Pressemitteilung

Digitalisierung
  • 28.09.2018

Lernfabrik 4.0 an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Reutlingen eingeweiht

  • Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)

    Bild: © dpa

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Lernfabrik 4.0 an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Reutlingen eingeweiht. In Lernfabriken werden sowohl heutige als auch zukünftige Fachkräfte gründlich auf die kommenden Anforderungen in der Arbeitswelt vorbereitet.

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat offiziell die an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule eingerichtete Lernfabrik 4.0 in Reutlingen eingeweiht. „Unsere Industrie befindet sich durch die Digitalisierung in einem grundlegenden Transformationsprozess, der auch die Arbeitswelt verändert. Die digital vernetzte Fabrik braucht nicht weniger, aber sie braucht ganz sicher anders qualifizierte Mitarbeiter. Aus- und Weiterbildung sind deshalb ein zentraler Schlüssel zur Gestaltung des digitalen Wandels. Nur durch die entsprechende Schulung können unser Fachkräftenachwuchs und unsere Beschäftigten am Puls der Zeit bleiben und werden nicht von dieser Entwicklung abgehängt. Die Lernfabrik 4.0, die heute in Reutlingen eröffnet wird, setzt genau an dieser Schlüsselstelle an“, sagte die Wirtschaftsministerin bei der Zeremonie.

Als eine von bislang 16 Lernfabriken im Land mache sie es möglich, sowohl heutige als auch zukünftige Fachkräfte gründlich auf die kommenden Anforderungen vorzubereiten, so die Ministerin. Damit profitiere nun auch der Landkreis Reutlingen von einem der Leuchtturmprojekte für Digitalisierung und berufliche Bildung, die die Lernfabriken 4.0 sind. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Lernfabrik in Reutlingen mit rund 270.000 Euro und trägt damit dazu bei, dass die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung auch in der Ausbildung greift.

„Es freut mich sehr, dass der Landkreis und die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule die Initiative ergriffen und gemeinsam mit der IHK, Unternehmen aus der Region und der Hochschule Reutlingen dieses beispielhafte Projekt auf den Weg gebracht haben“, betonte die Wirtschaftsministerin.

In der Lernfabrik 4.0 wird eine Industrie 4.0-Prozesskette – von der Beauftragung über Fertigung, Montage und Materialfluss bis zur Auftragsabwicklung – eines Unternehmens realitätsnah für die Aus- und Weiterbildung abgebildet. Die Lernfabrik 4.0 ist mit hochinnovativen Technologien ausgestattet, die bald in jedem produzierenden Unternehmen zu finden sein werden. So sind mehrere Industrieroboter und ein intelligentes Bildverarbeitungssystem integriert. Die Lernfabrik wird in verschiedenen Bildungsgängen der Schule eingebunden werden.

Weitere Informationen

Neben dem Wirtschaftsministerium bringen der Landkreis als Schulträger, die Schule und mehrere Unternehmen Finanzierungsbeiträge ein. Die Lernfabrik 4.0 in Reutlingen ist eines von sechzehn Lernfabrik-Projekten. Dieses bundesweit einzigartige Netz von Lernorten für die Industrie 4.0 schafft eine wesentliche Grundlage, damit die Digitalisierung sowohl für Unternehmen als auch für Beschäftigte zu einer Erfolgsgeschichte werden kann. Das Land hat bislang rund 7 Millionen Euro in dieses Netz investiert.

Ein aktueller Förderaufruf des Wirtschaftsministeriums hat das Ziel, mit 4 Millionen Euro aus der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung (digital@bw) dieses Netz flächendeckend zu erweitern und auch für andere Branchen zu öffnen.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg: Lernfabriken 4.0


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