Pressemitteilung

Verkehr
  • 01.03.2018

Sanierungsarbeiten an der Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe

  • Die Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Maxau (Bild:© Regierungspräsidium Karlsruhe)

    Bild: © Regierungspräsidium Karlsruhe

Am 30. Juli 2018 beginnen die Sanierungsarbeiten an der Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe. Dies wird zu erheblichen Komplikationen im Straßenverkehr und damit vor allem bei den Berufspendlern führen. Das Verkehrsministerium hat daher ein Konzept zur Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs während der Bauarbeiten vorgestellt.

Die Ausweitung des SPNV-Angebotes zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg während der Brückensanierung der Rheinbrücke Karlsruhe von Germersheim / Wörth nach Karlsruhe Hbf. war Thema eines Gesprächs im Verkehrsministerium. Unter Leitung von Amtschef Uwe Lahl wurden den örtlichen Vertreterinnen und Vertretern der Landkreise Germersheim und Karlsruhe Land, der Stadt Karlsruhe sowie der Verkehrsunternehmen und des Regierungspräsidiums Karlsruhe die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen für eine Verstärkung des SPNV-Angebots aufgezeigt, sowie die jeweils Verantwortlichen benannt.

Stärkung des öffentlichen Verkehrs während der Bauarbeiten

„Vom 30. Juli 2018 an wird der Beginn der Sanierungsarbeiten an der Rheinbrücke (B 10) zwischen Wörth und Karlsruhe zu erheblichen Komplikationen im Straßenverkehr und damit insbesondere bei den Berufspendlern führen, die derzeit die Rheinbrücke nutzen. Die hohe Bedeutung der Verkehrsader ist uns bewusst. Daher freue ich mich, dass alle Beteiligten schnelle und unbürokratische Lösungen gefunden haben, um den öffentlichen Verkehr zu stärken. Wir werden alles unternehmen, damit die Pendler ein möglichst gutes Angebot mit öffentlichen Verkehrsmitteln bekommen“, sagte Amtschef Lahl.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 14 Monate andauern. An vier Wochenenden sind Vollsperrungen der Rheinbrücke geplant. Dabei ist aus bautechnischen Gründen auch sichergestellt, dass die Arbeiten jeweils am Sonntag beendet werden und die Brücke montags wieder befahrbar sein wird.

Wegen der zu erwartenden Verkehrsbeeinträchtigungen haben auf Veranlassung des Regierungspräsidiums Karlsruhe das Ministerium für Verkehr, der Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd (ZV SPNV RPL Süd) und die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH (NVBW) in Zusammenwirken mit den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio AG und AVG ein Konzept entwickelt, um Zusatzleistungen und Verstärkungen der regulären Züge für die betroffene Bevölkerung im SPNV anbieten zu können.
Betroffen sind die Leistungen auf der S-Bahn Linie Rhein-Neckar (Netz 6a) und die S-Bahn-Linien S 5 und S 51/52 (Netz 7 und Verkehrsvertrag Wörth – Germersheim), sowie die Linien RE 6 und RB 51 von Neustadt/Weinstraße nach Karlsruhe Hbf. Die Finanzierung des Angebots erfolgt anteilig durch das Verkehrsministerium und die weiteren betroffenen Aufgabenträger.

Das Konzept sieht folgende Anpassungen vor:

  • Vom 30. Juli 2018 an werden die S-Bahn-Linie Rhein-Neckar von Germersheim erstmalig über Wörth nach Karlsruhe Hbf. verlängert und von der DB Regio AG in der Hauptverkehrszeit (HVZ) frühmorgens und am Nachmittag zwei zusätzliche Fahrten neu angeboten, die bis nach Karlsruhe Hbf. fahren. Hierzu setzt die DB Regio AG ein zusätzliches Fahrzeug neu ein, welches außerhalb der HVZ im Pendelverkehr zwischen Karlsruhe Hbf. und Wörth mit drei zusätzlichen Fahrten unterwegs sein wird.
  • Durch die AVG werden auf der Linie Germersheim – Karlsruhe Hbf. und auf der Linie Wörth (Badepark) – Karlsruhe Hbf. die Stadtbahnfahrzeuge in der morgendlichen und abendlichen HVZ in Doppeltraktion (zwei Zugteile) anstelle der bisher in Einzeltraktion verkehrenden Züge gefahren. Zwischen 13:39 Uhr und 17:39 Uhr verkehren alle Fahrten zwischen Karlsruhe-Albtalbahnhof (über Euro-paplatz) nach Germersheim jeweils in Doppeltraktion anstelle der Einfachtraktion.
  • Die DB Regio AG verstärkt zusätzlich ausgewählte Regionalexpress- und Regionalbahnzüge auf dem Abschnitt Neustadt/Weinstraße nach Karlsruhe Hbf. und fährt diese in Dreifachtraktion anstatt in Doppeltraktion. Dadurch können wochentags in der Hauptverkehrszeit rund 2.600 Sitzplätze mehr gegenüber dem Status quo zu den nachfragestarken Zeiten angeboten werden.
  • Für die vier Wochenenden, an denen jeweils eine Vollsperrung der Rheinbrücke vorgesehen ist, werden zusätzlich samstags 11 S-Bahn-Zugpaare, sowie sonntags 10 zusätzliche S-Bahn-Zugpaare zwischen Germersheim – Karlsruhe angeboten.
  • Überdies werden an allen Tagen der Vollsperrung zwischen Neustadt/Weinstraße – Karlsruhe die Züge der DB Regio AG generell in Doppeltraktion statt in Einfachtraktion gefahren. Dies betrifft je 11 Zugpaare RB und RE. Dadurch können an den Wochenenden der Vollsperrung an beiden Tagen rund 14.000 zusätzliche Sitzplätze angeboten werden.

Dem Treffen vorausgegangen war eine öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Karlsruhe am 21. Februar 2018 in Wörth. Dort wurde von Seiten der Bevölkerung darauf hingewiesen, dass insbesondere Krankenhauspersonal und Schichtarbeiter in den verarbeitenden Betrieben vor 6.00 Uhr morgens in Karlsruhe sein müssen. Daher sollte auch zu dieser Zeit ein ausreichendes Angebot insbesondere auch auf dem Abschnitt Germersheim – Wörth – Karlsruhe Hbf. im SPNV angeboten werden.

Amtschef Lahl sicherte zu, dass die NVBW zusammen mit dem ZV SPNV RPL Süd prüft, ob eine frühere Zusatzfahrt ab Germersheim mit Ankunft in Karlsruhe bis 5:30 Uhr möglich ist. Ob und inwieweit dies möglich ist (Trasse, Umlauf, Bereitstellung), wird nun ebenso geprüft wie die Frage, ob zusätzliche Züge der S 5 von der AVG bis nach Wörth verlängert werden können.

Die betroffenen Pendler wurden zudem gebeten, über die Homepage des Zweckverbands SchienenPersonenNahVerkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZV SPNV RPL Süd) Vorschläge und Bedarfsanmeldungen einzureichen, für welche Betriebe u. U. ein Zusatzangebot im Busbereich für Transferfahrten („Shuttle-Bus“) nötig sein wird.


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