jedoch im Einzelfall besonders zu prüfen sind. In der Karte werden diese Flächen als „bedingt geeignet“ bezeichnet.

Nächste Tranche für Januar/Februar 2022 vorgesehen

„Bei beiden Kategorien sind die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen wie Regionalplanungen und Flächennutzungsplanungen sowie weitere sich ergebende mögliche Ausschlusskriterien insbesondere aus den Bereichen Arten- und Naturschutz, Flugsicherung, Wetterradar noch nicht berücksichtigt, da diese in Einzelfallprüfungen identifiziert werden müssen,“ betonte Minister Peter Hauk. Hier sei es wichtig, dass alle an einem Strang zögen. Wer Windkraft wolle, müsse auch Genehmigungsprozesse positiv und aktiv befördern.

ForstBW prüfe Zug um Zug die noch zu erschließenden Potentialflächen nach den vom Ministerrat Ende Juli 2021 verabschiedeten Eckpunktepapier festgelegten Kriterien. Die so identifizierten Flächen werden sukzessive in geeigneten Tranchen ausgeschrieben. Dieses Vorgehen werde mit oberster Priorität verfolgt. „Eine nächste Tranche mit Ausschreibungsflächen ist für Januar/Februar 2022 vorgesehen“, sagte der Minister.

Aufruf an Kommunen zur Beteiligung

ForstBW initiiert insbesondere für nicht eigenständig vermarktbare Kleinflächen in Gemengelagen mit anderen Grundstückseigentümern sogenannte Poolingverfahren. Hierzu laufen Gespräche zur Einbeziehung von externen Dienstleistern, um die aufwändigen Poolingverfahren durchzuführen und das Gesamtverfahren zu beschleunigen. Zudem klärt ForstBW mit den Kommunen, die bereits ausgewiesene Konzentrationszonen haben, die Bereitschaft für Flächenerweiterungen ab.

Hauk warb ausdrücklich dafür, dass sich Kommunen an der Windkraftoffensive des Landes beteiligen. „Durch Poolingverfahren und den erwachsenden Synergieeffekten kann es auch zur Realisierung von Windkraftvorhaben im Staatswald außerhalb der in der Karte dargestellten Potentialflächen kommen“, betonte Minister Hauk. Für die Vermarktungsoffensive durch ForstBW habe das Land neun Personalstellen bewilligt.

Die erste Tranche im Überblick

Übersicht über die erste Tranche, die am 26. Oktober 2021 ausgeschrieben wurde mit Rückmeldefrist 8. Dezember 2021.

  • Gemeinde Lichtenstein, Landkreis Reutlingen: circa 120 Hektar (ha), eingegangene Angebote: 30
  • Gemeinde Bad Waldsee, Landkreis Ravensburg: circa 70 ha, eingegangene Angebote: 20
  • Gemeinde Sulz, Landkreis Rottweil: circa 110 ha, eingegangene Angebote: 20
  • Gemeinde „Blauen“ - Malsburg-Marzell , Landkreis Lörrach: circa 200 ha, eingegangene Angebote: zwölf
  • Gemeinden „Altdorfer Wald“ - Baienfurt, Baindt, Bergartreute, Schlier, Vogt, Waldburg, Wolfegg, Landkreis Ravensburg: circa 1.370 ha, eingegangene Angebote: 52

Ergibt in der Summe circa 1.870 ha und 134 Angebote

Bauarbeiten in der Kläranlage Eriskirch. (Bild: © Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Abwasser

Land fördert vierte Reinigungsstufe in Weinheim

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Auftaktsitzung des Beirats Zukunft Handel/Innenstadt am 6. Dezember 2022
  • Stadtentwicklung

Innenstädte attraktiv halten

Fibers 365
  • Bioökonomie

Innovative bio-basierte Materialien und Produkte

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 6. Dezember 2022

Übergabe der Breitbandförderbescheide
  • Digitalisierung

Knapp 385 Millionen Euro für Breitbandausbau

Ein Altbau ist aufgrund einer Sanierung eingerüstet
  • Klimaschutz

Gebäudereport 2022 liefert wertvolle Datengrundlage

Netzwerktreffen Host Town-Programm Special Olympics
  • Sport

Inklusion im Sport nachhaltig mit Leben füllen

Symbolbild: Ländlicher Raum. (Bild: Elke Lehnert / Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz)
  • Ländlicher Raum

„Erreichbarkeitssicherung im Ländlichen Raum“ geht erfolgreich zu Ende

Ein Bio-Bauer bringt mit seinem Traktor und einem Tankwagen als Anhänger, die angefallende Jauche auf einer Wiese aus. (Bild: dpa)
  • Landwirtschaft

Gute Ackerböden sind Grundlage für Ernährungssicherheit

Bundesweiter Warntag
  • Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 8. Dezember 2022

Balingen: Ein Motorradfahrer fährt an einer Kurvenleittafel aus Kunststoff vorbei. (Foto: © dpa)
  • Polizei

Bilanz der Motorradsaison 2022

Ein Mann schaut aus dem Führerstand eines Zuges auf den Bahnsteig.
  • Ausbildung

Geflüchtete werden Lokführerinnen und Lokführer

Ein Zug der Südbahn fährt bei Meckenbeuren durch eine herbstliche Landschaft.
  • Nahverkehr

Verbesserungen bei Regio S-Bahn Donau-Iller

Ein Zug des Typs FLIRT des Zugbetreibers Go-Ahead steht am Stuttgarter Hauptbahnhof. (Foto: dpa)
  • Nahverkehr

Fahrplanwechsel bringt mehr Komfort und Verbindungen

Symbolbild: Beim Urban Gardening (städtischer Gartenbau) werden durch die gärtnerische Nutzung auf innerstädtischen Flächen z.B. Blumen, Gemüse, Kräuter und Obstbäume angebaut. (Bild: Andreas Arnold / dpa)
  • Nachhaltigkeit

Aktueller Indikatorenbericht veröffentlicht

Biene an Rapsblüte
  • Landwirtschaft

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um zehn Prozent reduziert

Logo des Umweltpreises 2022
  • Umweltschutz

Land verleiht Umweltpreis für Unternehmen 2022

Deckblatt der Umfrage „Die Lage vonGovTech in Deutschland“
  • Innovation

Umfrage „Die Lage von GovTech in Deutschland“ veröffentlicht

Batterieherstellung - Nahaufnahme (© Andrea Fabry)
  • Forschung

Spitzengespräch zum „Runden Tisch Batterie“

Schüler warten auf ihr Mittagessen, im Vordergrund stehen Teller mit geschnittenem Gemüse. (Foto: dpa)
  • Ernährung

Projekt für besseres Schulessen abgeschlossen

Arbeiter bauen Präzisions-Klimasysteme zusammen, die für die Lithographie-Abteilung in der Chip Produktion eingesetzt werden (Bild: © dpa).
  • Wirtschaft

Neuer Liquiditätskredit startet

Kühe stehen auf einer Weide.
  • Wolf

Totes Kalb im Landkreis Lörrach gefunden

Florian Hassler
  • Geschichte

Land legt Programm „Geraubte Kinder im Südwesten“ auf

Ein Zug mit der Beschriftung "Zügiger geht´s nicht: der schnellste Regionalverkehr in Deutschland" sthet auf Bahngleisen.
  • Nahverkehr

Mit 200 Kilometern pro Stunde im Nahverkehr

 Windräder stehen auf den Anhöhen in der Nähe des Kandels bei Waldkirch. (Bild: dpa)
  • Windkraft

Schutzbereiche aller Dopp­ler-Drehfunkfeuer verkleinert